...Der Vater meines Freundes (freundschaftlich) sagt: "Lieber eine anständige Europäerin, als eine solche Tunesierin"...

Naja, das wird natürlich auch gerne abqualifiziert, weil ja nicht sein kann, was nicht sein darf - ich kenne zwar neugierige und auch wagemutige Mädchen und Frauen hier, doch eine solche, wie Du sie meinst, ist mir zumindest noch nicht begegnet - und ich bin mir auch gar nicht mal sicher, ob die vorwiegend auf Europäerjagd gehen, denn üblicherweise handelt es sich da um eher weniger gebildete, und die haben kaum eine Chance auf einen echten Kontakt, so daß ich eher denke, das ist eher Futter für die Touristen aus den Nachbarländern. :-)

Diese tunesischen Mädchen, die ich kenne, sind keinesfalls Schlampen - ganz im Gegenteil, durchaus sittsam (aber nach unserem, nicht nach arabischen Verständnis), nett, und erfrischend "normal". Die wollen sich unterhalten, was Neues lernen, den Schritt zum "Ende offen" wagen dennoch nur wenige, doch auch das wird sich zusehends verstärken, wenn erst mal mehr Europär/Tunesierin-Pärchen auf den Straßen zu sehen sein werden.
Auch das erinnert mich an Deutschland, in den 70ern, als viele Mädchen mit Italienern angebandelt haben und uns deutschen Jungs dann nur einfiel, sie als Schlampen zu bezeichnen, weil wir nicht mehr zum Zuge kamen und es nicht verstanden, warum die Mädchen lieber was neues und ungewöhnlicheres (und im Vergleich zu deutschen charmanteres) haben wollten. Da sind sicherlich Parallelen vorhanden, zumal ich denke, daß sich die tunesischen Männer nur sehr zögerlich auf die neue Situation einstellen (wollen) - eine Situation, die sie letztlich selbst einmal losgetreten haben. :-)

Die Vergangenheit ist öfter ein Schlüssel zur Gegenwart, als man es gemeinhin glaubt. :-)