Unterdrückung ist immer der falsche Weg. Wer sagt denn aber, dass immer nur die Väter die Kinder unterdrücken?
Dass islamisch gläubige Menschen ihre Kinder unterdrücken?
Dass islamische Erziehung mit Unterdrückung einhergeht?
Es mag vorkommen ebenso wie bei allen anderen Volksgruppen und Religionen auch. Nur wird es da von aussen meist anders beurteilt.

Aber vielleicht gibt es auch noch den Weg, einfach ein gutes Vorbild zu sein als Vater oder Mutter.

Was aber heisst für dich liberal?
Ich frage mich überhaupt, ob du Kinder hast. Erst dann kannst du sehen, dass Kinder grosszuziehen in jeder Hinsicht und jeden Tag eine neue Herausforderung an die Eltern darstellt. Es verlangt in erster Linie 100%igen Einsatz und es verlangt auch eine Art Rahmen, in dem sich die Kinder bewegen können. Das gibt ihnen Halt und Sicherheit. Fehlt so ein Rahmen, dann werden sie frech, rücksichtslos und egoistisch. Sie verlieren den Respekt gegenüber den Eltern und wissen nicht, wo ihre eigenen Grenzen sind... Dann plötzlich verlieren die Eltern die Beherrschung und schlagen zu, weil sie sich nicht mehr anders zu helfen wissen...

Wenn nun die Eltern, ob Vater oder Mutter den Kindern ihren Glauben beibringen wollen, hat das mit Unterdrückung und Aufzwingen von einer Religion (oder sonst einer Weltanschauung)nichts zu tun. Die Kinder wachsen ja aber einfach da hinein. Und ich weiss nicht, warum das schlecht sein soll, wenn der Vater oder auch die Mutter die Kinder islamisch erzieht.
Wenn der Vater oder die Mutter aber ein schlechtes Vorbild ist und dann von den Kindern etwas abverlangt, was er/sie selber nicht lebt, dann kommt es bestimmt irgendwie schief heraus. Denn niemand kann die Eltern so gut durchschauen, wie die eigenen Kinder...

P.S. Auch liberales/sozialistisches oder sonst ein idealistisches Denken lassen sich die Kinder nicht aufzwingen und lässt sich nicht automatisch an die nächste Generation weitergeben...