...aber der großteil ist auf Verbitterung aufgebaut...
Ursache und Wirkung sind genau andersherum - die Geschichten sind nicht so, weil eine Person verbittert ist, sondern die Verbitterung ist entstanden, weil die Geschichte so abgelaufen ist.
...aber der großteil ist selber schuld...
Nein, das kann man nicht sagen. Der einzige wirkliche Fehler der meisten Betroffenen ist es gewesen, an eine Sache und Person so heranzugehen, wie man es aus seinem Lebensumfeld her gewöhnt gewesen ist und diese Strategie aufgrund völlig anders gelagerter Lebensumstände falsch war. Das KANN man zwar strenggenommen als Schuld des Betroffenen sehen (ebenso wie man bei so gut wie jedem Unfall dem Opfer irgendwie eine Mitschuld zuweisen könnte), doch diese Sichtweise ist zu einfach.
Analog dazu, wie der deutsche Gesetzgeber den Verbraucher vor "unvermuteten" Vertragsklauseln in Verträgen schützt und damit konzidiert, daß unerfahrene Verbraucher am "Hereingelegtwerden" nicht automatisch SELBST schuld sind, muß man auch den liebestrunkenen Europäer in Tunesien betrachten, der zwar die übliche (normale) Sorgfalt einhalten mag, doch, zumindest ohne Vor-Erfahrung, nicht bedenken kann, daß die eben dort nicht ausreicht und ganz BESONDERE Sorgfalt/Achtung an den Tag gelegt werden muß (also leichte "Fahrlässigkeit" und im Normalfall nicht etwa grobe oder gar Vorsatz).
Daß 1001Geschichten dazu beiträgt, Personen dafür zu sensibilisieren, kann nur als positiv betrachtet werden, insbesondere, da vor Ort ein Betroffener kaum auf "Schutz" hoffen kann. Die Wortwahl mag zwar unvorbereitete Besucher irritieren, doch bei der Vielzahl der dort dokumentierten Fälle mag die Betonung der Vor-sicht besser sein als das Zeigen der Rück-sicht. :-)