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Re: Kleiner Islam Unterricht #45938
20/01/2002 14:42
20/01/2002 14:42
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Sonnenvogel* Offline
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Ok, meine Meinung: Wäre ich nicht selber darauf gekommen, daß der Islam meine Religion ist, hätte mein Mann Kopfstehen können und mich denoch nicht überzeugt. Und ob ein Muslim besser für seine Frau sorgt als ein Nicht- oder Andersgläubiger bezweifel ich stark. Das hängt doch ganz vom Charakter des Mannes ab. Man wird doch nicht mit einem anständigeren Charakter geboren, weil man Muslim ist. Dafür kenne ich einfach zu viele lebende Beweise!

Re: Kleiner Islam Unterricht #45939
20/01/2002 16:37
20/01/2002 16:37
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Claudia Poser-Ben Kahla Offline
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Claudia Poser-Ben Kahla  Offline
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Gera
Tanja das was ich darüber gschrieben habe, ist ein so wie es der Islam beschreibt.

Meine Meinung ist, wenn ich einen Mann liebe, dann ist es mir egal welche religion er hat.
So sehe ich es auch wenn ein Deutscher mann eine Muslimin liebt und sie gern heiraten möchten, dann sehe ich auch kein Problem darin.

Claudia


Re: Kleiner Islam Unterricht #45940
22/01/2002 04:24
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Planet Erde
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Jens Offline
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Planet Erde
Puh, eigentlich müsste ich längst schlafen, aber ich fand die Diskussion hier sehr spannend und habe sie bis zuende gelesen. Mir ist wieder klar geworden, warum ich mich mit keiner Religion wirklich identifizieren kann (wohlgemerkt, ich bin KEIN Atheist, das ganze ist etwas komplizierter). Ich bin kein Islam-Experte und was das Judentum betrifft, da kenne ich mich auch kaum aus. Ich bin christlich erzogen worden und auch heute noch Mitglied der Kirche, obwohl ich mich wie gesagt, nicht mehr so ganz damit identifizieren kann.

Ich glaube nicht, dass eine der Religionen - Islam, Christentum, Judentum - besser oder schlechter ist als die andere und ich toleriere alle gläubigen Menschen, die ihr Leben nach ihrer Religion ausrichten, so lange dies nicht fanatisch ist. Fanatismus ist nicht an eine bestimmte Religion gebunden, diese Erscheinung gibt es bei allen dreien der aufgezählten Religionen, zum Glück sind das immer Minderheiten.

Mein Problem ist: Jede dieser drei Religionen definiert Regeln, die sicherlich zu irgendeiner Zeit an irgendeinem Ort mal ihren Sinn hatten. Jedoch ändern sich die Zeiten. Wenn der Papst die Pille in einer Zeit verbietet, in der sich die Weltbevölkerung unaufhaltsam vermehrt, dann kann das nicht richtig sein. Wenn muslimische Eltern ihrer Tochter verbieten, mit einem Christen zusammen zu sein, den sie liebt, dann verstehe ich nicht, wie das im Sinne eines Gottes sein kann, der Gutes für seine Gläubigen will. Mir ist so ein Fall bekannt: Ein Freund von mir ist mit einer Muslimin zusammen. Er selber studiert evangelische Theologie. Es ist eine glückliche Beziehung, aber sie muss vor den Eltern des Mädchens geheim gehalten werden. Das ganze ist eine sehr große Belastung für die beiden, das kann sich sicherlich jeder vorstellen.

Der Grund, warum ich ein gespaltenes Verhältnis zur Religion habe, ist, dass sie die Freiheit des Geistes einschränkt, indem sie Regeln definiert, die nicht hinterfragt werden dürfen. Warum gibt uns Gott den Geist, wenn wir ihn einsperren müssen? Ich kenne andere Beispiele sowohl von Muslimen als auch von Christen, die das offener sehen, die Regeln nicht wörtlich auslegen, sondern das ganze in Bezug auf die Geschichte und die Gesellschaft der Zeit sehen, in der diese Regeln entstanden sind. Für mich gibt es keine perfekte Religion. Man sollte sich mit möglichst vielen Religionen und Glaubensformen auseinandersetzen, aber bei Sätzen wie "Ungläubige kommen nicht ins Paradies", frage ich mich, ob gewisse Glaubenssätze (in der Bibel findet man sicherlich ähnliche Formulierungen) nicht hinterfragt werden sollen.

Ich hoffe, ich habe niemanden damit beleidigt, das war nicht in meinem Sinn. Ich wünsche mir ein friedliches Miteinander zwischen allen Religionen!

Oh je, es ist nicht die richtige Uhrzeit für so tiefschürfende Gedanken! Bis dann!


Re: Kleiner Islam Unterricht #45941
22/01/2002 09:26
22/01/2002 09:26
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Claudia Poser-Ben Kahla Offline
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Hallo Jens,

du hast hier keinen Beleidigt denn es ist deine Meinung un deine Einstellung und in vielen Punkten kann ich dir einfach nur zustimmen.

Regeln in einer Religion wurden gemacht und wenn ich es mit dem Islam vergleiche, sind es heutzutage die wenigsten die sich an die Säulen des Islams halten.

Aber sie sind gläubige und kommen (nach dem Koran) in den Himmel, ich zum beispiel, glaube an Gott und bin auch mehr zum Islam hingezigen, wie zum Christentum. Ich bin aber unglüubig weil ich nicht die shahada gesprochen habe.

Weißt du für mich ist das so, ich kann an Allah gluaben, ohne Muslimin zu sein. Ich muß nicht zum Islam konvertieren, nur um zu sagen ich bin Muslimin, was viele tun, in der heutigen Zeit.
Ich kann die Regeln nicht alle einhalten, und ich kann dir Regeln auch nicht alle so leben, deshalb konvertiere ich nicht zum islam, erst wenn ich es alles machen kann, wie es die Säulen, und regeln sagen, erst dann kann ich konvertieren, was aber meine Meinung dazu ist und meine Einstellung, die sicher viele (auch aus dem Forum) anders sehen.

