Puuh, es ist 2:20 und ich sitze immer noch daran... verzeiht bitte die Rechtschreibfehler!
LG und gute Nacht
Anissa
Werte, Bräuche und Feste
Werte
Trotz evtl. Konflikten sind die meisten Kinder dafür dankbar, tunesische Werte vermittelt bekommen zu haben. Sehr oft erfolgte dies über die direkte Erziehung des Vaters, in einigen Fällen jedoch auch über den Kindergarten / die tunesische Grundschule oder Aufenthalte in Tunesien. Die Kinder bezeichnen sich selbst als „anständig“ und ihr Verhalten als moralisch. Die meistzitierten Werte sind der Respekt vor dem Vater und vor Älteren, Gehorsam, Gemeinschaftsgefühl. Entgegen tunesischen Vorstellungen widersprechen jedoch manche ihrem Vater in der Öffentlichkeit; auch Fremden Küsschen geben ist sehr unbeliebt.
Als typisch Deutsch werden Pünktlichkeit, Pflichtbewusstsein und Respekt der Privatsphäre genannt. Diese werden im Allgemeinen von allen Kindern respektiert, jedoch nicht immer mit der deutschen Abstammung in Verbindung gesetzt.
Bei Kindern, welche in Tunesien aufgewachsen sind, ist die Situation unterschiedlich. Ist ihr Vater sehr liberal, haben sie die Werte nicht vermittelt bekommen und respektieren sie demnach nicht; ist ihr Vater hingegen sehr streng, lehnen sie sich nicht selten gegen alles tunesische auf. Ausgeglichene Verhältnisse und eine „anständige“ Selbstauffassung, wie sie in Europa aufgewachsene Kinder haben, scheinen in Tunesien eine Ausnahme zu sein.
Bräuche
Tunesische Bräuche werden von den Kindern nur selten übernommen. Meist haben sie einen religiösen Hintergrund, z. B. am Anfang einer jeden Sache „bismillah“ zu sagen. Zum Aberglaube zählt das Betreten des Hauses mit dem rechten Fuß.
Feste
Bei Familien, welche in Europa leben werden sowohl tunesische als auch deutsche Feste gefeiert. Oft wird in beiden Fällen die religiöse Bedeutung nicht wahrgenommen. Bei religiösen Vätern hingegen werden tunesische Feste bewusst islamisch gefeiert, deutsche hingegen völlig neutral und nur solange die Kinder noch klein sind.
Lebt die Familie in Tunesien, kommt den deutschen Festen ebenfalls keine religiöse Bedeutung zu. Einige Väter lehnen sie auch vollkommen ab. Je nach Einstellung des Vaters werden tunesische Feste nicht, neutral oder muslimisch gefeiert. In einem Fall kommt es auch zu einer Vermischung der Feste: Weihnachten wird nicht gefeiert, dagegen bekommen die Kinder ihre „Weihnachtsgeschenke“ zum kleinen Aid-Fest.
Unabhängig vom Wohnort steht bei den Kindern Weihnachten an erster Stelle, ferner sind auch Ostern und die Aid-Feste beliebt.