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Genitalverstümmelung beim Mann/Jungen #170086
22/12/2005 21:57
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Islam
Der Prophet Mohammed kam laut einer Überlieferung ohne oder zumindest mit einer sehr kurzen Vorhaut zur Welt. Dem Brauch auf der arabischen Halbinsel zur Zeit Mohammeds entsprechend, wird die Beschneidung heute noch bei Moslems als ein Zeichen der Religionszugehörigkeit im Kindesalter durchgeführt. Die Beschneidung wird zwar im Koran nicht erwähnt, ist aber in der Sunna beschrieben und wird heute meist als zentraler Bestandteil des Islams angesehen, da sie für die rituelle Reinheit (Tahara) unverzichtbar ist. Die Gültigkeit ritueller Handlungen, wie etwa des fünfmal täglichen Gebets (Salat), hängt von der rituellen Reinheit des Betenden ab. Die islamischen Rechtschulen haben die männliche Beschneidung zur Pflicht (wadschib) erklärt

Re: Genitalverstümmelung beim Mann/Jungen #170087
22/12/2005 22:06
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Die Beschneidung von Jungen ist ein weniger invasiver Eingriff als die weibliche Genitalverstümmelung, aber dafür weiterverbreitete Praxis. In vielen Kulturen die die männliche Beschneidung praktizieren, gilt der Eingriff und das damit verbundene Ritual als Eintritt in das Erwachsenendasein und zur Heiratsfähigkeit. Nichtsdestotrotz stellt auch die Beschneidung von Jungen eine körperliche Versehrung dar, die sowohl starke Schmerzen, dauerhafte Schäden oder gar den Tod nach sich ziehen kann. So wird in Ländern der Dritten Welt, etwa in Afrika, Vorderasien und Indonesien oder bei den Aborigines in Australien die Beschneidung von Knaben oft nicht mit Betäubung und sterilisierten chirurgischen Instrumenten vorgenommen.

Die Beschneidung von Jungen ist in den meisten Ländern verboten und wird lediglich geduldet. Dagegen wenden sich in den USA inzwischen mehrere Gruppen und auch einzelne Betroffene mit teils prominenter anwaltlicher Hilfe, so dass diese Duldung dort langsam in Frage gestellt wird.

Hanny Lightfoot-Klein, ursprünglich eine der Vorkämpferinnen gegen die weibliche Beschneidung, ruft inzwischen dazu auf, das Thema als Ganzes zu sehen und die Verstümmelung beider Geschlechter als eng verwandt zu betrachten.

Eine therapeutische Notwendigkeit, die Vorhaut zu entfernen, wird inzwischen in den meisten Ländern mit hohem medizinischem Standard, wie etwa Norwegen, Frankreich, Schweden, Finnland, Dänemark, Japan und England bestritten.

In Großbritannien erschien 1949 im British Medical Journal die Abhandlung "The Fate of the Foreskin" von Dr. Douglas Gairdner, die zum ersten Mal die Funktionen der Vorhaut beschrieb und die routinemäße Beschneidung als überflüssig und nachteilig darstellte. Daraufhin lehnten die britischen Krankenkassen es ab, weiterhin für unnötige Beschneidungen zu zahlen. In der Folge sanken die Beschneidungsraten in Großbritannien innerhalb kurzer Zeit drastisch von ursprünglich 50 % im Jahre 1950 auf heute unter 0,5 %.

1996 ist in den Richtlinien der British Medical Association unter "Beschneidung männlicher Neugeborener" zu lesen: "Zu therapeutischen Zwecken eine Beschneidung vorzunehmen, obwohl die medizinische Forschung andere Techniken erbracht hat, die mindestens so effektiv und weniger einschneidend sind, wäre unangebracht und unethisch."

Auch in Kanada zahlen die Krankenkassen den für überflüssig erachteten Eingriff nicht mehr. Die Beschneidungsrate ist entsprechend stark gesunken.

In den USA lehnen seit den 1980er Jahren immer mehr Eltern die in den amerikanischen Krankenhäusern früher routinemäßig durchgeführten Beschneidungen ab. Gegenwärtig liegt der Anteil der Beschneidungen bei Neugeborenen, die auch heute noch überwiegend ohne Betäubung vorgenommen werden, in den USA im Durchschnitt um 65%, mit fallender Tendenz. Regional und durch die unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen ist die Situation in den USA jedoch besonders uneinheitlich; somit können auch gegenläufigen Strömungen und höhere Prozentangaben lokalisiert werden.

