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binationale kindererziehung #169537
27/08/2005 18:18
27/08/2005 18:18
Joined: Aug 2005
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Ganouscha Offline OP
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Ganouscha  Offline OP
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hallo an alle!!! ich weiß nicht, ob es dieses thema schon hier im forum gab!?! also, unsere tochter ist jetzt fast 5 und versucht uns ganz schön gegeneinander auszuspielen, denn oft wird unser kulturunterschíed bei der erziehung zum problem. mein mann möchte,daß unsere tochter hier in deutschland möglichst tunesisch erzogen wird, was natürlich in der gesellschaft hier ziemlich schwer ist. ich habe in einigen dingen - z.b. kleine jungs als freunde haben, auf dem spielplatz bei hitze nackt rumrennen wie die anderen kleinen kinder usw.- eine andere meinung!!! ich stehe manchmal zwischen den fronten. auf der einen seite mein mann mit seinen tunesischen ansichten und auf der anderen seite meine quengelnde tochter, die natürlich nicht versteht, warum sie beispielsweise ihren kleinen spielfreund aus dem kindergarten nicht zum geburtstag einladen darf!! kann mir bitte jemand aus eigener erfahrung ratschläge bzw. tips zu diesem thema geben!?!

Re: binationale kindererziehung #169538
27/08/2005 18:55
27/08/2005 18:55
Joined: Aug 2005
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Ganouscha Offline OP
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Ganouscha  Offline OP
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sorry, habe gerade entdeckt, daß es dieses umfassende thema ja schon hier im forum gibt. da war ich wohl echt blind!!!

Re: binationale kindererziehung #169539
27/08/2005 18:58
27/08/2005 18:58
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Doreen Offline
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Doreen  Offline
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Hallo Ganouscha,

Tipps geben ist sehr schwer. Es kommt ganz darauf an wie du damit umgehst. Tust du was er will oder richtest du dich nach deinem Kind? Denn in diesen Punkten Kompromisse zu finden ist doch sicher sehr schwer.
Ich habe meinem mann immer wieder versucht klarzumachen, das sie nun mal hier in Deutschland lebt und aufwächst, und das hier gewisse Dinge selbstverständlich sind. Ich habe versucht ihm zu zeigen das man mit Vertrauen viel viel weiter kommt als mit Verboten.

das dein mann ihr mit 5 Jahren schon nicht erlaubt Jungen zum Geburtstag einzuladen finde ich persönlich schon sehr bedenklich.

Als die Mädchen klein waren, hielt sich das alles auch noch in Grenzen, und vor allem hatte ich es nicht sehr schwer, weil ich mich sowieso um alles gekümmert habe, was die Kinder anging, er hatte nie Zeit oder Lust dafür und dann hab ich halt auch gesagt, das es nicht sein kann das er immer nur zur Stelle ist, wenn es ums meckern oder Verbote geht. entweder ganz oder gar nicht. sozusagen.
Um zum Ende zu kommen, dieser Punkt hat bei uns letztendlich zur Trennung geführt, denn die Mädchen werden älter und dann wurde es schlimm, mit der Konsequenz das ich mich von ihm trennte, weil die Kinder nicht darunter leiden sollten, das sie einen arabischen Vater haben mit Ansichten und einer Einstellung, die hier nun mal völlig fehl am Platze ist.
Wider Erwarten ist meine große Tochter mit 17 immer noch nicht schwanger, ist nicht in die Drogenszene gerutscht, p..pt nicht in der Gegend rum, sondern ist eine ganz liebe anständige junge Dame. Mein rezept ist Vetrauen, die Grundlage jeder Beziehung, auch der zwischen Eltern und Kindern. Wer das nicht versteht hat das Leben nicht verstanden.