Ich bin schon sehr lange in einem Club, wo es um Deutschsprachige Niqabis:
Deutsche Musliminnen in Hijab oder Niqab geht, oft kann ich manche Worte und Einstellungen nicht nachvollziehen, aber ich versuche es zu verstehen.

Weiter bin ich in einem Forum, Club wo es um das Land Iran geht, ich wußte so vieles über dieses Land nicht, und ich bin froh das ich dort so nett aufgenommen wurde, denn die Geschichte dieses Landes ist sehr interessant, gerade was die Religion angeht, bisher dachte ich immer das ist ein Land wo der Islam voll akzeotiert wird , nein das ist es nicht, der islam wurde im Iran wie eingebrügelt, viele sind Muslime aber leben diese Religion nicht sie leben, den Glauben vom "Kaiserreich Iran: Das Land Zarathustras", ich zur Zeit dabei darüber viel mehr zu lernen und zu erfahren, denn das ist das land genau wie der Irak was mich schon als Kind sehr interessiert hat.

Wir planen zur Zeit eine Reise in den Irak, für nächstes Jahr, sascha kümmert sich zur Zeit darum.
Wir setzen uns gegen das Embargo ein dort wo ich wirklich nur wieder erinnern kann, am den 26.01.02 in Heidelberg wird ein Kranz niedergelegt für die Zivilen Opfer in Afghanistan, und zwar wurde dies Organistiert von Menschen die sich gegen das Embargo im Irak einsetzen, ich habe gestern zu Amnesty International Kontakt aufgenommen und ich bin mir sicher ich werde auch in dieser Schiene mehr machen jetzt.

Nur mal kurz was auch viel mit Religionen zu tun hat.

Claudia


Re: Kleiner Islam Unterricht #45942
23/01/2002 17:37
23/01/2002 17:37
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Tiiina Offline
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Hallo, ich war lange nicht mehr hier, habe gerade gelesen, was ich verpasst hatte.

Also mit der Heirat zwischen Christen und Muslimen kann ich Euch natürlich nur zustimmen, wenn ihr sagt, jeder soll glücklich werden mit wem er will.
Aber es gibt diese Regel ja, heutzutage ist die völlig überflüssig. Ich glaube nicht, dass man die Begründung so formulieren kann wie du es gemacht hast, Claudia. Es ist nicht so, dass davon ausgegangen wird, dass der Muslim den Glauben der Christin besser respektiert als umgekehrt.
Man muss dabei glaube ich überlegen, wann dieses Gebot entstanden ist, nämlich im 7. Jh., als die Leute noch teilweise Nomaden waren, vor allem da, wo dieses Gebot entstanden ist. Da ist es dann so gewesen, dass die Frau, wenn sie geheiratet hat, den Stamm der Familie verlassen hat und zu den Angehörigen des Mannes gegangen ist. Es ist davon auszugehen, dass die Frau, die dann ja unter Christen leben würde, ihren Glauben nicht mehr ausüben kann.
Umgekehrt, die Christin bei Muslimen kann ihre Religion dann vielleicht auch nicht mehr in dem Masse ausüben wie vorher, aber das ist schlicht und ergreifend egal, weil dieses Gebot nicht für die Christen, sondern für die Muslime gemacht ist.

Und jetzt sind wir bei dem, was Jens gesagt hat. Ich verstehe solche Gebote ja, sie sind für eine Zeit gemacht, in der sie logisch waren. Heute ist das aber nicht mehr so. Wenn mein Bruder eine Tunesierin aus Tunesien mit nach Deutschland bringt, dann kann sie ihre Religion hier heute in Deutschland genauso gut ausleben wie sie es in Tunesien kann.

Deshalb habe auch ich ein Problem mit Religion im allgemeinen. Alte Regeln, an denen man nicht rütteln darf, weil "es schon immer so war". Im Christentum kann ich mich wenigstens noch über das hinwegsetzen, was der Papst sagt, auch wenn ich dann eine schlechte Christin bin. Aber im Islam einfach zu ignorieren, was im Koran steht, das geht nicht so einfach. Immerhin ist es Gottes Wort, das kann man nicht einfach vom Tisch wischen. Naja, dann stehe ich eben vor dem Problem, daß im Koran Sachen stehen, die heute keine Berechtigung mehr haben. Wie zum Beispiel diese Eheverbot.
Ich weiss , dass ich mit diesem letzten Satz vielleicht einige Leute bleidigt habe, ich meine es aber nicht böse. Ich will niemanden beleidigen. Ich habe eben dieses Problem und auch kein Muslim konnte mich bisher von diesem Problem erlösen, egal wie tief gläubig er war. Ich musste mir in Diskussionen über Religion auch schon anhören, dass Jesus ein Hurensohn war. (entschuldigt für die Ausdrucksweise, aber das hat mir ein Jude wirklich mal gesagt.) Entweder man diskutiert oder nicht. Deshalb möchte ich nochmal um Nachsicht bei denen bitten, die sich vielleicht angegriffen fühlen. Immerhin ist der Islam die Religion, die mich am meisten anspricht von allen dreien, wenn es nicht diese eine Sache gäbe: Koran = Gott
Eine Muslimin hat mich mal ausgelacht bei dem Gedanken, Jesus = Gott. Ich weiss nicht, was da schwieriger vorzustellen ist!

Viele Grüße
Tina


Re: Kleiner Islam Unterricht #45943
23/01/2002 20:09
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Claudia Poser-Ben Kahla Offline
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Tina,
was du meinst ist nicht eine Antwort von mir, das steht so erklärt in einem Buch über den Islam.

Das Buch heißt 400 Fragen und 400 Antworten über den Islam.

Meine Meinung habe ich später auf dieser Seite geschrieben, ich wollte ganz einfach nur mal eure Meinung dazu lesen.

Claudia


Re: Kleiner Islam Unterricht #45944
23/01/2002 21:51
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Ja, die habe ich auch gelesen. Wollte auch nicht damit sagen, dass das Deine Meinung ist. Finde halt nicht, dass man das so sagen kann. Auch wenn es innem Buch steht. Es wäre etwas zu einfach. Und nur dann kann man auch auf die Idee mit der Gleichberechtigung von Mann und Frau kommen, was quatsch ist. In meinen Augen. Immer nur in meinen Augen!