1999 sprach sich, nach dem kanadischen, auch der US-amerikanische Verband der Kinderärzte gegen die routinemäßige Beschneidung von Jungen aus.

Ende des gleichen Jahres hat das Parlament in Finnland eine Erklärung bezüglich ritueller Beschneidung abgegeben. Ombudsman Riitta-Leena Paunio bemerkte, dass diese Operation ohne medizinische Begründung nicht zu empfehlen ist, die betroffenen Kinder sollten vorher befragt werden und ihre Zustimmung dazu geben. Sie sagte, das finnische Parlament müsse die religiösen Rechte der Eltern abwägen gegen die Verpflichtung der Gesellschaft, ihre Kinder vor rituellen Operationen ohne unmittelbaren Vorteil für sie zu schützen. Dort ist seither die schriftliche Zustimmung beider Elternteile erforderlich.

Am 1. Oktober 2001 trat in Schweden - nach einer längeren öffentlichen Debatte wegen des Todes mehrerer Babys durch Beschneidungen - ein neues Gesetz in Kraft, das Beschneidungen ohne medizinische Begründung bei Jungen, die älter als 2 Monate sind, generell verbietet. Beschneidungen an jüngeren Babys dürfen nur noch unter Betäubung und in Anwesenheit eines Arztes vorgenommen werden. Schweden ist damit das erste Land der Welt, das rituelle Beschneidungen, die ohne Zustimmung der Betroffenen vorgenommen werden, per Gesetz ausdrücklich eingeschränkt hat.

Re: Genitalverstümmelung beim Mann/Jungen #170088
22/12/2005 22:08
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taslema Offline OP
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Beim Mann gehört die Vorhaut zu den empfindlichsten Stellen des Körpers, zudem ist das Frenulum besonders dicht mit Nervenenden besetzt und wird bei den üblichen Formen der Beschneidung meist beschädigt oder komplett entfernt.

Durch den ständigen Kontakt mit der Luft und dem Reiben an der Kleidung verliert die ungeschützte Eichel an Empfindlichkeit. Auf der vormaligen Schleimhaut bildet sich eine Keratinschicht, die mit der Zeit zu einer weiteren Desensibilisierung beiträgt. UV-Einstrahlung kann für das ungeschützte Organ gefährlich sein, wenn sie nicht durch Kleidung oder Sonnenschutzmittel abgeschwächt wird.

Die dorsale Vene (Vena dorsalis penis superficialis), die beim Mann an der Spitze der Vorhaut beginnt, wird bei der Beschneidung in jedem Fall durchtrennt und verästelt sich mit der Zeit neu. Dies ist nicht immer problemlos und kann Knoten entstehen lassen.

Manche beschnittene Männer fühlen sich bei der Masturbation eingeschränkt. Das gilt aber nicht für jeden, da eine Beeinträchtigung je nach Art und Umfang der Beschneidung sowohl objektiv wie subjektiv unterschiedlich erlebt wird. Besonders bei den radikaleren Beschneidungsvarianten kann die direkte Stimulation der trockenen Eichel mit der Hand als unangenehm bis schmerzhaft empfunden werden. In diesem Fall helfen Gleitmittel wie z.B.: Speichel, Gleitgel, Handcreme oder Body Lotion, Fett oder Öl. Diese Notwendigkeit kann spontaner ***ueller Entfaltung entgegen stehen.

Beim Geschlechtsverkehr mit Partner/-in fehlt das natürliche Gleiten des Penis in seiner Schafthaut, die das Eindringen erschweren kann.

Andererseits kann der Verkehr für beide Partner lustvoller sein, weil aufgrund der Desensibilisierung nach einer Beschneidung meistens eine längere Stimulationsphase bis zum Erreichen des Höhepunktes benötigt wird. Außerdem gleitet der beschnittene Penis nicht mehr in seiner Schafthaut hin- und her, so dass ein direkterer Kontakt mit der Vagina mit entsprechend stärkerer Stimulation möglich ist. Durch das direkte Reiben an der Scheidenwand kann es aber, vor allem bei älteren Frauen, Probleme mit der Trockenheit der Scheide geben.

Im Alltag können sich störendes Reiben an der Kleidung (vor allem beim Tragen von Boxershorts) und die Ungeschütztheit des Harnröhrenendes bemerkbar machen. Dafür geht die tägliche Intimpflege häufig einfacher vonstatten.

