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interkulturellen Verständigung - Musikprojekt D. Barenboim #248630
17/04/2008 13:48
17/04/2008 13:48
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Claudia Poser-Ben Kahla Offline OP
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Claudia Poser-Ben Kahla  Offline OP
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Er liebt die Musik und setzt sie immer wieder als Mittel der interkulturellen Verständigung ein. Daniel Barenboim, weltberühmter Dirigent und Pianist leitet das West-Eastern Divan Orchestra bei einem spektakulären Konzert in Ramallah.

Daniel Barenboim war schon mehrfach in Ramallah zu Besuch. An einen Aufenthalt erinnert sich der Generalmusikdirektor der Staatsoper Berlin allerdings besonders gern. Er hatte gerade ein Konzert vor 300 Kindern gegeben, als sich ihm ein Mädchen näherte und ihm sagte: „Ich bin so glücklich, dass Sie hier sind.“ „Warum bist Du glücklich, dass ich hier bin?“, erwiderte der weltberühmte Pianist und Dirigent. „Weil Sie das erste aus Israel sind, das weder ein Soldat noch ein Panzer ist.“

Vorurteile überwinden, Feindbilder abbauen, einander kennen lernen, das Verbindende im Verschiedenen entdecken, zur Versöhnung beitragen: In dem Bemühen, die Welt mit Hilfe der Musik zu einem etwas besseren Ort zu machen, hat sich Daniel Barenboim bislang weder von bürokratischen Hindernissen noch von persönlichen Anfeindungen abschrecken lassen. Noch immer machen ihm Israelis – darunter Staatspräsident Mosche Katzav – zum Vorwurf, dass er im Sommer 2001 in Israel die Ouvertüre aus Wagners „Tristan und Isolde“ zur Aufführung brachte. Seine Klavier-Konzerte in Ramallah stießen ebenfalls auf Ablehnung: Er fraternisiere mit dem Feind, werte Palästina auf, musste er sich anhören. Und als ihm im Mai 2004 in der Knesset trotz des Widerstands einiger Abgeordnete der Wolf-Preis überreicht wurde und er die Gelegenheit nutzte, die Palästina-Politik Israels zu kritisieren, kam es prompt zum Eklat.

Trotz seines politischen Engagements legt der Sohn russisch-jüdischer Emigranten, der 1942 in Buenos Aires geboren wurde, großen Wert auf die Feststellung, in erster Linie Künstler zu sein. Den Grundstein für seinen Welterfolg als Musiker legte er schon sehr früh: In den 50er Jahren galt er als pianistisches Wunderkind, das erst in Argentinien, dann in Europa für Begeisterung sorgte. Gerade mal sieben gab er sein erstes Klavier-Konzert in Buenos Aires, drei Jahre später folgten erste Auftritte in Salzburg und Wien. Später begegnete er Edwin Fischer, bei dem er Unterricht nahm, und seinem Idol Wilhelm Furtwängler, der sich von dem jungen Talent begeistert zeigte.

Daniel Barenboim – ein Virtuose am Klavier

Doch dabei wollte er es nicht belassen. Schon bald besuchte er Dirigentenkurse bei Igor Markevich, holte sich den letzten Schliff bei Nadia Boulanger und begann seine Laufbahn als Dirigent 1961 zuerst in Israel, später in Österreich. Seitdem sorgt der Vollblutmusiker auf beiden Gebieten seines künstlerischen Schaffens für Aufsehen – am Klavier ebenso wie mit dem Taktstock in der Hand. So spielte er 1964 mit dem English Chamber Orchestra zum ersten Mal in London, Paris und New York sämtliche Konzerte für Klavier von Wolfgang Amadeus Mozart. 1973 wurde er Nachfolger von Sir Georg Solti an der Spitze des Orchestre de Paris. Er dirigierte seit dieser Zeit die wichtigsten Orchester der Welt, vor allem in London, wo er seinen ständigen Wohnsitz hatte.
1981 leitete er mit Richard Wagners „Tristan und Isolde“ seine erste Bayreuther Aufführung. Bemerkenswert auch seine Einspielung der 32 Sonaten und der fünf Konzerte für Klavier Ludwig van Beethovens, einmal als Pianist unter der Leitung von Otto Klemperer, einmal als Dirigent mit Arthur Rubinstein am Flügel. Ob Johann Sebastian Bach, Frédéric Chopin, Johannes Brahms oder zeitgenössische Klavierliteratur: Was immer der gefeierte Pianist auch anfasste, es schien ihm mühelos zu gelingen. 1989 legte er die Leitung des Orchestre de Paris nieder, um die der neuen Opéra de Paris zu übernehmen. Aufgrund von Streitigkeiten mit dem Intendanten trat er diese Stelle jedoch niemals an. 1991 übernahm er stattdessen die Leitung des Chicago Symphony Orchestra und wurde ein Jahr später Generalmusikdirektor der Berliner Staatsoper Unter den Linden.