Viele Grüße
Tina


Re: Kleiner Islam Unterricht #45945
24/01/2002 08:36
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Claudia Poser-Ben Kahla Offline
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Tins das ist richtig, es wird aber wirklich überall so erklärt, es geht nicht um die Gleichberechtigung, nein ihr sagt man eben, ein Mann kann eine Frau besser überzeugen was Religionen angeht, wenn ein Christ eine Muslimin heiratet denkt man, das die Frau zum Christentum wechselt, was aber oft ja nicht der fall ist.
Und ich finde es auch nicht gut so, bei mir zählt das Herz, wenn ich einen Menschen liebe, frage ich nicht welche religion hast du, und wenn er sagt, ich gehöre dem Judentum an, dann sage ich nicht, oh nein dich möchte ich nicht als mann, nur zum Beispiel.

Tina ich habe dir geschrieben.

Claudia


Re: Kleiner Islam Unterricht [Re: Sarduck] #235572
11/02/2008 22:22
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Eine Thema was euch sicher interessiert und wo ihr sicher auch Infos, eure Meinung dazu schreiben möchtet.

Claudia

Re: Kleiner Islam Unterricht [Re: CrazyTunesier] #236444
18/02/2008 19:01
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Schön guten Tag

Erlaubt ihr mir auch paare Wörte hier mitzuschreieben.

Ich finde die Beiträge total schön und sehr interessant.

Man sieht dass alle Geschichten fast ähnlich sind auch bei mir war auch fast so. ich bin in einem islamischen Land aufgewachsen. Von Christentum oder andere Religion hatte man nichts zu viel ausser dass es Bibel oder Thora gibt, die schon verfälscht worden oder ähnliche aber wie oder wo genau hatte man keine Interesse dafür gehabt. Auch ich habe mich sogar mit meinem eigenen Glauben nicht sehr beschäftig. Als ich hierher kamm, habe ich angefangen mehr über alles zu lesen und forschen und wie fast alle hier, habe so schnell mit der Bibel und andere Glauben aufgegeben, als ich von Anfang an viele wiedersprüche selber erkannt habe. Danach habe ich mich mehr um Koran und sunna mehr beschäftig. Aber trotzdem habe ich geschaft danach auch AT und NT und viele andere Religionen rihctig zu lesen und das hat mich sehr geholfen für viele andere Sachen.



 Antwort auf:
" Wie steht denn der Islam zu Menschen die keiner Religion angehören wollen, aber trotzdem fest daran glauben, dass es Gott gibt? "

Nach meiner eigenen Interpretation, gilt es bei Gott nicht in erster Linie welchen Glauben ein Mensch angehört, sondern ob der Mensch an Ihn und an das Jüngste Gericht glaubt.


Hier sollte man einbischen vorsichtig sein. Ich bin sicher dass du gute Absicht dabei hattest aber wir sind hier um uns gegenseitig zu informieren und auch die Wahrheit zu sagen, obwohl es manschmal sehr weh tut aber lieber die Wahrheit als jemand sich selbst zu belugen.

Die Versen die du geschrieben hast, trefft eigentlich nicht alle Christen oder andere menschen Sonder Christen , Juden oder die Sabäer , die nie von Islam was gehört aber trotzdem haben die gute Taten getan und nur Gott gebeten, wie sie es könnten. Die Verse wurde herabgesandet als Salman al farissi(r.a) den Prophet(s.a.w) über seine Freunde gefragt hat.

Heute zu Tage gibts auch genug Menschen , die nie vom Islam etwas gehört Aber trotzdem beten die nur einen Gott und tun sie gute Taten. Was wird aus denen dann? Die Antwort ist in den Versen, die du zitiert hast.

Aber was wird aus den Menschen, die doch von Islam gehört haben und nicht gefolgt, obwohl sie wie es schon steht, Gott beten und gute Taten tun?

Diese Frage ist sehr wichtig und ich soll auch ehrlich sein. Warum soll ich sie belugen?

Qoran 3; 19 Wahrlich, die Religion bei Allah ist der Islam. Und diejenigen, denen die Schrift gegeben wurde, wurden erst uneins, als das Wissen zu ihnen gekommen war - aus Mißgunst untereinander. Und wer die Zeichen Allahs verleugnet - siehe, Allah ist schnell im Rechnen.

Qoran 3;85 "Und wer eine andere Religion als den Islam begehrt: nimmer soll sie von ihm angenommen werden, und im Jenseits wird er unter den Verlierern sein.

Und noch dazu der klare Ausage von dem Prophet (s.a.w) ich versuche es wörtlich zu übersetzen ich hoffe das ich es schaffe sonst köntest du CrazyTunesier bitte es besser tun danke.


وقال عليه الصلاة والسلام: ((والذي نفسي بيده لا يسمع بي أحد من هذه الأمة يهودي أو نصراني ثم يموت ولم يؤمن بالذي أرسلت به إلا كان من أهل النار))


jeder der von mir hört (egal welche jude christen budist usw) und glaubt an nicht das, wo bin ich gesand wurde(koran und sunna), der wird zu den leuten , die zu holle gehören.



Für die Defenition von Jihad und Islam werde ich vieleicht auch paare wörte mitfügen aber später.

Schönen abend noch

Re: Kleiner Islam Unterricht [Re: LOE060712] #236525
19/02/2008 00:29
19/02/2008 00:29
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saroura Offline
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Guten Abend,

zu den Versen muss man sagen, dass es auch andere Übersetzungen gibt, in denen es nicht "Islam" sondern "Hingabe" übersetzt wurde. Damit ändert sich die Bedeutung insofern, dass Gottes Religion die Hingabe zu IHM ist und jeder der sich IHM hingibt auf das Paradies und die Barmherzigkeit Gottes zählen darf. Außerdem war z.B. Abraham kein Muslim, so wie wir es heute verstehen. Er war Monotheist der sich nur Gott hingegeben hat und IHM ein guter "Diener" so wie alle anderen Propheten auch.