Re: Genitalverstümmelung beim Mann/Jungen #170089
22/12/2005 22:12
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Auch als Gewalt gegen kleine Jungen ist sie eine brutale Sache.

Ich sah, wie sie meinen Sohn an seinen ausgestreckten Armen und gespreizten Beinen festbanden und mit dem Stahlding seinen Penis berührten. Da wußte ich, daß die Entscheidung zur Beschneidung ein fürchterlicher Fehler war. Nie habe ich ein Kind so schreien hören. Ich werde es mein Lebtag nicht vergessen.

Gewalt gegen Mädchen nennen wir Kindesmißhandlung, und sie wird gesetzlich verfolgt. Gewalt gegen Jungen in Form der Beschneidung dagegen wird geduldet und steht nicht unter Strafe. In Amerika ist die Beschneidung der häufigste chirurgische Eingriff."

Die Notwendigkeit, die Vorhaut am Penis eines kleinen Jungen zu entfernen, wird in fast allen Ländern mit hohem medizinischem Standard bestritten: Norwegen, Frankreich, Schweden, England, Dänemark, Japan und Finnland. In England sank die Zahl der Beschneidungen drastisch: von 50 Prozent im Jahr 1950 auf heute 0,5 Prozent."

In den Vereinigten Staaten wird die Beschneidung traditionellerweise ohne Narkose durchgeführt." Die Schmerzbetäubung bei der Beschneidung von Neugeborenen erhöht jedoch erheblich deren Chancen, den Eingriff zu überleben," berichtet das New England Journal of Medicine. Die Narkose verringert den Streß des Kindes und beugt Infektionen und Embolien vor.

Haben die Jungen im Säuglingsalter bei der Beschneidung überhaupt Schmerzen? Im Journal o f the American Medical Association heißt es, daß die Jungen bei der Beschneidung heftig schreien und sich »ihr Herzschlag und ihre Atemfrequenz, der Sauerstoff- und Cortisonspiegel dramatisch verändern«.

Wenn ein Junge dieses erste traumatische Erlebnis überstanden hat - gibt es Spätfolgen irgendwelcher Art? Darüber gibt es keine Untersuchungen. Es gibt auch nicht genügend Daten darüber, ob eine Beschneidung Krebs und Infektionen verhindert oder verursacht. Wir müssen uns daher auf indirekt sich ergebende Vermutungen verlassen sowie darauf, was wir über andere Traumen von Neugeborenen wissen. So ist z.B. belegt, daß sich die Isolierung eines Säuglings in einem Inkubator auf seine Entwicklung und sein späteres Verhalten auswirkt. Fest steht auch, daß Männer in Kanada und Australien, die im allgemeinen nicht beschnitten werden, keine Hygieneprobleme haben und keine höhere Infektions- und Krebsrate aufweisen." Aber mangelnde Information verunsichert uns, und wir bleiben weiter im ungewissen, obwohl uns eine umfassende Studie über die Spätfolgen der Beschneidung weniger kosten würde als zwei Minuten Golfkrieg

Die Kritik an der Beschneidungspraxis erlitt ihren wohl grössten Rückschlag durch eine Studie, die angeblich belegen konnte, daß Frauen von nichtbeschnittenen Männern ein höheres Risiko hätten, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken, als Frauen beschnittener Männer. 15 Diese Studie erfuhr enorme Publizität. Als zwei Folgestudien widerlegten, daß Frauen nichtbeschnittener Männer ein größeres Risiko hätten, fanden sie kaum Beachtung.

Beschneidung wird meist mit Gesundheits- und Hygieneargumenten gerechtfertigt. Es stimmt, daß ein beschnittener Penis nicht so intensiver Reinigung bedarf wie ein nicht beschnittener Penis. Ein nicht beschnittener Penis sondert mehr Smegma ab und muß mit einer milden Seife und Wasser gewaschen werden. Smegma ist jedoch ein natürliches Gleitmittel, wie Körper- und Haarfett. In Ländern, in denen die Beschneidung nicht üblich ist, lernen die Jungen, den Penis zu säubern, so wie sie lernen, sich die Haare zu waschen, sich zu baden oder sich die Fingernägel zu reinigen. Niemand kommt auf den Gedanken, die Fingernägel zu entfernen, um sie nicht mehr reinigen zu müssen.

