...ehrlichgesagt hab ich auch in süditalien und griechenland von den touri-orten gesprochen...

Dann gebe ich Dir recht - bei Neapel könnte man sich natürlich trefflich streiten. :-)

Ich hatte auch nur nachgehakt, weil ich gegenüber einer Mülltonne wohne. :-)
Nun könnte man sagen, gegenüber eine Mülltonne zu wohnen, sei nichts ungewöhnliches, doch hier ist es das schon, weil es nämlich die einzige in dieser Straße ist - 200m auf und 200m ab gibt es keine weitere.
Eigentlich ist es ja auch keine Tonne, sondern ein Metallcontainer, von der Art, die einen aufschiebbaren Deckel haben und Rollen drunter, um ihn umherfahren zu können.
Leider aber beschloß der Deckel, nach dem letzten Aufschieben (noch vor meiner Zeit), den Dienst einzustellen und seitdem bleibt die Tonne eben offen, und umherfahren kann sie auch nicht mehr, da alle 4 Räder verbogen sind.
Jede Woche kommt nun ein Müllwagen, um 5 Uhr in der früh, genauso, wie auch in Deutschland, der hievt die Tonne hoch, entleert sie und stellt sie wieder zurück, doch in manchen Wochen kommt er auch zweimal, und in anderen Wochen, in der Mehrzahl der Wochen, gar nicht.
Nun wäre natürlich eine wöchentliche Leerung für den einzigen Müllcontainer in einer Straße mit etwa 50 Häusern nicht ausreichend, doch sein Einzugsbereich liegt nur bei etwa 20 Häusern, andere Nachbarn habe ich noch in seiner Nähe gesehen, und was die anderen Nachbarn also mit ihrem Müll machen, entzieht sich meiner Kenntnis. Da und dort brennt zuweilen ein Feuerchen und die frei herumlaufenden Tiere (Hühner, Ziegen, Schafe) fressen auch das eine oder andere, doch irgendwie kann das noch nicht reichen.
Doch zurück zur Mülltonne: Auch für die etwa 20 Häuser reicht eine wöchentlich Leerung nicht immer aus und so landen dann die Müll-Einkaufs-Tüten (Plastiktüten gibt es bei jedem Einkauf, selbst wenn es nur 1 Teil ist, kostenlos dazu), die nicht mehr Platz oben auf dem Container finden, um den Container herum, was die Katzen freut, die nun nicht mehr in den Container springen müssen, sondern die Mülltüten bequemer auf dem Boden zerfetzen können. Ab und an kommt auch ein Mann, der Plastikflaschen sammelt (es gibt hier keine Pfand- oder Glasflaschen, so daß man sämtliche PET-Flaschen, wie auch alles andere, grundsätzlich in den Müll entsorgt) - sowohl um den Conatiner herum, als auch im Container selbst.
Öfters kommt auch der Wind vorbei, der sammelt eigentlich gar nichts, sondern tut eher das Gegenteil davon, was aber im Endeffekt auch hübsch aussieht, weil die Kaktusse und Bäume zugegebenermaßen nur in Naturfarben nach einiger Zeit langweilig werden. Die umherziehenden Tiere wollen da nicht zurückstehen und arrangieren, soweit sie die Farbtupfer erreichen können, sie immer wieder neu um.
Irgendwann kommt dann auch mal ein großer Wind, der für ein gänzlich anderes Muster mit neuen Farben sorgt, und, seltener, auch nur eine Dekoration abräumt, ohne eine neue anzubringen...