3:81 Al-'Imran
Und da nahm Gott von den Propheten den Bund entgegen (des Inhalts:) "Wenn Ich euch das Buch und die Weisheit gebe, dann wird zu euch ein Gesandter kommen und das bestätigen, was ihr habt. Wahrlich, ihr sollt ihm glauben und sollt ihm helfen." Er sprach: "Erkennt ihr das an und nehmt ihr unter dieser (Bedingung) das Bündnis mit Mir an?" Sie sagten: "Wir erkennen es an." Er sprach: "So bezeugt es, und Ich will mit euch (ein Zeuge) unter den Zeugen sein." [3:81]
Wer sich nach diesem abwendet - das sind die Frevler. [3:82]
Verlangen sie etwa eine andere als Gottes Religion? Ihm ergibt sich, was in den Himmeln und auf der Erde ist, gehorsam oder wider Willen, und zu Ihm kehren sie zurück. [3:83]
Sprich: "Wir glauben an Gott und an das, was auf uns herabgesandt worden ist, und was herabgesandt worden ist auf Abraham und Ismael und Isaak und Jakob und die Stämme (Israels), und was gegeben worden ist Moses und Jesus und den Propheten von ihrem Herrn; wir machen keinen Unterschied zwischen ihnen, und Ihm sind wir ergeben."


Diese Verse sagen also aus, dass der Prophet Muhammad (a.s.s.) gekommen ist als Bestätigung und Vollendung der vorher gesandten Schriften. Er ist also mit nichts "neuem" gekommen. Um es noch zu verdeutlichen: Alle Propheten sich Gott hingebende die berufen wurden um die Hingabe zu Gott zu verkünden.

Hoffentlich hab ich mich jetzt nicht zu sehr verstrickt, wenn es unklar ist, so gebt bescheid :-)


Ein edler Mensch zieht edle Menschen an und weiß sie festzuhalten.
Re: Kleiner Islam Unterricht [Re: saroura] #236526
19/02/2008 01:48
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Guten abend Saroura

So bevor ich ins Bett gehe, sollte ich etwas über das Wort Islam noch was einfüge. Es wurde eigentlich sehr interressantes darüber geschrieben aber je mehr es ist, desto besser ist es oder?

Was bedeutet das Wort Islam?



Das Wort Islam deutet keinerlei derartige Verbindung an, denn es bezieht sich weder auf irgendeinen Mann noch ein Volk oder ein Land. Es wurde nicht von Menschengeist erfunden und beschränkt sich auf keine bestimmte Gemeinschaft. Der Islam ist eine weltumfassende Religion, deren Zweck es ist, im Menschen islamische Eigenschaften und islamische Geisteshaltung zu schaffen und weiterzubilden. Islam ist genaugenommen ein Eigenschaftswort. Wer immer diese Eigenschaft besitzt, welcher Rasse oder Gemeinschaft, welchem Land oder Volk er auch angehören mag, ist ein Muslim. Wie der Qur'an (Koran), das Heilige Buch der Moslimen, sagt, hat es bei allen Völkern und zu allen Zeiten gute und rechtschaffene Menschen gegeben, die diese Eigenschaften besaßen; sie alle waren und sind Moslimen.

Dies bringt uns zu der Frage. Was bedeutet Islam, und wer ist Moslem? Islam ist ein arabisches Wort und heißt Unterwerfung, und Hingabe. Das Wort Islam ist abgeleitet vom dem Wort „alislam“ und bezeichnet in der arabischen Linguistik folgendes:

. al-inqiyad: die Gefügigkeit, Unterwerfung und Willfähigkeit
. al-silm: die Versöhnung
. al-istislam: sich ergeben und sich hingeben

Als Religion steht Islam für völlige Unterwerfung unter den Willen Gottes und absoluten Gehorsam Ihm gegenüber. Eine weitere wahrheitsgetreue Bedeutung des Wortes Islam ist Frieden. Das heißt, daß man wirklichen körperlichen und geistigen Frieden nur durch Unterwerfung und Gehorsam Gott gegenüber erlangen kann. Ein solches Leben des Gehorsams gibt dem einzelnen innere Ruhe und legt damit den Grundstein für den wirklichen Frieden in der Gesellschaft im großen.



http://www.way-to-allah.com/dokument/Weltanschauung_und_Leben%20im_Islam.pdf

Und wie du auch gesagt hast, waren alle Propheten Moslime hier paare Versen darüber:

Qoran 2,135,136,138:
135 "Und sie sagen: ""Seid ihr Juden oder Christen, dann werdet ihr rechtgeleitet sein."" Sprich: ""Nein! (Wir befolgen) die Religion Abrahams, der rechtgläubig war und nicht den Götzenanbetern angehörte."" 136 ""Sprecht: ""Wir glauben an Allah und an das, was uns herabgesandt worden ist, und was Abraham, Ismael, Isaak, Jakob und den Stämmen (Israels) herabgesandt wurde, und was Moses und Jesus gegeben wurde, und was den Propheten von ihrem Herrn gegeben worden ist. Wir machen zwischen ihnen keinen Unterschied, und Ihm sind wir ergeben."" 138 Wenn sie so glauben, wie ihr glaubt, dann werden sie rechtgeleitet sein; wenn sie sich aber abwenden, so sind sie nur in Abspaltung geraten. Doch Allah wird dir wider sie genügen, und Er ist der Allhörende, der Allwissende

Qoran 3, 67 :
Abraham war weder Jude noch Christ; vielmehr war er lauteren Glaubens, ein Muslim, und keiner von denen, die (Allah) Gefährten beigesellen.



 Antwort auf:
in denen es nicht "Islam" sondern "Hingabe" übersetzt wurde. Damit ändert sich die Bedeutung insofern, dass Gottes Religion die Hingabe zu IHM ist und jeder der sich IHM hingibt auf das Paradies und die Barmherzigkeit Gottes zählen darf. Außerdem war z.B. Abraham kein Muslim, so wie wir es heute verstehen


Leider es gibt viele Übersetzung, die manschmal sehr viel von den Original abweicht.
Die Verse auf arabisch ist : وَمَن يَبْتَغِ غَيْرَ الإِسْلاَمِ دِينًا فَلَن يُقْبَلَ مِنْهُ وَهُوَ فِي الآخِرَةِ مِنَ الْخَاسِرِينَ (85)

Falls du arabisch verstehst, kann man nicht das Wort Islam hier mit Hingabe übersetzen, weil das Wort Islam sich einfach auf das Wort Relegion bezieht. Und wie du gelesen hast, war die Ausage vom prophet ganz klar und deutlich.

