Presseerklaerung
Von: Solidaritätskomitee für die Bewegung des 18.Oktober in Tunesien

2. Die Tunesische Polizei umstellt Mohamed Nouri in seiner Kanzlei
Von: Aktion 18 Oktober


Nachricht: 1
Datum: Fri, 03 Feb 2006 23:19:45 +0100
Von: Solidaritätskomitee für die Bewegung des 18.Oktober in Tunesien
Betreff: Presseerklaerung

Erklärung des
Solidaritätskomitee
für die Bewegung des 18.Oktober in Tunesien

Unter dem Eindruck der letzten besorgniserregenden Ereignisse in Tunesien geben wir zunächst folgenden Bericht zur Kenntnis.
Es kommt zunehmend zu persönlichen Übergriffen auf Mitglieder der (Aktion 18 Oktober),, mit denen die tunesische Regierung den Druck auf ihre Gegner erhöht und versucht, die Gruppe derjenigen zu demoralisieren, die in Zeiten von Demokratie und Meinungsfreiheit in den europäischen Gesellschaften auf ihrem Grundrecht zur freien Meinungsäußerung bestehen:

1. Auf offener Straße kam es zu tätlichen Übergriffen auf Herrn Hedi Triki, Mitglied des Unterstützungskomitees in Sfax für die "Aktion 18. Oktober".
2. Eine für den 28.01.2006 von der Aktion anberaumte Pressekonferenz wurde kurzerhand verhindert. Sie sollte im Gedenken an den 26.01.1984 stattfinden, als es in Tunesien zu einem Aufstand gekommen war, weil die tunesische Gewerkschaft - übrigens die älteste in Afrika und der arabischen Welt - vom Regime zerschlagen werden sollte.
3. Die Medienkampagne gegen Herrn Nashib Chebbi, RA und Vorsitzender der PDP, hat inzwischen beleidigende und denunziatorische Ausmaße angenommen.
4. Auf dem Weg zum Büro der Zeitschrift "Mauqif", wurden Herr Lotfi Hajji, Herr Hamma Hammami und Herr Ayachi Hammami (Mitglieder von 18. Oktober) auf offener Straße von Polizeibeamten in Zivil zusammengeschlagen. Sie waren auf dem Weg zu einem Treffen der "Aktion 18. Oktober" gewesen.
5. Samir Dilou, RA und Aktionsmitglied, wurde daran gehindert, von Bizerte nach Tunis zu diesem Treffen zu reisen. Er wurde in seinem Wagen festgehalten und daran gehindert loszufahren.
Bereits bei seiner Rückkehr von seiner kürzlich unternommenen Europareise war er auf dem Flughafen beschimpft und schikanös behandelt worden.
6. Das Büro des RA und Aktionsmitglieds Mohamed Nouri, wurde am 28.01.06 von Sicherheitsbeamten umstellt.
7. Die Internetseite des internationalen Journalistenverbandes wurde gesperrt und die Zeitschrift "Mauqif" wurde aus dem Verkehr gezogen.

Das Unterstützungskomitee der "Aktion 18. Oktober" gibt mit höchstem Nachdruck seiner Sorge über diese Repressalien gegenüber ihren Mitgliedern und Unterstützern in Tunesien Ausdruck.
Vor allen Dingen in Sorge sind wir über die zunehmende Brutalität und Unmoral in diesem Konflikt von Seiten des tunesischen Regimes. Es steht zu befürchten, dass alle diejenigen, die von ihrem Grundrecht auf Meinungs-, Presse- und Versammlungsfreiheit gebrauch machen wollen, dies mit ihrer Existenz und/oder ihrer Freiheit bezahlen werden.
Die Verteidigung dieser Menschenrechte ist vor Beginn des WSIS in Tunis die Initialzündung für das couragierte Eintreten einiger namhafter Vertreter der Zivilgesellschaft Tunesiens gewesen.
Wir appellieren jetzt an die Unterstützung aller Demokraten, damit dieses Licht der Hoffnung nicht wieder erlischt. Ohne den internationalen Druck wird es dem tunesischen Regime ein leichtes sein, alle seine Gegner zu beseitigen und mundtot zu machen! Wir erinnern daran, dass es dort noch immer Hunderte politische Gefangene gibt und bitten um Unterstützung für die Ziele der "Aktion 18. Oktober".

Koordinator
Fathi Ayadi
Sprecher
Mohamed Taha Sabri

www.aktion18oktober.com
info@aktion18oktober.com


Nachricht: 2
Datum: Sun, 29 Jan 2006 21:22:48 +0100
Von: Aktion 18 Oktober
Betreff: Die Tunesische Polizei umstellt Mohamed Nouri in seiner Kanzlei

Die Tunesische Polizei umstellt Mohamed Nouri in seiner Kanzlei

"Das Redaktionsteam


Die Kanzlei vom Rechtsanwalt und Vorsitzenden der Internationalen Verein für die Freilassung der politischen Gefangenen in Tunesien Herrn Mohamed Nouri ist letzte Zeit von verschiedenen Körperschaften der Polizei (spezielle Dienste, allgemeine Auskunft, Staatssicherheitsdienst ect....)umzingelt.. Seine Kunden, werden verhört, schikaniert und durften die Kanzlei nicht betreten ohne zuvor ihre Ausweispapiere abgegeben zu haben, die sie erst beim Verlassen der Kanzlei wieder zurückbekamen.


Alle Räumlichkeiten, die den Vereinigungen in der Zivilgesellschaft möglicherweise als Kommunikationsstandorte dienen könnten (z. B. Oppositionsparteien, die Organisation für Menschenrechte , Tunesische Vereinigung junger Anwälte, sowie der Nationale Rat für die Befreiung Tunesiens... werden einer beständigen Aufsicht unterworfen. Cafés, die den Dissidenten als Treffpunkte dienten, sind von der Geheimpolizei regelrecht kolonisiert worden.
Zahlreiche Aktivisten der Opposition werden teilweise oder ganz beschattet. Die Beschatter sind motorisiert oder laufen zu Fuß.
Am 26.01.06 wurde eine Gedenkfeier für die Opfer der Demonstrationen von 26.01.1978 von der Polizei verhindert und die Mitglieder des Komitees 18. Oktober vertrieben und schikaniert
Auf deutsch gesagt die Zivilgesellschaft und alle die während der Weltinformationsgipfel im November in Tunesien aktiv waren werden momentan brutal bestraft."

Source: http://www.aktion18oktober.com/deutsch/modules.php?name==News&file==article&sid=1