Hallo Saladin!

Das waren sehr interessante Ausführungen. Nur glaube ich, dass man die Theorie der Menschenrechte und deren mangelhafte Umsetzung nicht in einen Topf werfen darf. Sowohl bei der Sklaverei als auch bei der Unterdrückung von Minderheiten, handelt es sich NICHT um die Umsetzung von Menschenrechten, sondern um einen Verstoß dagegen. Die Menschenrechte sind eben NICHT für einen elitären Club gemacht, sondern für ALLE Menschen. Wer im Namen der Menschenrechte unterdrückt und mordet, der handelt NICHT im Namen der Menschenrechte, auch wenn er das von sich behaupten mag. Er missbraucht allenfalls diesen Begriff. Das ist wichtig!

Du sagst:
Zitat Anfang
"Mit der Erklärung der Menschenrechte wird ein Konzept, das vor dem
spezifischen Hintergrund der westlichen Kultur und Geschichte entstanden ist,
zum universell gültigen Prinzip erklärt, das Vorrang vor allen anderen
kulturspezifischen Normen und Werten hat."
Zitat Ende

Nun, es mag dir vielleicht nicht gefallen, aber ich sehe das auch so. Allerdings definiere ich die Menschenrechte so wie z.B. Amnesty International (denen es wirklich um die Rechte der Menschen geht), weniger wie das, was z.B. ein George W. Bush sich darunter vorstellt. Ich bin gegen Folter, Mord, Unterdrückung, egal ob in der westlichen Welt oder woanders. Das sind für mich Grundprinzipien, die allgemeingültig sind, für eine Welt, in der wir leben können, unabhängig von der spezifischen Kultur.

Verstehe ich dich richtig, dass man Folter, unterdrückung der Frauen etc. akzeptieren sollte, wenn dies Teil einer bestimmten Kultur wäre? Ich kann es mir nicht vorstellen, dass du das so siehst, aber so sind deine Worte bei mir rübergekommen. Wäre schön, wenn du mir das nochmal näher erläutern könntest!

Danke!

Jens