Doreen

Re: binationale kindererziehung #169540
27/08/2005 18:59
27/08/2005 18:59
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Doreen Offline
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Doreen  Offline
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macht doch nix, es gibt so viele andere Themen die es hier schon tausend mal gab, Claudia wird es dahin verschieben wo es hingehört und dann isset jut [Winken]

Re: binationale kindererziehung #169541
27/08/2005 20:52
27/08/2005 20:52
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Ganouscha Offline OP
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Ganouscha  Offline OP
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hallo doreen,lieben dank für deinen beitrag. na ja, ehrlich gesagt setze ICH mich meistens durch...!!! ich möchte ja auch gern, daß unsere tochter sehr viel von der tun.tradition mitbekommt, aber manchmal fällt es mir nicht leicht,mit bestimmten dingen umtzugehen. also mein mann kann es absolut nicht ab, wenn unsere tochter erzählt, daß sie im kindergarten wieder "nur" mit jungs gespielt hat!!ich habe auch eine freundin die einen 6jährigen sohn hat und da habe ich ihm klipp und klar gesagt, daß ich nicht meine freundschaft oder treffen aufgebe, nur weil sie keine tochter hat!!!! ich meine in dem alter "läuft" doch auch noch nichts. sicher, wenn unsere tochter dann 12 oder so ist, dann werde ich auch bestimmt dinge aufmerksamer beobachten!!! heutzutage ist das leider so. un meiner kinderzeit da habe ich mit 12 noch fußball mit den nachbarskindern gespielt... :Dmein mann kümmert sich sehr viel um unsere tochter, da ich oft sehr lange arbeiten muß [weinen2] [weinen2] da kann ich echt nichts sagen. er sit ein toller vater, aber er hat natürlich auch viel einfluß auf ihre denk-und verhaltensweisen!!!ich verstehe auch eigentlich nicht, warum er manchmal so extreme auffassungen hat, denn er ist auch kein praktizierender moslem. okay, er ißt keine schweinefleisch, aber rammadan macht er uach keinen!! na ja, vielleicht liegt sein verhalten einzig und allein in seiner erziehung begründet!?!keine ahnung.

schade, daß deine ehe aufgrund solcher probleme in die brüche gegangen ist!!!haben denn deine kinder noch kontakt zu ihrem vater?!?

Re: binationale kindererziehung #169542
27/08/2005 21:09
27/08/2005 21:09
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Dilan* Offline
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Dilan*  Offline
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Wenn die Kinder in Schule sind trennen sich spätestens in der 3 Klasse die Geschlechter.
Mädchen wollen mit Jungs nichts mehr zu tun haben - und die Jungs finden Mädchen nur doof und albern.

Mein Sohn (11)war 7 Jahre mit seiner iranischen Kindergartenfreundin viel zusammen. Die beiden haben sich immer gut verstanden, auch in der 1. Klasse saßen sie anfangs nebeneinander.

Vor einem Jahr ist der Kontakt so ziemlich abgebrochen. Gerade noch ein "Hallo" bringen beide heraus, sollten sie sich auf der Straße begegnen. [Breites Grinsen] [Breites Grinsen]

Mädchen, iiiiihhh, schrecklich...
(mal sehen, wielange das anhält)

Re: binationale kindererziehung #169543
27/08/2005 21:20
27/08/2005 21:20
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Tanit Offline
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Tanit  Offline
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Hallo Dilan! Das gleiche mache ich jetzt auch durch ,allerdings umgekehrt.Meine 10Jährige Tochter findet Jungs im Moment auch doof. Ausnahme ist ihr Cousin oder wesentlich jüngere,die sind dann noch niedlich. Ich bin ja mal gespannt was in ein paar Jahren so los ist und wie mein Mann dann reagiert,mit Eifersucht oder ganz das Gegenteil , ich lass mich überraschen. [Schüchtern]

Re: binationale kindererziehung #169544
28/08/2005 09:27
28/08/2005 09:27

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Anonym
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@ganoucha,
Vermittlung von tunesischen Traditionen, soweit möglich, finde ich ok. Allerdings sind es meist die religiösen Dinge die Konflikte auslösen. Tradition und Religion ist in meinen Augen nicht dasselbe. Wahrscheinlich hat die Trennung Junge/Mädchen doch eher mit Religion zu tun, oder?

