Ich kann dein Erlebtes ja nicht beurteilen und wenn du dich immer zu sehr angepasst hast und damit auf die Nase geflogen bist, so kann ich deine Reaktion nachvollziehen.

Für mich jedoch war von Anfang an klar, das mein Mann betet und seit er hier lebt hat er sich in meinen Augen zwar verändert (kein Alkohol, nur hallal Fleisch was am Anfang als er her kam nicht so war) bei näherem Betrachten hat er sich als Mensch nicht verändert sonder nur versucht seinen in Tunesien gelebten Weg hier zu finden. In seiner Heimat ist es völlig klar, das es nur hallal Fleisch gibt, Freitags in die Moschee gegangen wird und naja das mit dem Alkohol lassen wir mal beiseite da es da noch hakt, was mich nicht stört und mir nur zeigt er ist doch noch der selbe. nur scheint es auf den ersten Blick als würden große Veränderungen anstehen und auch das gibt im ersten Moment Probleme, jedoch hat er sich durch das beten oder in die Moschee gehen bis jetzt noch nicht verändert und ich denke das ist bei 90% der Fall. Sicher gibt es da Ausnahmen die dann zum Radikalismus neigen.
Aber ich würde ihn so lange er seine Religion lebt, und zwar friedlich und für mich in akzeptablen Rahmen nie verlassen.

Dinge die er an mir verändern möchte betrachte ich zunächst und wenn ich denke es ist zu meinem besten und Vorteil warum nicht, aber sofern ich von meinem Willen her gegen etwas bin, würde ich mich nicht drauf einlassen sondern lieber dikutieren das er meinen Standpunkt versteht.

Es sind zwei völlig andere Kulturen, aber nur weil wir hier frei Leben und entscheiden heisst es nicht das wir schlecht sind. Es ist eher so das wir meiner Meinung nach fester im Leben stehen, da wir immer wählen müssen zwischen gut und schlecht und nicht alles gleich haram ist und die Nachbarn meckern würden. Wir haben gelernt einen für uns guten Weg in dieser Freiheit zu finden, was für die muslime die hierherkommen sicher erstmal gar nicht so einfach ist.