Hmmmm ..... wenn ich zu der "Sicherheitsfrage" mal laut nachdenken darf:
Wir erleben derzeit eine Phase der Polarisierung, und eben das scheint mir der Sinn hinter den Attentaten zu sein. Es soll ein Kampf zwischen Kulturen heraufbeschworen werden, den momentan so recht niemand führen will.
Meines persönlichen Erachtens sind alle sicherheitstechnischen Bemühungen in diesem ganzen Raum eher zur Beruhigung ausländischer Besucher gedacht als von wirklichem Effekt. Wer hinschaut, der sieht es: da stehen an irgendwelchen Straßenecken bis an die Zähne bewaffnete, aber sehr unaufmerksame und sehr gelangweilte, korrupte Soldaten. Eine effektive Terrorismusabwehr traue zumindest ich denen gar nicht zu. Dazu kommt, zumindest in Ägypten, ein sehr lockerer Umgang mit den überall vorhandenen Metalldetektoren; obschon ich Metalle bei mir hatte und die Geräte jedesmal entsetzt aufheulten, lächelte mich der Zuständige freundlich an, sagte: "No matter! Please make your way and have a nice day!" - und im Urlaub sehe ich nicht halb so seriös aus wie üblich.
Mein niederschmetterndes Fazit: es wird eine persönliche Mutprobe bleiben, diese Hemisphäre zu bereisen. Derzeit kann man sich noch auf die eigentliche Bevölkerung verlassen; so schnell wird sie sich ihre (Gast-) Freundlichkeit, ihre Fröhlichkeit, Aufgeschlossenheit und Gelassenheit nicht wegbomben lassen. Ich jedenfalls freue mich, die Hauptattraktionen Ägyptens wenigstens mal gesehen zu haben und würde / werde das Land auch weiterhin bereisen. Wenn ich auch auf die Besichtigung von Monumenten, zentralen Plätzen und sonstigen Touri-Versammlungen weit Abstand nähme und dafür Sorge trüge, möglichst allein zu bleiben um kein Ziel zu bieten.
Sorry ... aber mehr Zuversicht kann ich nicht verströmen.