Re: binationale kindererziehung #169545
28/08/2005 10:20
28/08/2005 10:20
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Doreen Offline
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Doreen  Offline
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Guten Morgen,

ich finde es schon einen enormen Unterschied ob ein Kind von sich aus sagt: ihhhh, Jungs sind doof, oder ihhhh Mädchen sind doof, oder ob der Vater sagt: du darfst nicht mit Jungs zusammen sein, du darfst nicht mehr an Klassenfahrten teilnehmen, du darfst nicht zur Disco, du darfst nicht zum Schulfest, du darfst nicht alleine mit Freundinnen rausgehen....und und und.

Ganouscha, wenn der Vater Traditionen weitergibt ist das ja auch kein Problem, solange es die Persönlichkeit der Kinder nicht einschränkt und sie die Möglichkeit haben zu sagen: das find ich gut, das nicht usw. Wenn ihnen diese Möglichkeit durch Verbote genommen wird, ist eine Grenze überschritten, die m.E. nicht überschritten werden darf, egal von wem. Ein Kind, was mitbekommt, das der Vater ihm nicht vertraut, das er normale Dinge verbietet die hier zum Leben gehören, wird sich irgendwann widersetzen, und das sind dann oft die Kinder, die in irgendeiner Form abrutschen. Das sind die Kinder die irgendwann anfangen zu lügen, die zum papa sagen: ich geh zu ner Freundin, sich dann aber mit Jungs treffen, und dann wirds gefährlich. ich habe Vertrauen zu meinen Töchtern und bekomme dafür klare wahre Aussagen von Ihnen, iich weiß wann sie sich mit wem und wo treffen, weil sie mich nicht belügen müssen. das ist eine ganz einfache und logische sache.

Das dein Mann nicht besonders religiös ist, hat damit auch nicht sehr viel zu tun. Mein Ex mann war auch nicht religiös, aber es war immer sehr wichtig nach außen super dazustehen, vor der familie, und um Himmels willen, wenn der Bruder mitbekommt, das die Tochter mit Jungs zusammen ist, was denken denn dann die anderen über ihn, nein das geht nicht. Und dann in diese üblen Verdächtigungen, das sie sich nur mit Jungs trifft um rumzup...en, zu ihr zu sagen, dieses ewige Mißtrauen, das war einfach nicht akzeptabel.

Die Kinder haben natürlich Kontakt zu ihm, die Kleine ist alle 14 tage am WE bei ihm, wir haben uns ganz in Ruhe getrennt, schon allein um den Kindern nicht zu schaden, und ich bin ihm auch sehr dankbar das er das so mitgemacht hat und es bis heute friedlich geblieben ist. Ich glaube auch für ihn war das alles so besser, er konnte sozusagen nicht über seinen "Traditionsschatten" springen und wollte weder den Kindern noch mir wehtun, und da war eine Trennung die für alle einfachste Lösung.

Grüße aus Neukölln (bin arbeiten)

Re: binationale kindererziehung #169546
28/08/2005 20:52
28/08/2005 20:52
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Gera
Claudia Poser-Ben Kahla Offline
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Claudia Poser-Ben Kahla  Offline
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Gera
Habe das Thema in diese Rubrik verschoben.

