Ich frage mich nur, ob die Messlatte nicht langsam zu hoch gelegt wird. Wenn ich sehe, dass Syntax, Orthographie und Grammatik Dinge sind, die heutzutage den meisten Deutschen schon das Genick brechen würden, sollten sie denn darin geprüft werden, finde ich es fast schon unfair, was - zumindest an Deutschkenntnissen - von Ausländern verlangt wird. Wenn ich mich so tagtäglich durch diverse Foren lese und feststelle, dass ein Großteil der Menschen zwischen 16 und 26 (das soll jetzt keine Verallgemeinerung sein, aber es fällt halt wirklich auf) keine Ahnung hat, was man wie schreibt, wie man einen Satz (oder gar Absatz - oh Graus!) mit Satzzeichen strukturiert und verständlich bzw. lesbar macht, wie ganz gängige Worte scheinbar nur noch phonetisch wiedergegeben werden.... Und da spreche ich wahrhaftig nicht von Tippfehlern, das sind Dinge, die sich permanent wiederholen. Da kräuselt sich das Germanisteneckchen meines Herzens unter Schmerzen zusammen, wirklich....
Ich finde, so spasseshalber wäre es vielleicht mal ganz interessant, wenn man diese Tests, die von den Ausländern verlangt werden, in neunten oder zehnten Klassen deutscher Schulen vorlegen würde.... Ich fürchte, da würden einige Schüler sich genötigt sehen, ihre durch Geburt erworbene Staatsangehörigkeit schamviolett abzulegen....

Susanne