Edward Wallerstem, einer der kompetentesten Urologen des Landes und ein Fachmann in Fragen der Beschneidung, erklärt, dass fast alle Gründe, die für die Beschneidung angeführt werden, auch die Entfernung der Klitoris bei Mädchen rechtfertigen könnten.' Der weibliche Körper produziert Smegma in der Klitoris, die der Penisspitze beim Mann entspricht. Wenn sie nicht gewaschen wird, können auch hier Schmutz, Keime, übler Geruch und Infektionen auftreten. Aber das veranlaßt uns schließlich auch nicht zur Beschneidung der Klitoris.

Würden wir die weibliche Beschneidung praktizieren, wären wir schnell damit bei der Hand, diese Tradition als Unterdrückung der ***ualität von Mädchen zu bezeichnen. Beschneidungen an Jungen werden in Amerika weiterhin ohne wissenschaftliche Untersuchungen durchgeführt, und das beweist, daß wir unsere männlichen Kinder weiter dazu erziehen wollen, Schmerzen klaglos zu ertragen. Sie sollen, ohne Fragen zu stellen, bereit sein, ihre Körper zu opfern, so wie sie ungefragt ihre Vorhaut zu opfern gezwungen werden.

Re: Genitalverstümmelung beim Mann/Jungen #170090
23/12/2005 11:29
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chamla Offline
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@taslema

mein verlobter wurde mit 6 jahren beschnitten er fand es gar nicht schlimm, weder schmerzhaft noch sonst was. er war sofort wieder wohlauf (ohne betäubung) und turnte eine halbe stunde später wieder mit den anderen jungs rum. also ich denke man kann auch alles übertreiben... sooo viele muslimen und juden beschneiden die knaben seit dem anfang der zeit also da find ich jetzt echt das ist ein sturm im wasserglas. überigens kann man das ja wohl NICHT mit der "mädchen-beschneidung" vergleichen.

liebe grüsse
[winken3]

Re: Genitalverstümmelung beim Mann/Jungen #170091
25/12/2005 20:18
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Meine beiden jungs mussten aufgrund einer medizinischen Indikation beschnitten werden. Trotz Narkose und "deutsche-medizinischem Standard" haben meine Kinder sehr gelitten. Ich werde das nie vergessen. Da interessiert mich dann auch nicht die retropektivische verharmlosung meines Mannes!

Re: Genitalverstümmelung beim Mann/Jungen #170092
25/12/2005 21:23
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Samara Offline
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Meine Jungs wurden auch beschnitten und haben und hatten noch nie Probleme gehabt. Und auch andere die ich kenne hatten damit noch nie Probleme.

Re: Genitalverstümmelung beim Mann/Jungen #170093
26/12/2005 00:31
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Dodo Offline
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Sorry,

frage mich gerade, warum dieses Thema zum
x-ten Male "durchgekaut" wird...

Wenn man auf die Suchfunktion geht, kommen diverse Beiträge dazu - warum neu eröffnen ?

Hier nur einer der Beiträge als Beispiel:
http://www.tunesien-online.info/cgi-bin/forum/ultimatebb.cgi?ubb=get_topic;f=3;t=000317;p=1

LG Dodo

Re: Genitalverstümmelung beim Mann/Jungen #170094
26/12/2005 09:09
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Gera
Claudia Poser-Ben Kahla Offline
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Gera
Dodo das frage ich mich jetzt auch und genau auch Infos welche seit sehr langer Zeit hier drin stehen.

Taslema bitte lese doch als erstes mal Themen duch und schaue ob dazu schon etwas im Forum steht.
Ein Bericht reicht doch dazu und zu diesem Thema findest du unter Releigion sehr viele.

Danke

Claudia

Re: Genitalverstümmelung beim Mann/Jungen #170095
27/12/2005 08:27
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sousse-anne Offline
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Guten Morgen.

