...warum der zuwachs sich nicht z.B. in Arbeitsplätze auswirkt...

Weil die offizielle Arbeitslosenzahl, ähnlich wie in Deutschland (und anderen Ländern) auch, nicht die definitive Arbeitslosenzahl darstellt - die dürfte eher in der Gegend von 30-40% liegen, eine erhöhter Arbeitskräftebedarf würde also vorwiegend aus dieser stillen Reserve gedeckt.
Zudem wollen wir nicht vergessen, daß Produktivitätszuwachs nicht gleichbedeutend mit erhöhtem Arbeitskräftebedarf ist, im Gegenteil, Modernisierung erhöht die Produktion bei gleichzeitig sinkendem Arbeitskräftebedarf.

Das von Dir erwähnte "längere Arbeiten" dürfte kaum eine Rolle spielen, weil vielfach eh' schon am Rande des Vetretbaren gearbeitet wird. Wochenarbeitszeiten von 60 und mehr Stunden sind nicht ungewöhnlich, und das betrifft nicht nur ungelernte oder vorwiegend manuell beschäftigte Arbeitnehmer.

Deine Zahlen widersprechen übrigens den offiziell von der Zentralbank gemeldeten, hier liegt der BSP-Zuwachs von 2003-2004 bei 6%(8,8) und von 2004-2005 bei 4,2%(6,2) in konstanten (aktuellen) Preisen.

Weitere interessante Zahlen zur Situationsbeurteilung sind übrigens noch, daß der Verbrauch der privaten Haushalte von 2004 (9,3) auf 2005 (6,9) stark gefallen ist und die Sparquote derzeit bei -0,7% (nach +0,1) liegt, die Handelsbilanz ist negativ.