Ich verstehe nicht , was du mit dem Satz "war z.B. Abraham kein Muslim, so wie wir es heute verstehen" .Islam ist das gleiche und alle Propheten haben dafür gerufen , Gesetze waren unterschiedliche und wie du schön geschrieben hast Prophet Mohamed(s.a.w)ist als Bestätigung und Vollendung der vorher gesandten Schriften gekommen


 Antwort auf:
Hoffentlich hab ich mich jetzt nicht zu sehr verstrickt, wenn es unklar ist, so gebt bescheid :-)


Ich auch \:\)


Schöne Nacht

Re: Kleiner Islam Unterricht [Re: LOE060712] #236683
20/02/2008 00:36
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Salam, und Hallo!

Also das Beispiel mit Abraham ist so zu verstehen, dass er z.B. nicht die selben Pflichten hatte wie ein heutiger Muslim, daher nicht als im heutigen Sinne Muslim zu verstehen ist.

LG


Ein edler Mensch zieht edle Menschen an und weiß sie festzuhalten.
Re: Kleiner Islam Unterricht [Re: Dilan*] #237080
21/02/2008 21:18
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hallo


"Der Islam ist die jüngste Weltreligion, die Menschheit im Verhältnis dazu so alt.
Warum erhebt der Islam den Anspruch die einzig wahre Religion zu sein.
Wenn der Islam wirklich die Wahrheit ist, warum kommt er so spät?"


mir ist grad aufgefallen, dass hierauf noch nicht geantwortet wurde. aber das passt ja auch zur frage ob Abraham (a.s.) ein muslim war oder nicht.
also ich hab das so gelernt und ich hoffe dass das richtig ist. man muss die entstehung der drei religionen als einen einheitlichen chronologischen ablauf betrachten. alle propheten haben zu ihrer zeit das wort gottes befolgt und waren somit im wahrsten sinne des wortes muslime, da sie sich him hingegeben haben. die menschen, die den propheten gefolgt sind und erkannt haben, dass es nur einen gott gibt waren somit auch musime. erst zu dem zeitpunkt, wo die menschen anfingen die heiligen bücher zu erstellen und damit den eigentlichen willen gottes zu übergehen, wurden sie zu ungläubigen. beispielsweise war auch jesus ein muslim, da er gottes wort befolgte. er behauptete nie von sich selbst gottes sohn zu sein, geschweige denn gott selbst. als wer auch immer dann mit der trinitätslehre anfing (weiß nicht wann und wie dies zustande kam) wurde die eigentliche botschaft vollkommen entstellt und deswegen kann das christentum von dem zeitpunkt an nicht mehr die von gott gewollte religion sein. ich möchte keinem christen zu nahe treten aber so ist es wie ich es gelernt habe.

ich hab noch eine frage an claudia:
also wie ich das verstanden habe, verstehst nicht so recht warum du die schahada sagen musst um eine gläubige zu sein.
ich hba mich darüber auch mal mit einer deutschen konvertierten unterhalten und sie hat es mir ganz einfach erklärt. bei der schahada bezeugst du ja, dass du daran glaubst, dass es nur einen gott gibt und das mohammed (s.a.w) sein prophet ist. sie hat sich an jeder kleinsten regel und vorschrift aufgehalten und es erschien ihr viel zu schwer eine gute muslima zu sein. bis sie sich irgendwann einfach nur fragte ob sie dran glaubt, dass es nur einen gott gibt und ob sie daran glaubt dass der prophet mohammed (s.a.w) wirklich sein prophet war. nach der erkenntnis erschienen alle regel als zweitrangig. schließlich kann allah (s.w.t.) alle sünden verzeihen wenn er möchte außer die, wenn man die schahada zu lebenszeiten nicht gesagt hat. klar sollte man als sich als muslim alle mühe geben sich an die regeln das islam zu halten, das wichtigste sollte man dabei jedoch nicht ausden augen verlieren: es gint nur einen gott, der alles für eine bestimmte zeit erschaffen hat. er hat uns gesagt wie wir ins paradies kommen und nur das dürfte zählen. auch ich habe viele probleme, da es in manchen situationen wirklich wehr schwer sein kann alles zu beachten. aber wenn wir etwas tun was nicht in ordnung ist (selbst wenn man sich unsicher ist) sollte man hinterher um vergebung bitten und inschallah wird einem dies dann verziehen, denn allah ist verzeihend.
also vielleicht hilft es manchmal den kopf ein bisschen frei zu bekommen von allem erlernten, sich auf das wesentliche zu konzentrieren und sich die grundlegenden glaubensfragen zu stellen.

hoffe das ist für alle verständlcih und niemand fühlt sich angegriffen. für korrekturen bin ich dankbar und vielleicht kann mir ja jemand die entstehung der trinitätslehre erklären.

schönen abend noch

Re: Kleiner Islam Unterricht [Re: sahlia] #237132
22/02/2008 00:38
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saroura Offline
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Hallo Lamia,

der Glaube der Propheten die vor dem Propheten Muhammad entsand wurden ist der selbe Glaube wie der des Propheten Muhammad, nur ist jede Religion zuvor auf die jeweiligen Bedürfnisse von Raum und Zeit angepasst bzw. immer als Ermahnung und Erinnerung der jeweiligen Völker auf dem richten Weg, dem Wege Gottes zu bleiben. Der Islam ist wie bereits erwähnt die Vollendung und die Bestätigung dessen was zuvor war und erhebt zudem den Anspruch die Wahrheitfür alle Welten zu sein, denn laut Qur'anischer Auffassung sind die meisten der Vorherigen irre gegangen, nachdem die Wahrheit zu ihnen kam. Warum soll er also zu spät gekommen sein?


