Kinderarbeit:
Credit Suisse öffnet das Portemonnaie
Die Credit Suisse reagiert auf den Skandal um die Euro-08-Fussbälle, die teilweise von pakistanischen Kindern und zu Niedriglöhnen genäht worden sein sollen. Dennoch spricht die Grossbank weiterhin von einem «blossen Verdacht».
Nachdem die Nachrichtensendung «10vor10» vergangene Woche von Kinderarbeit im Auftrag der Credit-Suisse berichtet hatte, übt sich die Grossbank nun vorsorglich in Schadensbegrenzung. In einer Mitteilung heisst es, dass «bereits das Bestehen eines blossen Verdachts, dass bei der Herstellung der Fussbälle ein Verstoss gegen das Kinderarbeitsverbot vorliegen könnte, für Credit Suisse inakzeptabel» sei.
Eine Million für Unicef
Die Grossbank schreibt weiter, dass sie Kinderarbeit im Zusammenhang mit der Produktion von 200 000 Fussbällen anlässlich der Euro 08 «zum heutigen Zeitpunkt nicht vollumfänglich ausschliessen kann». Dies selbst eine Woche nachdem die Vorwürfe durch das Nachrichtenmagazin «10vor10» erhoben worden waren. Die ergebnislosen Untersuchungen und die Tatsache, dass die Credit Suisse nun eine Million Schweizer Franken an die Kinderschutzorganisation Unicef spendet, sei nicht als Schuldeingeständnis zu werten, wie CS-Sprecher Esther Gerster auf Anfrage sagte: «Wir haben nach wie vor keine vollständigen Erkenntnisse und müssen dies weiter seriös abklären.»