Hallo an alle,
bestimmt ist es euren Männern auch schon so ergangen, dass sie vermutlicher Weise besonders aufgrund der Sprachschwierigkeiten noch keine “guten“ Jobs bekommen, falls sie überhaupt schon die Arbeitserlaubnis haben.

Mein Mann hat ja die Arbeitserlaubnis glücklicher Weise gleich bekommen weil er ja in Bonn geboren ist.

Nachdem er ja vormittags bis ca. 13.00 Uhr den Deutschkurs besucht, kommt bei der Arbeitssuche noch eine weitere (von den anderen “Einschränkungen“ durch den Glauben mal abgesehen) dazu.

Also, haben wir eine Stelle als Küchenhilfe bekommen. In einem Restaurant in Gersthofen, das sich auf karibische Spezialitäten spezialisiert hat. 6 Euro Stundenlohn. Schuften wie ein Tier und die Behandlung war auch nicht anders. Jeder Toilettengang wurde vom Chef mit “in einer Minute bist du zurück“ dokumentiert, wobei die anderen Mitarbeitern aber einfach zur Toilette gingen. Von seltsamen Späßen wie:"du kannst ja am Platz dein Geschäft verrichten" usw. mal ganz abgesehen und einem weiteren “Spaß“ mit vor den Bauch gehaltenem Messer des Chefs gegenüber meinem Mann…

Als er dann zu meinem Mann bei der Arbeit “halt die Klappe“ entgegen brachte und mein Mann dann sagte, man könne auch anders mit ihm sprechen (sinngemäß), war der Job für uns und ebenfalls für den Chef (wie wir jetzt auch wissen, nachdem ich nicht meinen Arsch wie von ihm gewünscht dort hin bewegt habe). Auf diesen Job - wie gesagt - legten wir beide keinen Wert, weil Arbeiten nichts mit Erniedrigung und Sklaverei zu tun hat…

Mittlerweile allerdings sollte das Geld überwiesen werden, was bis jetzt noch nicht geschehen ist. Beim Nachfragen bekamen wir wieder einige doch widersprüchliche Informationen, wie:
das Geld kam zurück, weil die Kontonummer nicht richtig war (ich war aber neben meinem Mann als er diese durch gegeben hat?
sie wissen nicht wie viel er gearbeitet hat, er soll seine Stunden durch geben (als mein Mann seine Stunden eintragen wollte, sagte allerdings die Vorgesetzte, sie würde dies erledigen)…
dann teilte mein Mann ihr diese mit, dann sagte sie, sie müsste die genauen Tage und Stunden wissen…

So, wie gesagt, bis jetzt immer noch kein Geld für diese Schufterei und Sklaverei.

Auf zum nächsten Job. In einem (fast landsmännischen, gut situierten Lokal). Wie toll, bei Ramadan könnte er sogar mit der Familie essen, kurz Pause machen. Solle aber als Kellner arbeiten mit 6-Tage Woche, im Durchschnitt zwischen 8-10 Stunden, für insgesamt 700 Euro im Monat. Und das ohne Trinkgeld, weil der Chef immer selber kassiert…
Wir haben uns das ausgereechnet, das wären ca. 4 Euro Stundenlohn…

Willkommen in der Sklaverei… [Durcheinander]

Wie sind eure Erfahrungen, bzw. der eurer Männer?