Dieses Thema wurde ja nun wirklich schon mehrfach mit allen Pros und Contras durchgekaut.
Wie wäre es mal mit einer neuen Variante:
Die MODISCHE Verstümmlung, auch Piercing genannt? Wenn ich mir die Ohrmuscheln, Zungen, Augenbrauen und weitaus intimere Stellen junger Menschen so anschaue, bin ich geneigt, bei dem einen oder anderen zu glauben, ich schaue in die Auslage einer Alteisenhandlung...
Nein, Scherz beiseite - da werden (nach meinem Dafürhalten ohne Sinn und Verstand) Löcher in alle möglichen Körperstellen gebohrt und keiner scheint darüber nachzudenken, was er sich damit evtl. antut.
Wer sich mal mit traditioneller chinesischer Medizin befasst hat, wird schnell zu dem Schluss kommen, dass da unter Umständen böser Schaden angerichtet wird, weil Meridiane beschädigt oder zerstört werden, der ganz Körper also in Mitleidenschaft gezogen werden kann.
Zungenpiercings - auch so ein Punkt: Wenn beim Sprechen ständig eine Metallkugel an die Zähne stößt - ist das wirklich gut für die Zähne? Oder wie sieht es mit der Mundhygiene aus, wenn die Zunge ein Loch hat.
Durchlöcherte Ohrknorpel - sinnvoll?
Und von den intimeren Stellen will ich mal gar nicht anfagen, weder was das empfindungsmässig für Folgen haben kann noch ob das hygienetechnisch sinnvoll erscheint.

Für mich ist diese Piercerei wirklich der Gipfel an Selbstverstümmlung, ganz im Ernst. Und wenn man dabei ist, könnte man ja auch noch eine Runde über Tatoos sinnieren...

Ziemlich verständnislose Grüße
Susanne

Re: Genitalverstümmelung beim Mann/Jungen #170096
27/12/2005 15:03
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Re: Genitalverstümmelung beim Mann/Jungen #170097
27/12/2005 15:23
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chamla Offline
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@dodo

"frage mich gerade, warum dieses Thema zum
x-ten Male "durchgekaut" wird..."

ganz einfach, weil es immer wider neue mitglieder gibt, die auch gerne darüber diskutieren und sich austauschen möchten. sonst könnte man wohl das forum langsam schliessen weil die meisten themen schon mal durchgekaut wurden (visum, papiere, hochzeit..etc). aber wenn du ja kein interessen daran hast "durchzukauen" musst du ja nicht mitdiskutieren. oder ?

liebe grüsse
[winken3]

Re: Genitalverstümmelung beim Mann/Jungen #170098
27/12/2005 19:14
27/12/2005 19:14
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Dodo Offline
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Hallo habebte79,

sicher ist es immer wieder für neue Mitglieder interessant, diese Themen wieder hochzuholen (!). Dafür muß man sie aber nicht neu eröffnen, sondern kann in den bereits zahlreichen Beiträgen weiterschreiben...

Dieses Thema HAT mich bereits interessiert [Wink] und ich habe auch aktiv mitgeschrieben - dies wäre Dir nicht entgangen, wenn Du mal den Beitrag, den ich oben reinkopiert habe, durchgelesen hättest [Wink]

Zudem scheine ich nicht die einzige zu sein,
die diese Meinung (betr. der Vielfachdurchkauerei) vertritt. [Razz]
Aber... nix für ungut.

LG Dodo

Re: Genitalverstümmelung beim Mann/Jungen #170099
27/12/2005 19:21
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LOE090304 Offline
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Hey Sousse-Anne, wenn Du Piercing mit der Beschneidung vergleichst vergißt du aber etwas sehr wichtiges: Piercing's läßt man sich freiwillig an sich selbst stechen (oder sticht sie teilweise selbst) und beschnitten wird i.d.R. ein kleiner Junge, der kein Mitspracherecht hat.....

Re: Genitalverstümmelung beim Mann/Jungen #170100
27/12/2005 19:47
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Samara Offline
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Die Beschneidung wird bei vielen Völkern dieser Erde aus unterschiedlichen Gründen durchgeführt: zum Beispiel aus medizinischen, hygienischen Gründen wie in Amerika, oder auch aus religiösen Gründen wie im Islam oder im Judentum.Wenn im Islam von Beschneidung die Rede ist, dann ist die Beschneidung von Jungen gemeint.


Sie ist ein medizinischer Eingriff, der von einem Arzt durchgeführt werden sollte. Bei der Beschneidung wird die Vorhaut vom männlichen Glied entfernt; nämlich der Teil der Haut am Glied, der die Eichel bedeckt.

