Hallo Kerstin,
wenn Du mit "ihm" meinen türkischen Ex meinst, dann bin ich nicht mehr mit ihm verheiratet.
Als ich geheiratet habe, war ich grad mal 17, die Ehe hielt 5 Jahre und ich habe daraus einen 22jährigen Sohn, der sich nicht mal mehr besonders an seinen Vater erinnern kann, da er sich nach der Scheidung aus auf Nimmerwiedersehen aus dem Staub gemacht hat, samt seinem inzwischen in Rente gegangenen Vater...
Danach waren wir ein Fall für die Sozialhilfe, da ich vor dem Abitur die Schule abgebrochen hatte und er auch nicht wollte, daß ich arbeite.
Aber ich habe mit Unterstützung meiner Eltern alles nachholen können und bin heute, was man im allgemeinen "Karriere- & Powerfrau" nennt, obwohl ich das nie sein wollte; mein Traumberuf war tatsächlich immer Hausfrau...
Mein Schicksal habe ich wohl endgültig besiegelt, als ich 1994 zum ersten Mal nach TN geflog, wo ich meinen heutigen Mann kennenlernte. Seit 1998 sind wir zusammen, seit 2000 verheiratet.
Ja, eigentlich hätte ich es besser wissen müssen, aber ich dachte eigentlich, daß sich auch in der islamischen Welt die Uhr etwas weitergedreht hätte. Außerdem hatte ich mit den damaligen Ereignissen (die teilweise wirklich schrecklich gewesen waren) eine Art inneren Frieden geschlossen und dachte, nun wäre ich auf den typischen "Macho-Moslem-Mann" bestens vorbereitet.
Ich & meine Erfahrung, was sollte da noch schiefgehen!
Von wegen, ich hatte nicht damit gerechnet, daß sich die Uhr nicht mal für ein paar Sekündchen vorgedreht hatte, geschweige denn, daß sich mein Göttergatte auch nur im geringsten für meine Erfahrungen interessieren würde.
Wieso auch, Männer sind die schließlich selbst die Schlauesten!
Es ist manchmal richtig erschreckend, ich höre teilweise haargenau die gleichen Worte, ganze Reden und Erklärungen wie schon vor 20 Jahren!
Deshalb bin ich zu dem Schluß gekommen, daß islamische Männer schlicht und einfach geklont sind!
Spaß beiseite, es ist mein Ernst, und längst nicht nur meiner, mit zunehmender Ehezeit & Erfahrung schließen sich immer mehr Frauen meiner Theorie an.
Fasziniert lese ich in verschiedenen Foren, wieviele Frauen ihren "Klon" für ein einmaliges Geschenk der Götter halten, manchmal beneide ich sie direkt darum, daß sie nicht "vorbelastet" sind und mit ihren Augen & Ohren alles zum ersten Mal entdecken! Außerdem glaube ich nach wie vor an die berühmten Ausnahmen, nur sind diese weitaus seltener, als viele Frauen glauben...
Aber um meinem Mann kein Unrecht zu tun:
Wenn ich so lese, mit was sich viele Frauen so zufriedengeben (müssen), könnte ich eigentlich super glücklich sein!
Aber ich bin auch keine 17 mehr, sondern 40 (wie mein Mann auch), und da gehen meine Ansprüche doch ein bißchen mehr in eine andere Richtung als früher...
Nein, das hat nun nichts mit Geld zu tun, da habe ich mich schon frühzeitig mit abgefunden, daß ich als "Familienernährer" in Rente gehen muß, es ist einfach so, daß eine "schöne Tapete mit Klon-BlaBla" doch nicht alles im Leben sein kann, oder doch Mädels?
LG
Marion