...Muss wohl am täglichen Training liegen...
Das ist korrekt, man lernt als erstes in Tunesien, daß man stets und für jedes andere Auto im Umkreis von 50m eine Evaluierung aller Aktionen, die mit diesem Fahrzeug an diesem Ort theoretisch und technisch möglich sind, durchzuführen. Natürlich gilt dasselbe für Tiere im Radius von 25m und für Fußgänger im Radius von 10m, zusätzlich auch noch für Gegenstände, die sich seitlich und oberhalb der beabsichtigen Fahrtroute befinden. Zusatz: Handelt es sich bei den Personen um Touristen, kann man davon ausgehen, daß sie konsequent handeln und entweder stehenbleiben oder ihre Gangrichtung und -geschwindigkeit in jedem Falle beibehalten werden. Zweiter Zusatz: Es ist wichtig, auch den Zustand der Straße und des Bürgersteigs in die Kalkulationen einzubeziehen. Letzte Zusatz: Für den eigenen Fahrweg muß man für die nächsten 100m jederzeit 2-3 alternative Fahrtrouten parat haben (dies ist ein Zugeständnis an lokale Fahrgewohnheiten und soll verhindern, daß man im Falle eines Stehenbleibens danach mit dem Fahrzeug nicht mehr anfahren kann - als Anfänger kann man dieses Verhalten dadurch trainieren, daß man vom Start bis zum Ziel niemals den Fuß vom Gaspedal nimmt).
Und siehe da - wenn man das beherrscht, dann stellt es keinerlei Problem mehr da, sich im Verkehr so zu bewegen, daß man nirgendwo aneckt. :-)