...Dann bring uns Beweise dafür, wo Christus sowas erwähnt hat und verlangt, weil das Glauben nach ihm genannt ist...
Wieso fragst Du mich das? Ich habe bereits mehr als einmal erklärt, daß mir das ganze völlig schnuppe ist. Ich lese religiöse Texte allein aus historischem und soziologischem Interesse UND in historischem Kontext. Religion ist ein von Menschen für Menschen erdachtes Konzept und gibt interessante Aufschlüsse in das Wissen und die Denkweisen vor vielen hunderten von Jahren - und das war's dann auch, es gibt also keine Grund, mich am genauen Wortlaut oder einer Satzstellung hoch- und wieder runterzuziehen. Wer es mag, soll es tun - viel Spaß dabei, es ist eine Aufgabe für 100 Leben. :-)
Im übrigen kann man die Deutung einiger Texte der Bibel auch ganz anders angehen, nämlich unter der wohlbegründeten Prämisse, daß es Texte aus Mysterienkulten sind. Auch wenn hier die Grenze von Religion zu Esoterik verschwimmt (oder vielleicht ist da ja auch gar keine Grenze?), sind derartige Betrachtungen für Interessierte lesenswert. Als Beispiel hier eine Buchbesprechung:
http://www.horusforum.de/horusforum/buecher.html#Tarot%20der%20Apokalypse...Kannst du uns bitte zwei verschieden islamische Interpretation vom Qoran...
Das kannst Du auch selbst tun, denn Du weißt es sehr genau, daß der Koran kanonisiert wurde - ein Faktum, das nicht notwendig gewesen wäre, wenn es nur EINEN einzigen Text gegeben hätte. Ebenso gibt es diverse Gruppen im Islam, die natürlich von der jeweils anderen Gruppe als Häretiker bezeichnet werden. Alles dies würde es ebenfalls nicht geben, gäbe es nur EINE Leseart und EIN Verständnis - und damit habe ich noch gar nicht die sieben offziell verschiedene Lesarten erwähnt (Nafi 785, Ibn Kathir 737, Ibn Amir 736, Abu Amr 770, Asim 744, Hamza 772, Al-Kisai 804) mit jeweils 2 Variationen, von denen einige insgesamt 10, andere 14 anerkennen.
Fakt ist, es gibt unterschiedliche Versionen und Lesarten, nicht nur von der Bibel, sondern auch vom Koran - und worin liegt hier das Problem? Muß sich ein Muslim unbedingt an der Originalität und Unverfälschtheit festklammern? Die Christen tun es nicht, und der christliche Glaube hat immerhin bereits 2000 Jahre überdauert. Losgelöst vom Buchstaben und Wort sollte vielmehr der Kern der Botschaft einer Religion betrachtet, geehrt und respektiert werden.