Was ist eigentlich Sucht ?
Sucht ist ein Thema, von dem sich alle Menschen persönlich gern distanzieren, trotzdem aber grundsätzliches dazu zu sagen haben. JEDER Mensch hat bei dem Begriff Sucht ein Bild vor Augen von Betroffenen und hat persönliche Meinungen dazu, was Sucht ist, wo sie herkommt und was man am besten dagegen tut.

Eine allgemeingültige Definition von Sucht gibt es nicht !
Sucht war in der deutschen Sprache ursprünglich das Wort für Krankheit. Heute versteht man darunter eine krankhafte, zwanghafte Abhängigkeit von Stoffen ( oder Verhaltensweisen ! );
Das Verlangen nach einer ständig erneuten Einnahme dieser Stoffe ( Wiederholen der Verhaltensweisen), um ein bestimmtes Lustgefühl zu erreichen oder Unlustgefühle zu vermeiden. Dieser Zustand tritt nach einer längeren Phase der Gewöhnung ein, wenn ein regelmäßiger oder dauernder Konsum (Verhalten) zu einer physischen und/oder psychischen Abhängigkeit geführt hat.

Physische Abhängigkeit
Von physischer Abhängigkeit spricht man, wenn der Körper den Stoff in seinen Stoffwechsel eingebaut hat und nach Absetzen der Drogen körperliche Entzugserscheinungen wie Schweißausbrüche, Fieber, Muskelschmerzen, Erbrechen etc. auftrete.

Psychische Abhängigkeit
Der Begriff der psychischen Abhängigkeit wurde eingeführt, weil bei einigen Suchtmittel keine körperliche Abhängigkeit eintritt. Das Verlangen den Konsum fortzusetzen ist jedoch sehr stark und nicht mehr steuerbar. Wenn das Mittel abgesetzt wird, treten Unlustgefühle und Depressionen auf.
Sucht bedeutet in beiden Fällen Unfreiheit.
Der Mensch kann mit dem Suchtmittel nicht mehr frei umgehen.

Süchtiges Verhalten
Es gibt sehr viele Mittel, aus deren Gebrauch eine zwanghafte Abhängigkeit, Sucht, entstehen kann.
In der Öffentlichkeit wird vor allem die Abhängigkeit von illegalen Drogen, Alkohol und Medikamenten zum Thema gemacht.
Was aber ist mit Spielsucht? Kaufsucht? Arbeitssucht? Fernsehsucht? Eß- und Brechsucht? Nicht stoffgebundene Abhängigkeiten sind oft auf den ersten Blick nicht als süchtige Verhaltensweisen zu erkennen. Aber auch sie können ebenso zur „Krücke“ für Lebensbewältigung werden wie stoffliche Suchtmittel und genauso zerstörerisch sein. Dabei erscheint es dem/der Betroffenen zunächst so, als bringe das Suchtmittel Erleichterung, Entlastung in einer schwierigen Situation. Erst nach einiger Zeit stellt man fest: „ Nicht ich habe die Droge (unter Kontrolle), sondern das Mittel hat mich.“

Eine halbe Mio. Kinder u. Jugendliche Alkoholkrank
In Deutschland sind fast eine halbe Millionen Kinder und Jugendliche abhängig von Alkohol. Teilweise kommen Kinder schon im Alter von nur vier Jahren zum ersten Mal mit Alkohol in Kontakt. Mit zehn Jahren sind sie bereits süchtig. Durch Wett-Trinken hat der Alkoholkonsum in Deutschland erschreckende Ausmaße angenommen. Die legale Droge Alkohol findet in der Gesellschaft viel Akzeptanz und gerade deshalb wird ihre Gefährlichkeit immer wieder unterschätzt. Laut einer Studie der WHO trinkt die heutige Generation deutlich mehr, als es bei früheren der Fall gewesen ist.

dann kann die forderung auch nur lauten, keinen alkohol auszuschenken, wo sich kinder aufhalten. der gedankenlose konsum gaukelt ihnen vor, es wäre harmlos. ebenso muss jede werbung für alkohol abgeschafft werden. und natürlich sollte sich auch in haushalten mit kindern kein alkohol befinden und auf gar keinen fall die kinder "aus spass" (weil sie ja - anfangs - das gesicht so "drollig" verziehen, probieren lassen.

sicher, ich rauche, daher meine vehemenenz. aber es kotzt mich echt an, wie alkoholiker, die nicht weniger schaden an sich und anderen anrichten, immer gehätschelt werden, während die raucher, die steuern ohne ende zahlen, permanent verteufelt und ghettoisiert werden. und ich glaube, keiner von uns rauchern ist stolz drauf, zu rauchen und keiner hat nicht x-mal versucht, damit aufzuhören. wenn es so leicht wäre, wie gerade ihr, die wahrscheinlich zum größten teil nie geraucht haben (oder die militanten ex-raucher), meint, würde wohl kein logisch denkender mensch noch rauchen. [Wütend]