Das habe ich schon oft gehört, daß sich die (Deutschland)Türken über die Ausländer, die nach ihnen kommen, aufregen, im Ruhrgebiet sind es allerdings eher Polen, Russen und Albaner, die thematisiert werden.

Ist aber ganz natürlich, denn sobald Ausländer sich integrieren (bzw. sich in dem Land "zu Hause" fühlen) und in der Hierarchie höher steigen, treten sie auf die, die unter ihnen stehen (damit sie ihnen ihre Position nicht streitig machen können) oder bei denen die Gefahr besteht, daß sie sich gleich höher ansiedeln (z.B. Rußlanddeutsche, weil sie da ebenfalls ihren eigenen Rang in Gefahr sehen).

Das läßt sich also nicht mit Fremdenhaß erklären, sondern einfach damit, daß Menschen ihre eigenen Pfründe (z.B. Arbeitsstellen) und sozialen Stellungen bewahren wollen, ich bin mir absolut sicher, daß dieses Verhalten universell ist und in jedem Lande beobachtet werden kann. Und das betrifft nicht nur Ausländer, sondern auch Deutsche (bzw. Einheimische), die in bestimmten Situationen genau dieselben Ängste hegen.