|
|
 |
 |
 |
 |
Re: Islam Unterricht an deutschen Schulen
[Re: MeBi_1983]
#241599
13/03/2008 13:12
13/03/2008 13:12
|
Joined: Aug 2006
Beiträge: 2,473 NRW
CandelaNeu
Mitglied
|
Mitglied
Joined: Aug 2006
Beiträge: 2,473
NRW
|
Den Islamunterricht gibt es in einigen Schulen als zeitlich unbegrenztes Pilotprojekt bereits seit einigen Jahren. Dabei unterrichten zum einen muslimische Lehrer, die bislang im MSU ( Muttersprachunterricht) für türkische und arabische Sprache zuständig waren oder Seiteneinsteiger, wie Islamwissenschaftler, die vorher eine Qualifizierung ablegen müssen.
Der Islamunterricht sieht dann ähnlich aus wie bei uns der katholische oder evangelische Religionsunterricht.
Ich hab hier mal ein paar Themen aus den Klassen 5-10 wie sie derzeit in NRW auf dem Lehrplan stehen:
KL5: Miteinander leben /Streit, Schuld, Versöhnung/ Tugendhaftigkeit/ Allah schuf die Welt und die Menschen/ Allah der eine Gott und seine Namen
KL6: Ich lebe in einer islamischen Familie/ Vorbilder Stars und Idole/ Gesunde Seele und Gesunder Körper/ Propheten, die Hicra, im Koran sprucht Allah zu uns
usw.
Kl10: Krieg und Frieden/ Religion und Politik/ Rechtsschulen/ Männer und Frauen/ Wissenschaft und Erneuerung/ Religiöse Erziehung - was ist das?
Ich finde es nur gerecht das den Kindern eine Möglichkeit geboten wird, möglichst neutral etwas über ihre Religion zu lernen.
|
|
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
Re: Islam Unterricht an deutschen Schulen
[Re: Emotionless]
#241653
13/03/2008 15:18
13/03/2008 15:18
|
Joined: Feb 2006
Beiträge: 1,145 Berlin
Vic
Mitglied
|
Mitglied
Joined: Feb 2006
Beiträge: 1,145
Berlin
|
Gerichtsentscheidung Lehrergewerkschaft will keine Schul-Gebetsräume Ein muslimischer Schüler hat sich sein Recht in seiner Weddinger Schule zu beten vorerst vor Gericht erstritten. Die Lehrergewerkschaft GEW kritisiert nun vor allem, dass der Schüler einen speziellen Raum zum Beten bekommen soll. Die GEW forderte den Senat auf, sich vor Gericht gegen die vorläufige Entscheidung einzusetzen. Von dpa/sh/KNA/kö
Die Anordnung des Berliner Verwaltungsgerichts, wonach einem muslimischen Gymnasiasten an der Schule Gelegenheit zum Beten gegeben werden muss, ist auch bei der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) auf Kritik gestoßen. Mit Unverständnis reagierte die GEW vor allem darauf, dass die Richter dem Schüler auch die Einrichtung eines Betraumes zugestanden. Das friedliche Miteinander verschiedener Kulturen und Glaubensrichtungen werde so nicht gefördert, sondern erschwert, hieß es in Stellungnahme der GEW.
"Die Berliner Schule hat einen gemeinsamen Bildungs- und Erziehungsauftrag für alle Berliner Schülerinnen und Schüler. Dieser Auftrag kann nur in einem weltanschaulich und religiös neutralen Rahmen erfüllt werden. Wir fordern die Bildungsverwaltung auf, alles dafür zu tun, dass sich dieser Grundsatz in der Hauptverhandlung durchsetzt", erklärte die GEW-Landesvorsitzende Rose-Marie Seggelke.
Die 3. Kammer hatte am Dienstag eine einstweilige Anordnung erlassen, wonach ein muslimischer Schüler des Diesterweg-Gymnasiums in Wedding vorläufig einmal täglich sein Gebet nach islamischem Ritus in der Schule, aber außerhalb der Unterrichtszeit abhalten darf.
Zur Begründung seiner Entscheidung hatte das Gericht erklärt, der Schüler könne sich auf seine Religionsfreiheit nach Artikel 4 des Grundgesetzes berufen. Das Recht auf Religionsfreiheit schließe auch ein, "den Glauben zu bekunden". Um der Gefahr einer demonstrativen Form des Gebets zu begegnen, könnte dem Schüler durch entsprechende Organisation "ein ungestörtes Beten in einem für andere nicht ohne weiteres zugänglichen Bereich des Schulgeländes ermöglichen", hieß es vom Gericht.
Auf die Schule gehen Schüler 30 verschiedener Nationalitäten Schulsenator Jürgen Zöllner (SPD) hatte bereits angekündigt, eine mögliche Beschwerde gegen die einstweilige Anordnung beim Oberverwaltungsgericht prüfen zu lassen. Über die eingereichte Klage des Schülers entscheidet das Verwaltungsgericht voraussichtlich erst in einigen Monaten nach einer Hauptverhandlung abschließend.
Die Schule hat vorerst dafür gesorgt, dass dem Schüler ein geeigneter Raum zur Verfügung steht. Die stellvertretende Schulleiterin Barbara Grenzius, sagte: "Wir hoffen, dass die Debatte das Thema Integration erneut in den Vordergrund bringt.". An ihrer Schule gebe es Schüler 30 verschiedener Nationalitäten, die tolerant miteinander umgingen. Etliche, darunter viele Schüler muslimischen Glaubens, befürchteten nun allerdings, dass das friedliche Miteinander gefährdet werden könnte, wenn sich bestimmte Tendenzen durchsetzen würden. Schließlich gebe es an der Schule Schüler verschiedener Glaubensrichtungen, die alle andere Gewohnheiten hätten, wenn es um das Praktizieren ihres Glaubens gehe.
Auch in der Berliner CDU und bei den Grünen war die Gerichtsentscheidung auf Kritik gestoßen, weil sie die Integration ausländischer Schüler behindern könne.
Stand: Donnerstag, 13. März 2008, 12:13 UhrQuelle: http://www.morgenpost.de/desk/1795391.html
Mag sein, daß Stille Zufriedenheit sei; doch ich sage euch, daß gerade in der Stille Widerstand, Auflehnung und Verachtung wohnen. *Khalil Gibran*
|
|
|
|
 |
 |
 |
 |
|