Hallo Wolf

Der Unterschied liegt darin, daß dieses Konstrukt nicht angelegt wurde, um jemanden zu verpflichten, die Verantwortung abgeben zu *müssen*, sondern, im Gegenteil, jemnanden von der Verantwortung zu entlasten - ist also vom Grunde her gesehen kein Zwang, sondern eine Erleichterung.

Oder praktisch für Einige....gleicht doch fast einem Freipass.
Ich denke, es ist jedermanns Pflicht, die Verantwortung für sein Leben selber zu übernehmen.


Nein, so einfach ist das nicht, denn den Anordnungen wird ja eigentlich nicht aktiv Folge geleistet, da der gesamte Lebensweg grundsätzlich vorgezeichnet ist und dem göttlichen Wesen auch in allen Einzelheiten genau bekannt ist - es gibt also eigentlich überhaupt keine Entscheidungsfreiheit, da jede Entscheidung jedes Sterblichen (zumindest jedes derselben Religionsrichtung) mit allen möglichen Folgen bereits vorher bekannt gewesen ist. Hieraus ergeben sich natürlich diverse Fragen, die mit verschiedenen theologischen Theorien/Denkschulen zu erklären versucht werden - unter dem Stichwort "Theodizee" findest Du dazu vertiefende Informationen. Dies betrifft übrigens nicht nur den Islam, sondern auch z.B. die christliche Religion.




Hab ich erst kürzlich mit meinem Mann diskutiert.
Wenn man so denkt oder glaubt,dann heisst das ja, wir leben auch nicht unser Leben,sonder wir absolvieren das,was für uns vorbestimmt worden ist. Sind wir Marionetten? Existiert dann auf dieser Welt irgendwas,das vom Menschen selbst gemacht(erfunden) worden ist,oder sind wir nur Werkzeuge(programmierte Maschinen)?
Jetzt wirds kompliziert.
Wie gesagt,ich bin nicht religiös.Glaube auch nicht ,dass es so ist. Aber wie sieht das aus religiöser Sicht aus?
Was glaubst du eigentlich? Vielleicht hast dus mal erwähnt, dann sorry,dass ich es nicht mehr weiss.
Kayla