Voller Segen ist Er, Der die Unterscheidung zu Seinem Diener herabgesandt hat, auf daß er ein Warner für die Welten sei. [25:1]
Sie gehen nur Vermutungen nach; und Vermutungen ersetzen nicht im geringsten die Wahrheit. [53:28]
Nein, sie haben die Wahrheit, als sie zu ihnen kam, für eine Lüge erklärt, und nun befinden sie sich in einem Zustand der Verwirrung. [50:5]
Denjenigen aber, die gläubig sind und gute Werke tun und an das glauben, was auf Muhammad herabgesandt worden ist - und es ist ja die Wahrheit von ihrem Herrn -, denen tilgt Er ihre schlechten Taten und stellt ihre gute Lage wieder her. [47:2]
Dies (ist deshalb so), weil jene, die ungläubig sind, dem Trügerischen folgen, und weil diejenigen, die gläubig sind, der Wahrheit ihres Herrn folgen. So beschreibt Allah den Menschen ihre Lage. [47:3]
Sie sprachen: "O unser Volk, wir haben ein Buch gehört, das nach Moses herabgesandt worden ist (und) welches das bestätigt, was schon vor ihm da gewesen ist; es leitet zur Wahrheit und zu dem geraden Weg. [46:30]
Vor ihnen leugneten das Volk Noahs und die Verbündeten nach ihnen. Und jedes Volk hat sich vorgenommen, seinen Gesandten zu ergreifen, und sie stritten mit Falschheit, um die Wahrheit damit zu widerlegen. [40:5]
Nein, er hat die Wahrheit gebracht und die Gesandten bestätigt. [37:37]
Wahrlich, Wir haben dich mit der Wahrheit als Bringer froher Botschaft und als Warner entsandt; und es gibt kein Volk, in dem es nicht einmal schon Warner gegeben hätte. [35:24]
Doch als nun die Wahrheit von Uns zu ihnen kam, da sagten sie: "Warum ist ihm nicht das gleiche gegeben worden wie das, was Moses gegeben wurde?" Haben sie denn nicht das geleugnet, was Moses zuvor gegeben wurde? Sie hatten gesagt: "(Dies sind) zwei Zauberwerke, die einander stützen." Und sie sagten: "Wir leugnen beide." [28:48]
Sprich: "So bringt ein Buch von Allah herbei, das eine bessere Führung als diese beiden hat, damit ich ihm folge, wenn ihr wahrhaftig seid." [28:49]
Doch wenn sie dir nicht Folge leisten, dann wisse, daß sie nur ihren eigenen Neigungen folgen. Und wer ist irrender als der, der ohne Führung Allahs seinen eigenen Neigungen folgt? Wahrlich, Allah leitet das ungerechte Volk nicht. [28:50]
Und wahrlich, Wir haben ihnen das Wort immer wieder übermittelt, auf daß sie ermahnt seien. [28:51]
Diejenigen, denen Wir die Schrift zuvor gegeben haben, glauben an sie. [28:52]
Und wenn sie ihnen verlesen wird, dann sagen sie: "Wir glauben daran. Wahrlich, es ist die Wahrheit von unserem Herrn; wir hatten uns (Ihm) schon vordem ergeben." [28:53]
Diese werden ihren Lohn zweimal erhalten, weil sie geduldig waren und das Böse durch das Gute abwehrten und von dem spendeten, was Wir ihnen gegeben hatten. [28:54]
Wenn ihnen gesagt wird: "Glaubt an das, was Allah herabgesandt hat", sagen sie: "Wir glauben an das, was uns herabgesandt wurde", während sie das leugnen, was danach kam, obgleich es um die Wahrheit geht, die das bestätigt, was in ihrem Besitz ist. Sprich: "Warum habt ihr also die Propheten Allahs vordem getötet, wenn ihr Gläubige seid?" [2:91]
Und Moses war zu euch mit den klaren Beweisen gekommen. Dann nahmt ihr euch das Kalb, nachdem er weggegangen war, und habt unrecht getan. [2:92]

Last edited by saroura; 22/02/2008 00:42.

Ein edler Mensch zieht edle Menschen an und weiß sie festzuhalten.
Re: Kleiner Islam Unterricht [Re: saroura] #237141
22/02/2008 09:00
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...denn laut Qur'anischer Auffassung sind die meisten der Vorherigen irre gegangen, nachdem die Wahrheit zu ihnen kam. Warum soll er also zu spät gekommen sein?...

Und dasselbe wird die nächste Religion behaupten (es gibt und gab schon mehrere, die das tun oder getan haben). Das einzige Problem heutzutage ist, daß Funk und Fernsehen sofort zur Stelle sind und mit den modernsten Kommunikationsmitteln alle Umstände recherchiert und berichtet werden. Würde HEUTE ein Jesus oder ein Mohammed dasselbe tun, wie früher, würde es nicht nur kleine, sondern eben gar keine Wellen mehr schlagen - deshalb wird es keine neue "Welt"religion mehr geben und die bestehenden, die ja alle auf VERGANGENEN Dingen beruhen, und die sozusagen seit hunderten von Jahren kein "Update" mehr erfahren haben, im Prinzip also "tote" Organismen sind, können es sich in ihren Biotopen gemütlich einrichten, weil nur sie, aufgrund ihres Alters, die Möglichkeit haben, allein mit dem Glauben zu argumentieren.

Re: Kleiner Islam Unterricht [Re: Frogger] #237173
22/02/2008 10:41
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Hallo

@frogger:
eigentlich hast du der tatsache, dass der islam die letzte religion ist nur zugestimmt. wie und warum keine neue religion mehr entsteht ist ja schließlich auch mektoub, also scshicksal und von gott gelenkt. ob das jetzt durch die medienwelt oder sonstwas geschieht ist ja egal. fest steht, dass keine religion nach dem islam mehr kommen würd. aber ich versteh ehrlich gesagt nicht, warum das tun der propheten heute keine wellen mehr schlagen sollte. gerade wenn dinge passieren die unerklärlich sind. man könnte es ja auch so sehen: GERADE wegen der medien heutzutage würde eine religion sich noch viel schneller verbreiten als vor einigen jahrhunderten, wo man nur direkt mit den menschen im umfeld kommunizieren konnte. das wäre doch auch eine möglichkeit, oder?