Diese Art der Beschneidung von Jungen ist nicht nur ein islamischer Brauch. Nach der islamischen Überlieferung ist die Beschneidung auf den Propheten Abraham zurückzuführen, der vor ca. 4000 Jahren gelebt haben soll. Der Prophet Muhammed, der letzte und der wichtigste Prophet für die Muslime, hat die Beschneidung in die islamische Tradition aufgenommen und als einen wichtigen islamischen Brauch integriert. Im Koran selbst - dem heiligen Buch der Muslime - wird die Beschneidung jedoch nicht erwähnt. Dennoch wird sie aufgrund der Empfehlungen und der Lebenspraxis (Sunna) des Propheten Muhammed von vielen Muslimen aus allen Teilen der Welt als ein unverzichtbares religiöses Gebot betrachtet.




Für die Beschneidung gibt es zwar keine Altergrenze, jedoch werden die meisten Jungen zwischen dem 3. und dem 11. Lebensjahr beschnitten. Die Beschneidung der Jungen gilt unter vielen Muslimen als ein wichtiges gesellschaftliches Ereignis und wird in vielen Familien als ein großes Fest gefeiert. Alle Verwandte, Bekannte und Freunde werden eingeladen. Der Beschnittene wird entsprechend festlich gekleidet und bekommt viele Geschenke und große Aufmerksamkeit.


Obgleich die Beschneidung von seiner religiösen Bedeutung nicht mit der Taufe zu vergleichen ist, kann sie als Festakt mit der Taufe verglichen werden.

Während die Beschneidung von Jungen auf die Lebenspraxis (Sunna) des Propheten Muhammed zurückzuführen ist, kann die Beschneidung der Frau nicht auf den Islam oder auf die islamische Tradition zurückgeführt werden.

Sie ist nicht nur als unislamisch, sondern auch als menschen- und frauenverachtend abzulehnen. Bei der Beschneidung der Frau handelt es sich meistens um gravierende Genitalverstümmelungen, die mit großen Schmerzen verbunden sind und für die Frauen ein Leben mit massiven Einschränkungen bedeuten.
Dennoch wird die Beschneidung von Mädchen und jungen Frauen, unabhängig von der Religionszugehörigkeit, zumeist in afrikanischen Ländern wie z.B. Senegal, Mali, Kenia, Tansania von manchen ethnischen Gruppen durchgeführt.

Das heißt, in den ethnischen Gruppen, in der die Beschneidung eine Tradition ist, werden sowohl muslimische Frauen als auch nichtmuslimische Frauen sowie Christinnen beschnitten.

www.boyng.de/schuelerwlt/religion-sinnesfragen/ritualle-und-braeuche-im-islam/

Re: Genitalverstümmelung beim Mann/Jungen #170101
27/12/2005 19:48
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Samara Offline
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keine Angst werde nicht zum copyfreak, fand es nur gut erklärt [Big Grin]

Re: Genitalverstümmelung beim Mann/Jungen #170102
27/12/2005 20:16
27/12/2005 20:16
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Laura Offline
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Suisse
Zitat:
Und wenn man dabei ist, könnte man ja auch noch eine Runde über Tatoos sinnieren...

Wieso das denn?? Was ist an Tattoos körperlich auszusetzen? ( Ausser das man sich mit Hepatitis infizieren kann )

Tattoos und selbst "Piercings" sind auch heute noch bei Naturvölkern Tradition und haben wichtige Bedeutungen ( Zugehörigkeit, Rangordnung etc.)

Nasenringe in Indien, hat praktisch jede Frau.

Wo liegt da also das Problem? ( ausser dass es eine persönliche Geschmacksfrage ist natürlich )

LG Laura

Re: Genitalverstümmelung beim Mann/Jungen #170103
28/12/2005 07:03
28/12/2005 07:03
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sousse-anne Offline
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Marzahn
Hallo Laura,

ich persönlich empfinde sowohl Piercings als auch Tatoos als Körperverletzung bzw. Selbstverstümmlung. Ich hoffe, diese Ansicht bleibt mir unbenommen?

