...dass relligionswegbruch und werteverfall etwas miteinander zu tun haben...

es muß an dieser Stelle aber auch erlaubt sein, zu hinterfragen, ob es ein "Werteverfall" ist (denn die Werte werden ja eben durch die Mitglieder einer Gemeinschaft selbst definiert), oder ob es ein "Wertewandel" ist, bei dem also eine Umdefinierung der Werte durch die Gesellschaft stattfindet und die Werte dem realen Leben angegliechen werden (analog, wie es auch mit formalen Gesetzen geschieht). Falls dies nämlich der Fall ist, so kann man es auch mit Leuten zu tun haben die "im Gestern" leben und an Werten festhalten, die zwar für sie oder in der Vergangenheit wichtig sind und waren, doch die für die Gesellschaft selbst obsolet geworden sind.
Dies kann also durchaus einen Übergang in der Gesellschaft zu einem anderen System kennzeichnen. Inwieweit eine Gesellschaft wirklich "bereit" ist für einen solchen Schritt, ist eine andere Frage, sie kann an dem Versuch der Änderung oder Evolution ebenso zugrundegehen, wie daraus auch erstarkt hervorgehen - doch ob eine solche Änderung wirklich negativ ist, zeigt sich erst im Nachhinein.