Entscheidend ist wo Du lebst. In Europa ist die Toleranz einfach größer wegen der Religionsfreiheit. Kirchen und Moscheen, sogar Tempel sind einfach da.
Wenn Du hier lebst, kannst Du den christlichen Glauben nur innerhalb der Familie weitergeben, wenn Dein Ehepartner damit einverstanden ist.
Die Kinder sind von Geburt an Moslems und irgendwie steht es auch im Koran, daß sie in diesem Glauben erzogen werden sollen.
Gesellschaftlich, auch in der Familie geschieht das ganz automatisch hier.
Es gibt ja auch sehr mir wenig bekannte christliche Symbole hier, wo Du den Kinder zeigen könntest, daß dies zum christl. Glauben gehört. Damit meine ich z.B. eine Kirche. Meines Wissens gibt es eine in Tunis und auf Djerba, letztere ist erst dieses Jahr komplett an die Gemeinde zurückgegeben worden. Vorher war es eine Sporthalle. Friedhöfe mag es in Tunis geben, habe aber noch keinen wirklich gesehen und auf Djerba. Dieser ist mulitkonfesionel und auf Betreiben der christl. Gemeinde und der hier lebenden Europäer mit Unterstützung der franz. Botschaft wieder ins Leben gerufen worden. Immerhin wir werden jetzt nicht mehr verscharrt !!

Grundsätzlich wirst Du als Andergläubige und auch als europäische Mutter immer in Oposition zur Gesellschaft und Familie stehen.

Ich bin selber Mutter und mit einem Tunesier verheiratet und bekomme es zwar von der Familie nicht zu spüren, aber es fängt schon im Kindergarten an.