Hallo Sina_Marie
Mein Mann ist seit genau 2,5 Jahren in D. Er hat auch eine tun. Ausb. zum Rest.fachmann (oder sowas in der Richtung). Zuerst hat er einen Integrationskurs gemacht und nebenbei einen 400 Euro Job als Servicekraft (über Vit.B). Nachdem der Kurs beendet war hat er einen 6 Stundenjob als Spülhilfe in einem KH bekommen (Vit. B), doch das war natürlich nicht das, was mein Mann sich vorgestellt hat :). Nun hat er seit Sept. 07 eine Ausbildungsstelle zum Koch (Vit. B). Die ist das letzte aber inchallah zieht er sie bis zum Schluss durch und lässt sich nicht von seinen bekloppten Kollegen rausekeln.
Wie alt ist denn dein Mann? Zu meinem haben sie auch gesagt, er ist zu alt für eine Ausb. Er wird 30.
Wenn du niemanden kennst, der ihn irgendwo unterbringen kann, wird es sehr schwer sein mit einer Ausbildung. Wir haben auch unzählige Bewerbungen im Bereich Hotelwesen/Gastronomie geschrieben. Es war deprimierend, noch nicht mal ein Bewerbungsgespräch. Oder meine Bewerbung war nicht ansprechend genug oder zu perfekt für einen Ausländer.
Zum Thema Kind: Da ich meiner Meinung nach auch schon an der Höchstgrenze für das 1. Kind bin, haben wir auch Nachwuchs geplant. Auch wenn es zeitlich nicht passt, wegen der Ausbildung.
Aber wann ist der richtige Zeitpunkt gekommen? In 3 Jahren, wenn die Ausb. vorbei ist und mein Mann evtl. arbeitslos ist? Wer weiß schon was morgen ist. Und wer weiß wie lange es dauert, bis frau schwanger wird, es klappt ja oft nicht auf Anhieb. Und bis jetzt hat noch jeder sein Kind groß bekommen, auch bei Situationen, die nich optimal waren. Aber das sollte wirklich jeder für sich entscheiden.
Ich würde im Falle wenn...das Jahr zu Hause bleiben und Elterngeld beziehen (ich bin übrigens Normalverdiener, die selten an 1500 Euro rankommt und wenn dann nur, wenn ich jedes Wochenende oder Feiertage arbeite und paar Überstunden mache.) Und ich habe Klasse 3.
Na und dann noch die 300 von meinem Mann, damit sollte man über die Runden kommen (Wie sieht es denn mit Wohngeld oder unterstützender Sozialhilfe aus? Vielleicht kann da jemand aus Erfahrung was berichten?).
Es wäre ja auch doof, wenn mein Mann die Ausbildung unterbrechen würde. Dann würde ich versuchen nach dem Jahr mein Kind in einer KIta unterzubringen, was dann auch hoffentlich klappt. Ansonsten würde ich sagen Pech gehabt, dann muss wohl der Staat zahlen.
Man sagt immer so leicht, das der Vater ja zu Hause bleiben könnte...aber man sollte auch bedenken, dass viele Frauen ihr Kind stillen möchten, was dann um einiges schwieriger ist, wenn sie 8-9 Stunden arbeitet. Aber ja immer wieder betont wird, wie wichtig das für die Mutter-Kind-Beziehung bzw. für die Psyche des Kindes ist. Inwieweit das nun stimmen mag, will und kann ich nicht beurteilen. Zudem ist es auch häufig so, das Männer ein wenig Angst haben mit einem so kleinen Wesen allein zu Hause zu sein und etwas befangen mit dem Kind umgehen. Mütter wachsen ja angeblich in die Situation herein....??? Aber das muss ja wirklich jede Familie für sich entscheiden.