Moin,
gerade zurück aus Tunesien, hier mal so 2 Eindrücke zu diesem Thema:

Situation 1: Sousse, kleine Straße mit brachliegendem Grundstück...Hund an Baum angebunden (Leine ca. 2 Meter)...1 Mädchen (ca. 13 Jahre alt) schmeisst mit faustgroßen Steinen auf das Tier, das noch nicht mal weglaufen kann...keiner sagt was, die Eltern gucken seelenruhig zu

Situation 2: Kairouan, im Hause meiner Schwiegereltern: Die Katze meiner Schwägerin in folgendem Zustand: rechte Hitnerpfote bis auf die Knochen blutig und vereitert, alles offen...dito rechtes Auge. Was war passiert? Kindern war langweilig, so haben sie Steine auf die kleine Katoussa geworfen...dies führte zu diesen Verletzungen...

Situation 3: Ein Kutschenpferd auf der Corniche in Sousse: abgemagert bis auf die Knochen brach es einfach vor der Kalesche zusammen...tja, da wurde halt so lange mit der peitsche drauf eingeprügelt, bis es mühsam und mit wackeligen Beinen wieder aufstand...

Also: Nur wenn die Einstellung der Menschen sich ändert, wird es Tierschutz geben....Mitleid mit der Kreatur gibt es dort nur in Ausnahmefällen.

Und Karmoussa, selbstverständlich gebe ich Dir recht, wenn du sagst, Menschenschutz sei wichtiger, sehe ich auch so...nur: das hängt doch zusammen....wer seine Kinder durchprügelt, anstatt ihnen was zu erklären, wer ihnen Harrissa in Anus und Mund schmiert, weil sie ein böses Wort gesagt haben, der sagt auch nichts, wenn eben diese Kinder schon im zarten Alter anfangen, Tiere zu quälen....

Also ich habe diesmal diesbezüglich echt fast die krise bekommen...und mri graut schon vor Juli/August, wenn die Kätzchen wieder nackt und laut fiepend mitten auf den Straßen verenden...