...es gibt immernoch die Familie,Verwandschaft,Nachbarn und zuletzt Staatl.hilfe,verhungern tut keiner,der Hilfe sucht!...
Schön für Dich, daß Du Tunesien nur aus dieser Erfahrung kennst. Ich kenne Familien, die noch nicht einmal einen Fernseher besitzen - oder Möbel... Und zum Überleben gehört mehr, als Essen und Dach über dem Kopf, dies reicht nur zur bloßen Existenz, doch bietet keine Perspektive auf einen dauerhaften Erhalt oder gar eine Verbesserung der Lebensumstände.
Es gibt eine Menge junger Leute, die ob ihrer Lebensperspektiven extrem depressiv sind (Depression scheint in Tunesien ohnehin vergleichsweise häufig vorzukommen), und die alles tun würden, um diese Perspektive (allein schon die Aussicht, noch nicht einmal nur den momentanen Zustand) zu verbessern.
...sondern aus profitgier,und um ein reiches u schönes leben in eu geheiratet-zutreffend auch auf den reichen tunesischen Mann...
Eine Parole wird durch ihre Wiederholung nicht richtiger. :-)
...Also da sind schon Gesetze vorhanden...
Ebenso wie in Deutschland, da frage ich mich dann nur, wieso z.B. so viele Kinder unter der Armutsgrenze leben.
...wieso sollte dann der Mann das Kind entführen,wenn alles i.O ist...
nun, ich könnte ketzerisch antworten: weil es vielleicht nur für Dich "in Ordnung" zu sein scheint, oder weil eine "Krisensituation" sich sogar innerhalb von Minuten entwickeln könnte (es gibt durchaus Frauen, die als glückliche Familie in den Urlaub fuhren und alleine zurückkamen).
Doch ich stimme mit Dir überein, daß viele ihr "Recht" nicht wahrnehmen werden, um größere Vorteile zu haben (wie schon erwähnt, z.B. eine Familie, Arbeitsplatz, Haus, etc.) - doch Recht bleibt eben Recht, und die Gefahr an sich besteht stets, daß derjenige, der ein Recht hat, es irgendwann auch einmal in Anspruch nehmen könnte, davor die Augen zu verschließen wäre leichtsinnig.
Ist halt eine unglückliche Situation, daß selbst in einer glücklichen Familie eine Frau stets mit der Möglichkeit konfrontiert ist, daß ihr die Kinder rechtmäßig(!) entzogen werden können. Das trägt nicht zum Wohlbefinden bei, doch eine Änderung der Lage sehe ich in absehbarer Zukunft nicht.