Ich habe gute Bekannte in Djerba und leider musste ich auch die Erfahrung machen, dass Katzen und Hunde allgemein als etwas Schmutziges gelten. Eine gut bekannte Familie hält sich einen Hund, angebunden an einer nicht allzu langen Leine Tag und Nacht, nur um das Haus zu bewachen. Ansonsten keine Ansprache oder Spaziergang, aber gar nichts, dies sei nicht nötig. Er sei auch sehr böse und aggressiv. Ist ja kein Kunststück, er wird ja zu dem gemacht. Er bekommt Resten zum Essen sofern es welche hat und Wasser.
Einer anderen Familie ist den Kindern ein Hund zugelaufen. Vorerst behielten sie ihn und banden ihn ebenfalls vor dem Hause an. Nach einigen Monaten wurde er krank, besser gesagt er bekam Ungeziefer und er wurde losgelassen und vom Haus verjagt und wurde nie mehr gesehen.
Problem ist ja auch, dass sie sich einen Tierarzt oder Floh- und Zeckenspray gar nicht leisten können, zumal sie meistens auch kein Geld für sich selber haben um zum Arzt zu gehen.
Viele Tunesier kämpfen in ihrem Land selber ums Überleben. Wer eine Anstellung hat, ist schon gut dran und muss oftmals viele Familienmitglieder auch nocht mitfüttern mit dem kleinen Lohn.
Der grösste Teil der Bevölkerung in Djerba ist wahrlich nicht auf Rosen gebettet, aber oftmals sind sie gleichwohl zufriedener als wir.
Leider glauben viele die in der Tourismusbranche arbeiten, dass uns das Geld nur so runter geschneit kommt ohne viel zu machen. Tatsache ist aber, dass viele von uns arbeiten und bickle um uns Luxus zu leisten und dabei oftmals auch krank werden. C'est la vie!!