Tunesiens Tierwelt hatte jahrhundertelang einen schweren Stand. Die von Hannibal verwendeten Kriegselefanten und die Löwen, denen die Christen von den Römern zum Fraß vorgeworfen wurden, sind zwei Beispiele für Tierarten, die fremden Machthabern in Tunesien zum Opfer gefallen und heute ausgestorben sind. Auch die französischen Trophäenjäger dezimierten zahlreiche Spezies, darunter Berberhirsche und einige Gazellenarten; die verbleibenden Tiere konnten nur dank staatlicher Schutzmaßnahmen vor dem Aussterben bewahrt werden. Zwei Antilopenarten, die Addax- und die Oryx-Antilopen, wurden gemeinsam mit Straußen und Mähnenschafen im Bou Hedma Nationalpark wieder angesiedelt. In den Wäldern des Nordens sind die scheuen Wildschweine, Mungos, Stachelschweine und Ginsterkatzen zu Hause. Im Süden leben Wüstenspringmäuse, Füchse, Hasen und die den Eichhörnchen ähnelnden Suslik (Perl-Ziesel). Die nachtaktiven, großohrigen Wüstenfüchse, die einst so zahlreich die Wüste bevölkerten, sind heute in freier Wildbahn nur noch äußerst selten anzutreffen. Ein Verwandter des australischen Warans und des indonesischen Komodowarans, der Wüstenwaran, kommt dagegen relativ häufig vor, das Gleiche gilt für Hornvipern und Skorpione.

Mit mehr als 200 Arten ist Tunesiens Vogelwelt von beeindruckender Vielfalt. Im Frühling und im Herbst sieht man Schwärme von Störchen, Habichten und Adlern auf der Durchreise, ebenso farbenprächtige Bienenfresser und Racken sowie zahlreiche Wat- und Wasservogelarten. Da es in Tunesien keine endemischen Vogelarten gibt, kommen fachkundige Ornithologen nicht auf ihre Kosten, wohl aber Vogelliebhaber, die sich gerne in mildem Klima und zumeist ganz in der Nähe von Städten auf die Lauer legen, um eine außerordentlich vielfältige Vogelschar zu beobachten. Der Ichkeul Nationalpark, nicht weit von Tunis und den Ferienzentren im Norden entfernt, ist ein Paradies für Wasservögel aller Art.

Quelle: http://www.lonelyplanet.de/reiseziele/afrika/tunesien/natur_umwelt.html

Ich fand diesen Artikel sehr interessant und denke das dieser euch auch interessiert.

Claudia