Claudia

Re: binationale kindererziehung #169547
28/08/2005 21:45
28/08/2005 21:45
Joined: Aug 2005
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Ganouscha Offline OP
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Ganouscha  Offline OP
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na ja, nun ist unsere tochter fast 5 und gott sei dank sind es bis zur pubertät noch ein paar jährchen!!! bis dahin müssen wir auf jeden fall versuchen eine für alle akzeptable lösung zu finden!! ich werde jetzt in zukunft einfach mal ein paar freundinnen, die einen sohn haben, öfter mit unserer tochter besuchen und auch zum spielen einladen. mal sehen, wie mein mann darauf reagiert!?! ich denke auch, daß DIE mädels, die von klein auf nicht so den kontakt zu jungs haben dürfen später dann DIE sind, die mit 15 oder so schwanger werden!! man sagt ja nicht um sonst, daß verbotene früchte am besten schmecken!!! stimmt ja auch. allerdings wird mir schon jetzt schlecht bei dem gedanken,wenn meine tochter den ersten freund mit nach hause bringt...- d.h., wenn sie dies dann überhaupt tut!?! ich möchte meiner tochter auf jeden fall über die nächsten jahre vermitteln, daß sie mit JEDEM problem bzw. anliegen zu mir kommen kann!!! und das ist ziemlich schwierig, wenn der andere elternteil dann gewisse verbote erteilt, so daß sie zu heimlichkeiten greifen muß!!! ich weiß zwar noch nicht genau, wie ich das hinkriegen werde, aber ich hoffe, das meine tochter es irgendwie merkt, daß sie jederzeit und mit allem zumir kommen kann und ich hinter íhr stehe!! ich bin bloß froh, daß wir eine tochter und keinen sohn haben,denn ich hatte meinen mann mal gefragt, was er denn tun würde, wenn eben dieser sohn schwul wäre...!!! er hat dann gesagt, daß es SO WAS in tunesien nicht gibt und er es nicht akzeptieren würde!!! na so ein quatsch-es gibt schwule auf der ganzen welt!! nur wird es hier in deutschland offen gelebt. bei solchen themen sind wir immer voll am streiten und irgendwann lasse ich ihn dann immer voll genervt stehen, da wir ja sowieso nicht weiter kommen!!! [Durcheinander]

Re: binationale kindererziehung #169548
28/08/2005 21:48
28/08/2005 21:48
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Ganouscha Offline OP
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Ganouscha  Offline OP
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liebe doreen,
finde ich übrigens echt klasse, daß ihr euch in frieden getrennt habt und die kinder weiter ihren papa sehen können!!! das kriegen auch nicht viele hin!!

viele grüße aus lichtenberg!!!! [winken3] [winken3]

Re: binationale kindererziehung #169549
29/08/2005 06:37
29/08/2005 06:37
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Doreen Offline
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Hallo Ganouscha,

find ich gut, das du dir die Gedanken machst. Es gibt leider viele Frauen, die es einfach so hinnehmen, und die Kinder, vor allem die Mädchen, müssen dann darunter leiden, weil die Mutter, aus mir unerklärlichen Gründen, alles so macht, wie der Herr Gemahl es möchte.

Es wird sich mit der Zeit zeigen, wie du das hinbekommst, aber ich bin mir sicher, das du eine gute Mutter bist, die sich Gedanken macht, und das ist das beste was der Kleinen passieren kann.

Ich wünsche euch viel Glück, wenn du einen Rat brauchst oder Fragen hast, jederzeit gern. [Lächeln]

Re: binationale kindererziehung #169550
29/08/2005 06:53
29/08/2005 06:53

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Anonym
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@ganoucha,
Zitat:
daß es SO WAS in tunesien nicht gibt
Dein Mann ist wohl kein Realist, oder [Breites Grinsen] [Breites Grinsen] ?

@all
Ansonsten frage ich mich gerade ob in T die kleinen Kinder auch nicht miteinander spielen dürfen??? Mein Mann kennt das so nicht von zu Hause.
Wir haben eine Cousine mit Mann und Kind in T und eine Cousine mit Mann und Kindern in D. Die Cousine in D verhält sich extrem konservativ und lebt teilweise einen Alltag der für Tunesier eher ungewöhnlich ist. Die Cousine in T lebt eher modern, weltoffen usw..
Wird fern der Heimat das Gen für "konversatives Denken" gezündet oder woran mag das liegen?

