...Denn für mich sind das alles Versuche von Menschen ihr Dasein zu erklären und vor alle, Versuche, einen Sinn zu finden und "das Endliche", "den Tod" irgendwie abzumildern...
und auch, um nicht erklärbare und fatale Situationen zu durchleben und eigenes Unvermögen nicht als solches erkennen bzw. erdulden zu müssen. Es ist für die mentale Hygiene wesentlich besser, ein Thema als "es hat nicht sollen sein" ablegen und vergessen zu können, als es unter "ich war zu blöd/schwach/langsam, habe die falsche Entscheidung getroffen" zu verbuchen und immer wieder darüber nachdenken zu müssen.
Die Akzeptanz des eigenen Unvermögens und der eigenen insignifikanten Stellung im Universum ist etwas, das Philosophen und Menschen mit trefflichen geistigen Fähigkeiten über Jahrhunderte beschäftigt hat - und kaum einer von denen hat letztlich Zufriedenheit oder Ruhe gefunden, einige sind stattdessen vielmehr in den Wahnsinn gefallen.
Schön, daß es solche Menschen gibt, doch muß man selbst unbedingt auch einer von denen sein - oder ist es nicht viel besser, in einem geordnetem Leben und einer guten Familie zu sein, mit überschaubaren Grenzen und Möglichkeiten, einem Glauben an ideale Zustände und besserem Leben, auch nach der eigenen körperlichen Existenz, um die zwangsläufig unerfüllten Hoffnungen während dieser zu konterkarieren, und innerhalb des eigenen Horizontes glücklich zu sein?
Das, genau das, muß jeder selbst ultimativ für sich entscheiden, und wie immer die Entscheidung ausfällt, so muß sie zumindest Respekt abnötigen. :-)