Ich nehme mal an, murat meinte die Türken der 2. und 3. Generation - die ja laut Papieren eigentlich Deutsche sind, auch wenn sie türkische Vorfahren und Namen haben. Menschen also, die hier geboren wurden, hier aufgewachsen sind und aus dem deutschen Bildungssystem geschöpft haben. Aber auch die haben streckenweise einen schlechten Ruf. Teilweise haben sie - trotz aller ihnen offen stehenden Möglichkeiten - den Sprung aus der Unterschicht nie wirklich geschafft. Was aber häufig an den Elternhäusern liegt. Wenn Kinder, die in Deutschland geboren wurden, bei der Einschulung kaum oder kein Deutsch sprechen, weil zuhause ausschliesslich türkisch gesprochen wurde und sie - bis zur unvermeidlichen "Vermischung" durch Schulbeginn - sozusagen isoliert aufwachsen mussten, ist das nicht der Fehler der Kinder, sondern der Fehler der Eltern. Wenn Frauen, die nach 20, 30 Jahren in Deutschland noch immer kein Wort Deutsch können und selbst die Männer, die im Arbeitsleben stehen, nur gebrochen, dann liegt der Fehler bei diesen Leuten - nicht bei der Gesellschaft. Integriert werden kann nur, wer will und sein "Ghetto" verlässt. Aber wie oft sieht man, dass in einer großen Firma die türkischen Kollegen unter sich bleiben?
Und auch die türkischen "Gangs" (deren hoffnungslose Situation auch aus dem oben Genannten herrührt) tragen nicht unbedingt zu grösserer Akzeptanz bei.
Kein Mensch wird Probleme haben mit Türken, die "normal" zwischen uns leben, arbeiten, gut Deutsch sprechen. Die Probleme - auf beiden Seiten, deutscher und türkischer - rühren doch wohl weitgehend eben von diesen Randgruppen her, die ihre erfolgreiche Integration sozusagen "selbst verhindert" haben.
Liebe Grüße
Susanne