Hallo,
mein Mann hatte damals relativ schnell einen Job - allerdings auch über Beziehungen, denn er hat im Deutschkurs einen anderen Tunesier gekannt, der ihm über dessen Bruder einen Job besorgt hat. Dort hat er dann 1,5 Jahre gearbeitet (sein letzter Arbeitstag war sechs Wochen vor der Geburt unserer Tochter). Übers Arbeitsgericht wurde er dann zwar wieder eingestellt, allerdings war das erst einige Monate später und spätestens sechs Wochen nach der Geburt muss man sich ja entscheiden, wie lange man daheim bleiben möchte. Ich habe mich dann schweren Herzens entschieden nach acht Monaten wieder arbeiten zu gehen (30 Std/Woche), denn Unterstützung vom Staat wäre für uns nicht in Frage gekommen. Wir hatten das große Glück, dass wir zu dem Zeitpunkt auch einen Krippeplatz bekommen haben. Klar tat es mir, bzw tut es heute noch weh, dass unsere Tochter die meiste Zeit fremdbetreut wird. Allerdings ist sie ein sehr aufgewecktes Mädchen und die restliche Zeit, die wir miteinander verbringen ist sehr intensiv.
Ich denke auch die richtige Zeit für ein Kind gibt es nicht.