"viel wichtiger ist es, einen anderen nicht im Unklaren zulassen, wenn man mehr weiß als der andere, wenn der eine weitreichende Entscheidung für seine Zukunft fällt - ich denke, daß ist sehr wohl unsere moralische Pflicht, wenn wir ernsthaft für Werte eintreten und sie verteidigen wollen."

- Sie haben doch schon geheiratet. Und würdest du da sein und mir helfen wenn dann mein wütender Ex vor meiner Tür steht? Ich glaube kaum!

"und natürlich auch, Unwahrhaftigkeit und Berechnung als "schlechte" Eigenschaften nicht zu tolerieren oder gar indirekt zu unterstützen, sondern den Versuch zu unternehmen, sie negativ zu sanktionieren bzw. einem solchen Verhalten Grenzen aufzuzeigen"

- Ja, das ist einfach, nicht wahr? Anderen Ratschläge zu geben und sich als der moralisch besser darzustellen während es einem selbst gut geht und dem anderen schlecht! Ich habe so den Eindruck das du überhaupt nicht verstehst, in was für einer psychischen Situation ich mich gerade befinde. Wenn du mal in der gleichen Situation bist können wir weiterreden. Oder ist es moralisch jemandem, der bis zum Hals im Sumpf steckt, der versucht aus dem Sumpf herauszukommen um nicht unterzugehen, zuzurufen: "Ach hilf doch noch der anderen Person, die da am Rand des nächsten Sumpfes steht, du kannst sie zwar im Moment nicht sehen oder hören, aber sie könnte ja auch bald bis zum Hals im Sumpf stecken, das ist deine moralische Pflicht und wenn du dabei selbst untergehst, egal, hauptsache du hast ihr "geholfen"!"
Sorry, aber ich arbeite im sozialen Bereich, helfe Leuten so gut ich kann und muss mir wirklich nichts von wegen moralischer Pflicht anhören!