...weil sie den Glauben wechseln müssen um eine Tunesierin zu heiraten...

ich finde dies irgendwie lustig - den "Glauben wechseln" ...

ENTWEDER man glaubt an etwas (und sagt es nicht nur so dahin), und dann wechselt man das auch nicht wie eine Jacke, ODER man glaubt eben nicht an etwas, und dann gibt es auch keinen ehrlichen Grund, diesen Nicht-Glauben zu wechseln, ganz besonders nicht für eine Hochzeit, denn dann kann sich jeder denken, warum dieser Wechsel wohl erfolgt ist.

Ich denke, daß gerade von der Akzeptanz dieser Wechsel-Erwartung ein völlig falsches Signal ausgeht, nämlich das, daß man den Glauben beliebig wechseln kann, insbesondere in Richtung christlich -> islamisch, was nicht nur zuerst den christlichen und dann den islamischen Glauben entwertet, sondern auch zwei Dinge vermischt, die nicht vermischt gehören, zumindest nicht nach den heutigen Gesellschaftsauffassungen der westlichen Länder.

Selbstverständlich ist es einfacher, jeglichen Schwierigkeiten aus dem Weg zu gehen - ob dies aber die richtigen Zeichen für Moral und Selbstwert setzt, sei dahingestellt. Wäre der ach so wertvolle Glaube, der einen dazu bewiegt, sich für den Rest des Lebens zu binden (es gibt keinen Austritt aus dem Islam) nämlich so wichtig gewesen, dann wäre man schon VOR dem Kennenlernen einer Frau muslimischen Glaubens ein Muslim gewesen (und dasselbe gilt im Prinzip auch andersherum) - von den wenigen Fällen einmal abgesehen, in denen eine Person wirklich erst plötzlich das Licht erblickt hat und sodann ohne große Verzögerung mit voller Überzeugung und aktiver Gesinnung den Wechsel vollzieht.