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was macht einen gläubigen aus?
#216348
29/08/2007 14:16
29/08/2007 14:16
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Joined: Jul 2002
Beiträge: 1,735 Löwengrube
Martha
OP
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OP
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Joined: Jul 2002
Beiträge: 1,735
Löwengrube
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um in den anderen themen nicht den rahmen zu sprengen, hier noch eins. kopftuch hatten wir schon, jetzt mal zum fleisch: in den heiligen schriften gibt es fleischvorschriften. warum wohl? mal vorausgesetzt, diese schriften wurden erstellt, um den menschen die richtung zu weisen (was zu der zeit relativ sinnlos war, weil ja fast niemand lesen konnte) also mal vorausgesetzt, diese regeln wurden zum wohl der menschen erstellt. u.a. im koran ist schächten pflicht. mal ganz im ernst, gab es damals schon bolzenschußanlagen, injektionen? veterinäruntersuchungen? ne. gab es möglichkeiten schweinefleisch zu kühlen, damit man sich nicht dran vergiftet? ne. und abgehangenes schweinefleisch macht sicher krank. letztendlich ist aber ein gewolltes oder ungewolltes resultat, kann ich nicht beurteilen, dass die tiere dabei möglichst wenig leiden. wenn das messer zum dritten mal angesetzt wird, darf das fleisch nicht mehr gegessen werden. warum? weil fleisch ein rares gut war, die ordentliche zucht dauerte nämlich... damit das tier nicht leidet diese auflage, damit nicht jeder idiot mit dem messer oder sonstwas dranrumwürgt. keiner hatte tiere übrig zum wegwerfen. ggefallen tut mir auch, dass sich der schlachter beim tier bedankt. es hat etwas würdevolles. wie siehts aber nun 2007 aus? die würdevoll geschächteten tiere, wie haben sie denn gelebt? googelt doch mal unter kastenstand oder kuhtrainer. was man da sieht, möchte man nicht mehr auf dem teller haben. seit ich wieder in d bin habe ich für mich beschlossen, dass mich nur zweitrangig interessiert, ob das tier halal geschlachtet wurde, sondern ob es ein leben hatte mit sonnenlicht, gras, bewegung. also bleibt mir nur, fleisch nur von den metzgern zu beziehen, die eine angabe des züchters und aufzuchtbetriebes nachweisen können. bei einem deutschen metzger bin ich rausgeflogen, als ich danach gefragt habe, die meisten haben mich verstanden, sehen sich aber nicht dazu in der lage, solches fleisch zu verkaufen wegen des konkurrenzkampfes. aber wer suchet, der findet. leider auch in den größeren städten kommt das fleisch der moslemischen metzger nicht aus der viehzucht, sondern aus der gleichen fleischproduktion wie unser supermarktfleisch. zugunsten der tiere habe ich mich dann dazu entschieden, bei deutschen metzgern zu kaufen. ich verwende ausschließlich charolaix-rind, da man charolaix-rinder nicht einstallen kann. sie brauchen weide zur vermehrung. so hab ich es recherchiert, und bis mir jemand was anderes glaubhaft macht, bleibe ich dabei. außerdem neuseelandlamm, denn die neuseeländer wären blöd, wenn sie kleine ställe bauen würden, um die lämmer einzusperren. bis vor kurzem hatte ich einen metzger in der nähe, da gabs auch huhn und pute aus freier haltung. übrigens schützt biofleisch nicht davor. in einer sehr bekannten biokette wurde nachgewiesen, dass die tiere in polen gezüchtet und gezogen werden, und zwar zu beschissensten bedingungen, dann hierhertransporiert, noch ein paar wochen auf die wiese und schon hat man biofleisch in froßen mengen. sehr rentabel. durch unseren umzug gibts leider keinen metzger mehr, der selber schlachtet von bauern die man besuchen kann, deshalb charolaix und neuseeland... ich kaufe nur freilaufende eier. manchmal esse ich auch schweinefleisch. ich finde es nämlich auch nicht ok, bei einer einladung beispielsweise die menschen vor den kopf zu stoßen und ihr essen stehen zu lassen, weil sie sich nicht an meine regeln gehalten haben. das fleisch das mir zugedacht war, landet dann nämlich im müll, und das tier ist umsonst gestorben. das hat gott so sicher nicht gewollt. schweinefleisch vermeide ich zu hause überwiegend schon aus dem grund, dass es extrem antibiothikahaltig und auch ansonsten medikamentenverseucht ist, das kann mohammed aber nicht gewußt haben. in anbetracht all dieser umstände und der rassenvermischung frage ich mich ernsthaft, ob es nicht doch bald einen neuen propheten gibt, der uns (von t-online präsentiert) ein update 1.1 der bibel und des koran verbreitet. oder ob es sich nicht mehr lohnt, weil tatsächlich die endzeit naht?? dann müßte ich mir um die antibiothika auch keine gedanken mehr machen.