Daniel Barenboim – ein Weltstar und Weltbürger

Er liebt die Musik und setzt sie immer wieder als Mittel der interkulturellen Verständigung ein. „Musik ist eine Kunst, die alle Grenzen überschreitet“, sagte er bei der Verleihung des Wolf-Preises vor dem israelischen Parlament. „Als solche kann sie die Gefühle und Wünsche von Israelis und Palästinensern in neue, bislang nicht vorstellbare Dimensionen führen.“
Ein Konzert des West-Eastern Divan Orchestra in Ramallah war bislang nicht vorstellbar. Nun wird es Realität – ein weiterer Höhepunkt im Leben eines in vielerlei Hinsicht außergewöhnlichen Menschen und Musikers.

http://www.arte.tv/de/kunst-musik/festivalsommer-auf-ARTE/TV-Programm/912442,CmC=932738.html
http://www.danielbarenboim.com/

Claudia

Re: interkulturellen Verständigung - Musikprojekt D. Barenb [Re: Claudia Poser-Ben Kahla] #248643
17/04/2008 14:06
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Hayati Offline
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Ich kenne Daniel Barenboim nur am Rande, da ich eine Liebhaberin der Musik seiner 1. Frau bin, der Cellistin Jaqueline du Pré. Aber ich achte ihn für sein Engagement und seine Kunst.

Hier mein Favorit von beiden:

Daniel Barenboim (Klavier) mit Jaqueline du Pré (Cello)

1998 wurde auch ihr Leben verfilmt, darin spielt auch D. Barenboim eine grosse Rolle. Der Film heisst "Hilary und Jackie".
Hilary und Jackie - Foto







Wenn nicht Meinung gegen Meinung offen gesagt wird läßt sich die bessere nicht herausfinden.

Je dis ce que je pense et je fais ce que je dis.

Re: interkulturellen Verständigung - Musikprojekt D. Barenboim [Re: Claudia Poser-Ben Kahla] #248660
17/04/2008 14:56
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Hallo Claudio

Erstens was hat das mit Religion zu tun ?


Zweitens es steht:

 Antwort auf:
Trotz seines politischen Engagements legt der Sohn russisch-jüdischer Emigranten, der 1942 in Buenos Aires geboren wurde,


Das heisst er ist Russer aber in Buenos Aires geboren wurde. Was hat er dann in Palstina verloren?

 Antwort auf:
Weil Sie das erste aus Israel sind, das weder ein Soldat noch ein Panzer ist


Erstens nach derem Gesetzt sind alle Soldaten frauen und Männer und wenn sie nicht aktiv sind , werden die trotzdem jede Zeit gerufen werden.

Ok wenn er für interkulturellen Verständigung ruft, sollte er erst aus Palastina raus und sollte er seine auch leute mit nehmen und dann dafür rufen.

Stelle dir vor wir Tunesier marschieren wir nach Deutschland ,wir besetzen 9/10 von Deutschland ,1/10 lassen wie es für euch aber unter unsere Kontrole und dann sagen kommt ihr her Deutschen wir machen interkulturellen verständigung. Das ist auch gut oder?

Ok wenn ihr Deutsche solche Meinung habt dann gibt denen Süddeutschland und die Sache ist gegessen ihr seid bahrherzig. Warum habt ihr sie dann früher vernischtet und aus dem Land gejagt?

Sorry ich weiss, dass das dir nicht gefählt aber ich glaube sogar nach dem UNO-Gesetze haben die Einwohner eines Besetzes Land das Recht sich zu verteitigen. Oder sind auch diese Gesetze nur für einige Rassen nur.

Schönen Tag noch

Re: interkulturellen Verständigung - Musikprojekt D. Barenb [Re: LOE060712] #248664
17/04/2008 15:09
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Das hier ist ein Diskussionsforum über Tunesien.. und kein Islamforum, also geht es hier nicht nur um reigiöse Belange.
Die Welt ist bunt und Völkerverständigung ist dringend nötig, gerade da wo Betonköpfe meinen, immer noch auf Abgrenzung, Ausschluss und Gewalt setzen zu müssen. Du unterstreichst das gerade sehr deutlich.

MfG



Wenn nicht Meinung gegen Meinung offen gesagt wird läßt sich die bessere nicht herausfinden.

