sorry, wenn ich nochmal mit dem Thema komme, aber irgendwie muss es sehr schwer verständlich sein für "sagen wir" uns Europeär zu verstehen, wie das Leben und die Lebensumstände wirklich in Tunesien sind. Ich nehme da die sogenannte Goldküste mal raus (Tunis, Hammamed, Jerba), sondern nehme zB. den Norden, eben Bizerte und Umgebung als Beispiel. Dort ist der Tourismus relativ unbekannt, ausser im Sommer, wenn die Emigranten aus Frankreich usw. ihre Familien besuchen kommen.
zB. Ch...., hat im Sommer Stadtführungen gemacht, war das Wetter gut, hat er was verdient, war es schlecht, dann eben nichts. Seine Saison war gerade mal drei Monate lang, drei Monate im Endeffekt um das Geld für das ganze Jahr herauszubekommen. Denn Rest der Zeit hat er sich einfach irgendwie durchgeschlagen.
Ab Oktober Richtung Dezember hin merkte man, dass es bei ihm langsam immer enger wurde, denn da fing er an um Zigaretten oder um Biere zu schnorren. Er hatte seine Mutter, die Tochter seiner verstorbenen Schwester zu ernähren. Seine Wohnung bestand aus drei kleinen Zimmern, geschlafen wurde auf Matrazen auf den Boden, gekocht meisten mit einem Campingkocher draussen im Zwischenhof, wo man dann auch ass. Heizung im Winter gab es keine, denn dafür war der Stro, zu teuer, und dies will was heissen, denn der Winter kann in Bizerte ganz schon kalt sein. Dann wurde einfach ein kleines Feuer im Hof angezündet. Machbar solange es nicht regnete.