Re: binationale kindererziehung #169551
29/08/2005 08:24
29/08/2005 08:24
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Sousse
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annegha Offline
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annegha  Offline
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Sousse
Ja, ja - "SO WAS" gibts in Tunesien ja schon mal garnicht. Über die moralischen Vorstellungen von manchen Tunesiern (nicht alle - wegen dem in den falschen Hals bekommen) diskutieren wir heute mal nicht, aber was deine 5 jährige Tochter anbelangt, kann ich dir aus eigener Erfahrung berichten, da wirst du es noch sehr schwer haben.
Als unsere Tochter klein war, war alles noch kein Problem. Auch als wir, da war sie gerade 10 Jahre alt, nach Tunesien gingen, auch nicht. Aber nun ist sie 20, und schon geht die Post ab. Kleinigkeiten, wie Schulfreunde oder Geburtstagsfeten wurden noch nach dem Prinzip "Papas liebstes Kind" geregelt und meistens genehmigt. Man bzw. junge heranwachsende Frau möchte auch mal in die Disko, was dann?
Darüber würde ich mir auch mal Gedanken machen, denn deine Tochter wird auch älter. Wenn es schon im Kindergartenalter so problematisch anfängt, was ist wenn sie in die Pubertät kommt und erwachsen werden will.
Ich stehe sehr zu meiner Tochter und fechte mit ihr manchen Kampf mit ihrem Vater aus, den wir zu 98% gewinnen. [Breites Grinsen]
Das bedeutet aber, dass ich meiner Tochter vertrauen kann und immer für jede Dummheit mit geradestehen muss - funktioniert bestens.
Ich bin auch mit 20 in die Disko gegangen und was ist mir da passiert, nichts besonderes. Habe da nur meinen Mann kennengelernt und bin nun schon seit 27 Jahren mit ihm zusammen. Schlimm was - dies bringe ich dann als Argument, wenn mein Mann mal wieder zicken will. [Ha!]

Gruss
Annegret II.

Re: binationale kindererziehung #169552
29/08/2005 08:29
29/08/2005 08:29
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Doreen Offline
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Berlin
Zitat:
Über die moralischen Vorstellungen von manchen Tunesiern
passender Begriff hier für wäre zum Beispiel: Doppelmoral [Schüchtern]

Re: binationale kindererziehung #169553
31/08/2005 12:22
31/08/2005 12:22
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chez moi
sosso Offline
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chez moi
Jaja, diese angebliche Moral.
Der Papa verbietet (meint verbieten zu müssen), die Mama hört das Gejammere der Tochter. Der Papa hält sich raus. Pass auf deine Tochter auf, sind so Standardsprüche, die Papa gerne bringt.
Und, die Mama hat wieder den Ärger. Mit Papa, wenn sie der Tochter hilft, mit Tochter, wenn sie dem Papa zustimmt.

Ich denke, als Mama wird frau schon wissen, was für die Tochter am Besten ist und wenn die Tochter Vertrauen zur Mutter hat, wird sie auch mal ein Nein akzeptieren, denn nur weil es Papa verboten hat, heißt es ja nicht, dass Mama schon aus Prinzip das dann erlauben muss.

Es gibt Dinge, die würde ich meienr Tochter mit 12 oder 14 nicht erlauben. Auch mit 16 wäre ich noch nicht so sehr großzügig, erst dann würde ich wohl langsam die Zügel lockern.
Was aber nichts mit papa zu tun hat, sondern weil ich es nicht gut finde, wenn ich sehe, wie die Mädels sich mit 12 oder 14 nachts auf der Straße rumtreiben, aufgestylt wie, naja....
Das entspricht in keinster Weise meiner Überzeugung, was nicht heißen soll, dass die Mädels sich nicht etwas schminken sollen oder nette Sachen anziehen, aber das wie und der gesamte Eindruck.