Aber Mahdia, trotzdem ist er doch für sich selber verantwortlich. ER hat sich doch so entschieden. Das ist ja einfach, zu sagen, da ist ein böser Freund und der hat ihn beeinflusst.
Norbert: Natürlich gibt es Fundamentalismus überall, wie du sagtest, v.a. auch in USA. Das mindert oder relativiert doch aber nicht das, was auch von muslimischer Seite kommt.
Meine Meinung ist, dass alles, wo die Leute aufgefordert werden zu glauben, zu gehorchen, Verantwortung abzugeben, schlecht ist für eine Gesellschaft. Die Welt wäre um einiges besser, wenn wir alle Buddhisten wären ;-), die glauben nämlich daran, dass ALLES, was sie tun, Einfluss hat und dass sie in jeder Sekunde volle Verantwrotung für IHR Tun tragen. Da ist nix mit Insh'allah und gottgegeben und Schicksal etc. Da ist es natürlich auch wesentlich einfacher 5 Mal am Tag vorgegebene Sätze runter zu beten oder in einen Beichtstuhl zu gehen und sich die Absolution zu holen. Die Buchreligionen waren und sind immer noch politische und soziologische Instumente, die sicherlich auch einmal Sinn gemacht haben. Aber ohne Reformation wird man im 3. Jahrtausend damit an Grenzen stossen.