Vorsichtige Grüße
Susanne

Re: Genitalverstümmelung beim Mann/Jungen #170104
28/12/2005 08:52
28/12/2005 08:52

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Hallo Sousse-anne,
natürlich darfst du gegen Piercings und Tatoos sein. Warum auch nicht. Das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Zur Beschneidung habe ich allerdings auch eine etwas gespaltene Meinung. Lange Zeit war ich dafür, denn ich persönlich finde, und jetzt entschuldigt meine offene Art, es sieht nett aus und die hygienischen Vorzüge sprechen für sich. Auch wenn man gleich dazu sagen muss, dass ein nicht beschnittener Mann unhygienischer oder ein beschnittener Mann hygienischer ist. Das hängt allein vom Waschverhalten des Mannes ab.
Es hat jedoch ein Mitglied in einem älteren Thema zur Beschneidung einen Link reingestzt, da wurde für mich ziemlich stichhaltig vor der beschneidung beim Jungen gewarnt. Er verliert an Sensibilität. Es kann zu Krankheiten kommen, denn die Vorhaut hat nun einmal auch die Aufgabe vor Krankheiten zu schützenund was ich persönlich ganz furchtbar fand, es kann zur Verhornung der Eichel kommen.

Hingegen verabscheue ich absolut die Beshneidung von Mädchen. Sie hat für mich keinen Sinn und dient doch wieder nur über eine Frau zu herrschen. Sie hat wahnsinnige Schmerzen, kann dran sterben und wird ihr leben lang verstümmelt sein. Deshalb finde ich, sollte die Beschneidung von Jungen, mit seinem kleinen Eingriff überhaupt nicht mit der Beschneidung von Mädchen in Verbindung gebracht werden.

LG brini

Re: Genitalverstümmelung beim Mann/Jungen #170105
28/12/2005 09:53
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@brini

wieder einmal mehr: [daumen1] bin ich mit dir einig.

liebe grüsse [winken3]

Re: Genitalverstümmelung beim Mann/Jungen #170106
28/12/2005 10:22
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Raschidi Offline
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DE-Zwickau TN-Den Den
Bei der Beschneidung des Mannes (med.: Zirkumzision) wird die Vorhaut des P**s ganz oder teilweise chirurgisch entfernt. Dies kann aus religiösen, medizinischen, hygienischen oder ästhetischen Gründen erfolgen. In Deutschland übernehmen die Krankenkassen die Kosten, sofern es sich um eine medizinische Indikation handelt (Bsp. Vorhautverengung).

Im Judentum und Islam findet die Beschneidung in ritueller Form und in einem festlichen Akt statt. In den USA wurden bis vor wenigen Jahrzehnten fast alle männlichen Kleinkinder beschnitten. Im Jahre 2000 waren es noch rund 60%. In Kanada wurden im Jahre 2000 etwa 25% aller Kinder beschnitten. Die Zirkumzision beim Jungen bzw. Mann ist - unter Einhaltung der hygienischen Bedingungen - ein relativ komplikationsloser Eingriff.

Den Rest ist unter diesen Link zu finden:
http://www.onmeda.de/***ualitaet_und_partnerschaft/lexikon_der_***ualitaet/beschneidung.html

Re: Genitalverstümmelung beim Mann/Jungen #170107
28/12/2005 10:45
28/12/2005 10:45

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Darauf antworte ich mit:

http://members.aol.com/Pillcock/Funktionen.html

DAS hatte mich damals überzeugt, dass die beschneidung vielleicht doch nicht so dolle ist. Nochmals, es gibt ein Für und ein Wider. Jeder sollte selbst entscheiden. Ich war mal sehr dafür, nun bin ich mir nicht mehr so sicher.

Re: Genitalverstümmelung beim Mann/Jungen #170108
28/12/2005 15:52
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Laura Offline
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Hallo Susanne

Sicher darfst Du dagegen sein und es als Körperverletzung empfinden, jeder hat da andere Ansichten und das ist auch gut so.

Ich habe einfach nur gefragt, weil mich die Gründe interessiert haben.

Ausserdem handelt es sich ja nicht um ein neuzeitliches Phänomen, sondern hat Jahrtausend lange Tradition.

LG Laura

Re: Genitalverstümmelung beim Mann/Jungen #170109
28/12/2005 17:53
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Samara Offline
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Habe in einem Bericht gelesen das zb. Gebärmutterhalskrebs in Ländern in denen die Männer beschnitten werden wesentlich seltener vorkommt. Was haltet ihr davon?

Re: Genitalverstümmelung beim Mann/Jungen #170110
29/12/2005 15:50
29/12/2005 15:50

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Hallo Alyssa, von diesen Studien habe ich auch gelesen. Aber gucke dir trotzdem mal den Link an, den ich reingestellt habe. Je nachdem wer ein Studie in Auftrag gibt, erhält ein entsprechendes Ergebnis.
LG brini