@ saroura:
wir stimmen vollkommen überein. die ersten drei zeilen sind nur ein zitat von Dilan. ich wusste nicht wie man ein zitat einfügen kann, also hab ich es in " " gesetzt. gib zu im nachhinein sieht man das nicht direkt.

einen schönen tag noch

Re: Kleiner Islam Unterricht [Re: sahlia] #237180
22/02/2008 10:53
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mir ist grad aufgefallen, dass ich einbisschen durcheinander gekommen bin. der letzte teil an claudia gehört eigentlich in das thema "warum bin ich zum islam konvertiert".
bin durcheinandergekommen, weil ich beide parallel gelesen hab, sorry. aber vielleicht findet claudia das ja trotzdem.

Re: Kleiner Islam Unterricht [Re: sahlia] #237181
22/02/2008 10:57
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...GERADE wegen der medien heutzutage würde eine religion sich noch viel schneller verbreiten als vor einigen jahrhunderten, wo man nur direkt mit den menschen im umfeld kommunizieren konnte. das wäre doch auch eine möglichkeit, oder?...

Nun, dazu müßte es natürlich erst einmal so etwas wie ein "Wunder" auch wirklich geben und nicht nur allein aus dem Wunschedenken, Glauben oder fehlendem Wissen entspringen.
Und selbst dann wäre es für die Religion schwer, sich gegen Löffelbieger, Verschwörungstheorien, Wunderheiler, Poltergeister und ähnlichem durchzusetzen.
Oder sagen wir es anders: Diejenigen, die an etwas glauben WOLLEN, die tun es bereits, und zwar bald auf der ganzen Welt - da ist kein Ort mehr, wo man noch Anhänger in nennenswerter Menge anziehen könnte, es liefe also lediglich auf eine Umverteilung innerhalb der Glaubensrichtungen hin - das war vor einigen Hundert Jahren noch ganz anders, weil es da noch ein gewaltiges Potential von Personen gab, die zum einen noch nie von einem umfangreichen Religionskonzept gehört hatten und die man zum anderen mit dem Schwert begläubigen konnte. Zumindest der christliche und der islamische Glaube wurden zu einem erheblichen Teil mit Gewalt verbreitet (incl. der Eroberung von Ländern und dem dekretierten Ändern der Staatsreligion), das würde heute so nicht mehr funktionieren...

Re: Kleiner Islam Unterricht [Re: Frogger] #237187
22/02/2008 11:17
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 Original geschrieben von: Frogger
...denn laut Qur'anischer Auffassung sind die meisten der Vorherigen irre gegangen, nachdem die Wahrheit zu ihnen kam. Warum soll er also zu spät gekommen sein?...

Und dasselbe wird die nächste Religion behaupten (es gibt und gab schon mehrere, die das tun oder getan haben). Das einzige Problem heutzutage ist, daß Funk und Fernsehen sofort zur Stelle sind und mit den modernsten Kommunikationsmitteln alle Umstände recherchiert und berichtet werden. Würde HEUTE ein Jesus oder ein Mohammed dasselbe tun, wie früher, würde es nicht nur kleine, sondern eben gar keine Wellen mehr schlagen - deshalb wird es keine neue "Welt"religion mehr geben und die bestehenden, die ja alle auf VERGANGENEN Dingen beruhen, und die sozusagen seit hunderten von Jahren kein "Update" mehr erfahren haben, im Prinzip also "tote" Organismen sind, können es sich in ihren Biotopen gemütlich einrichten, weil nur sie, aufgrund ihres Alters, die Möglichkeit haben, allein mit dem Glauben zu argumentieren.


Hallo Frogger,
Der arabische Begriff ad-din ist ein arabisches Wort, das in der Philologie gleichbedeutend mit den Begriffen Gehorsam und Belohnung ist. Fachwörtlich ist Religion der Glaube an den Schöpfer von Mensch und Universum und an die Lehren und praktischen Bestimmungen, die an diesen Glauben gebunden sind. Das Wort religiös aber wird auf die angewendet, die an den Schöpfer des Universums glauben, selbst dann, wenn sich ihre Überzeugungen und ihre religiösen Praktiken und Rituale mit Irrungen, Entstellungen und Märchen vermischt haben. Auf dieser Grundlage teilen wir die Religionen, in wahre und falsche Religionen. Die wahre Religion birgt dabei in ihrem Grundsatz die richtigen Überzeugungen, die mit der Wirklichkeit im Einklang stehen. Ihre Bestimmungen bestitzen derweil ein ausreichendes Potential, ihre Richtigkeit und ihre Relevanz zu bestätigen.
Die beigesellenden Religionen jedoch entstanden als das Ergebnis der Entstellungen, Irrungen und Ausübungen individueller sowie kollektiver Launen und Begierden.
Die monotheistischen Religionen, die ursprünglichen himmlischen Religionen, zeigen drei universelle Gemeinsamkeiten auf. Den Glauben an den einen Gott, den Glauben an ein ewiges Leben, Vergeltung der Taten, die er in diesem Leben vollbracht hat, und den Glauben an die Erweckung der Propheten und Gesandten, die Gott zur Rechtleitung der Menschen zu ihrer endgültigen Vollkommenheit und Glückseligkeit im Diesseits und Jenseits erweckt hat.
Diese drei Wurzeln verkörpern die endgültigen Antworten auf die entscheidenden Fragen, die sich dem bewusst lebenden Menschen stellen.
Wer ist der Schöpfer des Seins? Wohin führt das Leben? Welcher Weg führt zum besseren Erkennen der rechten Lebensweise?
Die grundlegenden Überzeugungen haben zwingende Gründe und Folgen. Sie alle bilden gemeinsam das anschauliche Systen der Religion. Allein der Dissens in diesen Überzeugungen, ist der Grund für die Entstehung der verschiedenen Religionen, Konfessionen und Wege. Der Hauptgrund, der zur Spaltung von Judentum, Christentum und dem Islam geführt hat, der Dissens hinsichtlich eines Propheten und einer heiligen Schrift gewesen ist. Aus dieser Dissens entstanden weitere Unstimmigkeiten in ideologischen und praktischen Fragen. Einige Überzeugungen stehen deshalb nicht mit den ursprünglichen Lehren im Einklang.
Zur Selbstverständlichkeit der Weltreligion gehört es keine Begrenzung von Raum und Zeit zu kennen. Es ist eine weltumspannende Botschaft die sich nicht auf eine spezielle Zeitspanne oder einem bestimmten Ort der Erde beschränkt. Zu dem gibt es originale Brife, die der Prophet Muhammad den damaligen Herrschern der umliegenden Ländern geschickt hatte wie z.B. dem römischen Kaiser, dem König von Persien....