aber bis das geklärt ist mach mir so meine eigenen gedanken, und wenn gott das nicht gewollt hätte, wär ich blöd geboren.
wem der schuh paßt, der zieht ihn sich an
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Re: was macht einen gläubigen aus?
[Re: Martha]
#216377
29/08/2007 16:52
29/08/2007 16:52
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Joined: Dec 2006
Beiträge: 320 Köln
sarahk
Mitglied
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Joined: Dec 2006
Beiträge: 320
Köln
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Es gibt sooo viele Vorschriften, die entstanden sind, um das Leben der damaligen Menschen (zu einer Zeit, wo's noch keine Gesetze gab) zu regeln, in sozialer Hinsicht, gesundheitlicher, hygienischer. Sie waren damals richtig und gut. Mit Religion hatten sie im Grunde wenig zu tun. Wenn jemand heute aus Tradition oder Strenggläubikeit das alles befolgt, soll er, wie er mag. Ich selbst glaube nicht, daß es Gott interessiert, welches Fleisch wir essen, ob wir an einem bestimmten Wochentag fasten oder nicht. Das sind genau die Äußerlichkeiten, die schon Jesus angeprangert hat und die rein gar nichts über die innere Einstellung aussagen. Und die ja teilweise auch ganz schön pervers umgekehrt werden, sh. Fischverzehr am Freitag. Bewußter Umgang mit der Natur, Verantwortung übernehmen, da wo man steht, Mitmenschlichkeit, die sog. "Nächstenliebe", das sind meiner Meinung nach, die gefragt sind. Das kann man zwar auch ohne gläubigen Hintergrund leben. Für mich sind sie eine ganz logische Folge meiner Gläubigkeit.
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Re: was macht einen gläubigen aus?
[Re: sarahk]
#216608
30/08/2007 15:39
30/08/2007 15:39
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Joined: Apr 2006
Beiträge: 6,893 DE: NW
Frogger
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...Mit Religion hatten sie im Grunde wenig zu tun...
Eine Lehrmeinung ist, daß der göttliche Glaube dort beginnt, wo damit ein spirituelles Erlebnis verbunden ist und daß alle Vorschriften, bei denen das nicht der Fall ist, lediglich von Menschen erschaffene Vorschriften darstellen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt für eine bestimmte Situation getroffen wurden,und insofern zwar "Religion", doch nicht "Glaube" sind.
Untersuchte und bearbeitete man Koran und andere Schriften nach dieser Prämisse, würde immer noch genug ernsthafter "Glaube" übrigbleiben, doch jede Menge versteinerte Relikte aus vergangenen Zeiten und Manifestationen von ordinär menschlichem Dominanzdenken würden entfallen, die die Religion heute zum Spott anderer machen - und es wäre der Weg zu einem weithin akzeptierten Glauben wieder frei.
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