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Re: interkulturellen Verständigung - Musikprojekt D. Barenb [Re: Hayati] #248678
17/04/2008 15:45
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chadisha Offline
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da Claudia diesen Beitrag unter der Rubrik "Religion" eingestellt hat, ist seine Frage schon berechtigt, was es mit Religion zu tun hat (meine Meinung)


Was wir wissen ist ein Tropfen. Was wir nicht wissen ist ein Ozean. (Newton)
Re: interkulturellen Verständigung - Musikprojekt D. Barenb [Re: chadisha] #248684
17/04/2008 15:53
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LOE080708 Offline
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@Chadisha, Meine alle Achtung, ich sehe dass genau so!! Und bin Mnbashim auch zu 100% den Gleichen Meinung.

Liebe grüße

Tunsi

Re: interkulturellen Verständigung - Musikprojekt D. Barenb [Re: chadisha] #248696
17/04/2008 16:35
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es hätte theoretisch auch zu kultur gepasst - da es aber die religionen (vornehmlich eine) sind, die die welt entzweien, hat sie es vielleicht deswegen unter religion gepostet.
abgesehen davon kann man auch pro-palestinänsisch denken, ohne solchen propaganda-quark abzulassen.

Re: interkulturellen Verständigung - Musikprojekt D. Barenb [Re: LOE080708] #248739
17/04/2008 19:14
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Interkulturellen Verständigung .. so beginnt der Threadtitel... keine Rede von Religion ... vielleicht sollte das Thema verschoben werden in die Abteilung Kultur.

Karmoussa ich kann dir nur zustimmen.




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Re: interkulturellen Verständigung - Musikprojekt D. Barenb [Re: Hayati] #248755
17/04/2008 20:33
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Claudia Poser-Ben Kahla Offline OP
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Warum ich dieses Thema hier in diese Rurbik gestellt habe, weil dies ein Projektbeispiel ist, wie Menschen verschiedener Religionen gemeinsam etwas machen können um Vorurteile abzubauen.

Was genau Vorbildhaft ist, sieht man an der Zusammensetzung des Orchesters.

Zusammen mit dem palästinensischen Literaturwissenschaftler Edward Said (†) setzt er sich durch gemeinsame Konzerte jüdischer und arabischer Musiker im Rahmen des von den beiden 1999 begründeten West-Eastern Divan Orchestra sehr für eine Annäherung der verfeindeten Volksgruppen im Nahostkonflikt ein. Das Orchester setzt sich aus jungen Musikern aus Israel, den palästinensischen Autonomiegebieten, Libanon, Ägypten, Syrien, Jordanien und Spanien zusammen. Im August 2005 spielte das Orchester ein vielbeachtetes Konzert in Ramallah, das in vielen Ländern live im Fernsehen übertragen wurde.
http://de.wikipedia.org/wiki/Daniel_Barenboim

Und genau da geht es um interkulturelle Verständigung zwischen verschiedenen Religionen, deshalb setze ich dieses Thema auch in die Rubrik Religion. Denn hier geht es nicht nur um den Islam, sondern um alle Religionen.

Viele Artikel kann man lesen sogar auf islam.de

http://www.islam.de/4598.php

Also auch dort beschäftigt man sich mit diesem Thema.

Claudia

Re: interkulturellen Verständigung - Musikprojekt D. Barenb [Re: Claudia Poser-Ben Kahla] #248759
17/04/2008 20:49
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Hayati Offline
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Hayati  Offline
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Es ist also eine gemischte Disziplin, ich verstehe das schon und bin für alles was zur friedlichen Völkerverständigung beitragen kann.

Vielleicht gehst du dann auf die Antwort von Mbashim ein, der wohl ein grösseres Problem mit der Idee hat und gleichfalls die Frage stellte, was dieses Thema mit Religion zu tun hat.

Mfg



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Re: interkulturellen Verständigung - Musikprojekt D. Barenboim [Re: LOE060712] #248760
17/04/2008 20:52
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 Antwort auf:
Warum habt ihr sie dann früher vernischtet und aus dem Land gejagt?

War ja klar, das sowas kommen muß.






Cheffe, wir werden dich nie vergessen
Re: interkulturellen Verständigung - Musikprojekt D. Barenb [Re: Hayati] #248762
17/04/2008 21:04
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Claudia Poser-Ben Kahla Offline OP
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Claudia Poser-Ben Kahla  Offline OP
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 Original geschrieben von: Hayati
Es ist also eine gemischte Disziplin, ich verstehe das schon und bin für alles was zur friedlichen Völkerverständigung beitragen kann.

Vielleicht gehst du dann auf die Antwort von Mbashim ein, der wohl ein grösseres Problem mit der Idee hat und gleichfalls die Frage stellte, was dieses Thema mit Religion zu tun hat.

Mfg


Hayati du warst die letzte die in diesem Thema schrieb und ich habe an alle geschrieben und somit keinen einzeln gemeint. Weiß nicht wie du darauf kommst.
Es kann doch jeder lesen und ich denke ich habe es verständlich geschrieben.

Claudia