Die selbständige Rechtsfindung ist ein Begriff aus dem islamischen Recht [scharia] und umfasst das Verfahren zur Rechtsfindung in einer beliebigen Fragestellung. Zur Anwendung der selbstständigen Rechtsfindung muss die notwenige Befähigung zum Rechtsgelehrten [mudschtahid] vorhanden sein. Ein Muslim muss entweder selbst diese Befähigung besitzen oder er löst die Fragestellung durch Nachahmung [taqlid] eines Vorbildes der Nachahmung seines Vertrauens.

Bei den Kriterien der Quellen der Erkenntnis gibt es geringfügige Unterschiede zwischen den Rechtsschulen.

Zudem galt unter Sunniten Jahrhunderte lang die Aussage, dass die "Tore der selbständigen Rechtsfindung" geschlossen seien. Wobei unklar ist, wann genau jene "Schließung" erfolgte, was zu einer Stagnation in der gesamten Entwicklung führte. Manche führen es auf Abu Hamid Ghazzali oder zumindest seine Zeit zurück. Aktuell werden allerdings auch bei Sunniten seit ca. Anfang des 19.Jh. selbständige Rechtsfindungen durchgeführt.

Bei Schiiten gab es jene historische Last nicht in diesem Maß, da das jeweils aktuelle Vorbildes der Nachahmung am Leben sein musste.


Ein edler Mensch zieht edle Menschen an und weiß sie festzuhalten.
Re: Kleiner Islam Unterricht [Re: saroura] #237194
22/02/2008 12:17
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 Antwort auf:
Die wahre Religion birgt dabei in ihrem Grundsatz die richtigen Überzeugungen, die mit der Wirklichkeit im Einklang stehen. Ihre Bestimmungen bestitzen derweil ein ausreichendes Potential, ihre Richtigkeit und ihre Relevanz zu bestätigen.


dann ist es m.e. doch aber so, dass für jeden anhänger egal welcher religion SEINE die wahre ist, oder?

Re: Kleiner Islam Unterricht [Re: saroura] #237200
22/02/2008 12:22
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Sehr schöner Artikel!

...Allein der Dissens in diesen Überzeugungen, ist der Grund für die Entstehung der verschiedenen Religionen...

da bin ich mir allerdings nicht sicher, denn nach meiner Überzeugung haben die Erringung persönlicher und machtpolitischer Vorteile maßgeblichen Einfluß auf die Religionsausgestaltung (nicht die -gründung) gehabt.

...Diese drei Wurzeln verkörpern die endgültigen Antworten auf die entscheidenden Fragen, die sich dem bewusst lebenden Menschen stellen...

dem gläubigen Menschen - es gibt auch Personen, die die Insignifikanz der Existenz und auch die nicht-göttliche Schöpfung akzeptieren und streng gegenwartsbezogen leben. Ebenso wie die anderen diesen vorwerfen, sich nicht auf das "spätere" Leben vorzubereiten und das Jetzt gegenüber dem zukünftigen Heil zu bevorzugen, geht der Vorwurf andersherum in die Richtung, daß nicht die volle Kraft in die Existenz gesteckt wird, sondern man diese (Kreft) vielmehr verschwendet, indem man auf einen "Zug wartet, der nie kommen wird".

...die der Prophet Muhammad den damaligen Herrschern der umliegenden Ländern geschickt hatte wie z.B. dem römischen Kaiser, dem König von Persien...

nun, die Existenz der Personen ist durchaus belegt, die Existenz der Propheten oder Götter jedoch nicht, denn da gleitet die Überlieferung ins metaphysische ab.

...Bei den Kriterien der Quellen der Erkenntnis gibt es geringfügige Unterschiede zwischen den Rechtsschulen...

Es ist nicht so sehr die Methode der Auslegung (im deutschen Recht wird übrigens auch die historische Auslegung bevorzugt, bei der man sich fragt, welche Intention der Gesetzgeber bei einem Gesetz hatte), sondern die Interpretation. Da gibt es im Endeffekt mitunter Unterschiede, die bis zum Gegensätzlichen führen können. Was Du nicht erwähnt hattest, ist, daß einige Rechtschulen mehr Einfluß haben, als andere, was aber (leider) durchweg nicht auf der höheren Qualität ihrer Interpretationen, sondern auf massiven finanziellen und politischen Ünterstützungen (z.B. in/von Saudi-Arabien) beruht.

Re: Kleiner Islam Unterricht [Re: Karmoussa] #237205
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...dass für jeden anhänger egal welcher religion SEINE die wahre ist, oder...

das ist sogar zwingende Voraussetzung, weil er sonst Häresie begehen würde und der Gemeinschaft seiner Religion schadet. Fast alle Religionen sind ja nicht in erster Linie wegen ihrer Lehre, sondern wegen ihrer Gemeinschaftsdisziplin erfolgreich (weshalb es in allen Religionen reiche Rituale und Regeln gibt, die gruppendynamische Prozesse hervorrufen).

Re: Kleiner Islam Unterricht [Re: Frogger] #237206
22/02/2008 12:27
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ja, nur komischerweise behaupten die anderen nicht, die einzig wahre zu sein, sondern sind durchaus zu friedlicher koexistenz bereit und in der lage.

Re: Kleiner Islam Unterricht [Re: Karmoussa] #237219
22/02/2008 12:58
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Das erklärt sich zum Teil aus der Entstehungsgeschichte, zum Teil aus dem Alter einer Religion (je älter und etablierter, umso kooperativer), aber auch aus dem Tenor einer Botschaft (wie wird der Gott dargestellt).

Auch die christliche Religion hat z.B. mit den Missionierungen des Altertums und Mittelalters eine Linie des "und bist Du nicht willig, so brauch' ich Gewalt" verfolgt. :-)

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