Themen in dieser Ausgabe:
1. Streit um die Macht im Internet vorerst beigelegt
Von: pcwelt.de
2. Hamadi Jebali
Von: Solidaritätskomitee für die Bewegung des 18.Oktober in Tunesien
3. Auszug aus dem Tunesienforum
Von:
www.diskussionsforen.net/cgi-bin/tunesienforumNachricht: 1
Datum: Wed, 23 Nov 2005 23:51:04 +0100
Von: pcwelt.de
Betreff: Streit um die Macht im Internet vorerst beigelegt
Streit um die Macht im Internet vorerst beigelegt Von dpa
17.11.2005 08:59
Der Streit um die Macht im Internet wurde vor der Eröffnung des Weltinformationsgipfels in Tunis vorerst beigelegt. Die Länder einigten sich darauf, ein internationales Forum ohne Aufsichtsgewalt alle Fragen zur Internet-Politik klären zu lassen.
Der Weltinformationsgipfel in Tunis hat den Streit um die Macht im Internet vorerst einmal beigelegt. In nächtlichen Verhandlungen vor der Eröffnung des UN-Gipfels am Mittwoch einigten sich die mehr als 150 Länder darauf, ein internationales Forum ohne Aufsichtsgewalt alle Fragen zur Internet-Politik klären zu lassen. UN-Generalsekretär Kofi Annan wertete das Ergebnis vor der Presse als "großen Erfolg" des Verhandlungsprozesses, der 2003 auf einem ersten Gipfel in Genf begonnen worden war. Das Forum solle die Diskussion über ein neues Management des Internets fortsetzen.
Damit endete das Tauziehen zwischen den USA und anderen Ländergruppen um eine neue "Weltordnung" für das Internet mit einem Kompromiss. Wegen ihrer Kompetenzen sei die Verwaltung des Netzes durch die amerikanische Stiftung ICANN sinnvoll, sagte Annan zum Auftakt des zweiten UN-Weltgipfels zur Informationsgesellschaft. Sollten Kompetenzen und Sachverstand sichergestellt sein, dann hätten die USA wohl auch nichts dagegen, den Sitz der Verwaltung des Internets etwa nach Deutschland zu legen, meinte Annan. Die UN seien aber keine "geeignete Institution für eine Internet-Regierung".
"Ich will absolut klar sein: Die Vereinten Nationen wollen das Internet nicht übernehmen oder in irgendeiner Form kontrollieren", sagte Annan. "Wir brauchen aber eine stärkere internationale Teilnahme an den Debatten über Management-Fragen des Internets." Die EU-Staaten sowie Schwellen- und Entwicklungsländer hatten eine weiter gehende "neue Form der Zusammenarbeit" für das Internet angestrebt. ICANN wird vom US-Handelsministerium kontrolliert.
Die USA lehnen internationale Gremien für die Internet-Verwaltung ab. Sie blockierten die Verhandlungen, bis klar war, dass das neue Forum keine echte Aufsichtsrolle übernimmt. Der US-Verhandler David Gross zeigte sich erfreut über das Vereinbarte, "denn es wird keine neue internationale Organisation geschaffen, dafür aber bekräftigt, wie wichtig der freie Informationsfluss im Internet ist".
"Der digitale Graben zwischen Nord und Süd darf nicht noch tiefer werden", verlangte Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek- Zeul (SPD) zum Weltinformationsgipfel. "Das Internet und die neuen Informationstechnologien bieten große Chancen im Kampf gegen die Armut", sagte sie. "Aber wir müssen etwas investieren."
Bis zum Freitag geht es auf dem UN-Gipfel außerdem darum, wie der "digitale Graben" bei den Informationstechnologien zwischen armen und reichen Ländern zugeschüttet werden kann. Das Treffen wird überschattet von massiven Vorwürfen an Tunesien, die Pressefreiheit und die Menschenrechte zu missachten. Eine "Erklärung von Tunis" zur Internet-Verwaltung und Finanzierung wird den Gipfel beschließen.
Der Weltinformationsgipfel in Tunis hat den Streit um die Macht im Internet vorerst einmal beigelegt. In nächtlichen Verhandlungen vor der Eröffnung des UN-Gipfels am Mittwoch einigten sich die mehr als 150 Länder darauf, ein internationales Forum ohne Aufsichtsgewalt alle Fragen zur Internet-Politik klären zu lassen. UN-Generalsekretär Kofi Annan wertete das Ergebnis vor der Presse als "großen Erfolg" des Verhandlungsprozesses, der 2003 auf einem ersten Gipfel in Genf begonnen worden war. Das Forum solle die Diskussion über ein neues Management des Internets fortsetzen.
Damit endete das Tauziehen zwischen den USA und anderen Ländergruppen um eine neue "Weltordnung" für das Internet mit einem Kompromiss. Wegen ihrer Kompetenzen sei die Verwaltung des Netzes durch die amerikanische Stiftung ICANN sinnvoll, sagte Annan zum Auftakt des zweiten UN-Weltgipfels zur Informationsgesellschaft. Sollten Kompetenzen und Sachverstand sichergestellt sein, dann hätten die USA wohl auch nichts dagegen, den Sitz der Verwaltung des Internets etwa nach Deutschland zu legen, meinte Annan. Die UN seien aber keine "geeignete Institution für eine Internet-Regierung".
"Ich will absolut klar sein: Die Vereinten Nationen wollen das Internet nicht übernehmen oder in irgendeiner Form kontrollieren", sagte Annan. "Wir brauchen aber eine stärkere internationale Teilnahme an den Debatten über Management-Fragen des Internets." Die EU-Staaten sowie Schwellen- und Entwicklungsländer hatten eine weiter gehende "neue Form der Zusammenarbeit" für das Internet angestrebt. ICANN wird vom US-Handelsministerium kontrolliert.
Die USA lehnen internationale Gremien für die Internet-Verwaltung ab. Sie blockierten die Verhandlungen, bis klar war, dass das neue Forum keine echte Aufsichtsrolle übernimmt. Der US-Verhandler David Gross zeigte sich erfreut über das Vereinbarte, "denn es wird keine neue internationale Organisation geschaffen, dafür aber bekräftigt, wie wichtig der freie Informationsfluss im Internet ist".
"Der digitale Graben zwischen Nord und Süd darf nicht noch tiefer werden", verlangte Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek- Zeul (SPD) zum Weltinformationsgipfel. "Das Internet und die neuen Informationstechnologien bieten große Chancen im Kampf gegen die Armut", sagte sie. "Aber wir müssen etwas investieren."
Bis zum Freitag geht es auf dem UN-Gipfel außerdem darum, wie der "digitale Graben" bei den Informationstechnologien zwischen armen und reichen Ländern zugeschüttet werden kann. Das Treffen wird überschattet von massiven Vorwürfen an Tunesien, die Pressefreiheit und die Menschenrechte zu missachten. Eine "Erklärung von Tunis" zur Internet-Verwaltung und Finanzierung wird den Gipfel beschließen.
UN-Weltgipfel: Notebook für unter 100 Dollar wird vorgestellt (PC-WELT Online, 16.11.2005)
Streit um die Macht im Internet (PC-WELT Online, 16.11.2005)
Nachricht: 2
Datum: Thu, 24 Nov 2005 22:23:56 +0100
Von: Solidaritätskomitee für die Bewegung des 18.Oktober in Tunesien
Betreff: Hamadi Jebali
München, den 24.11.05
Solidaritätskomitee
für die Bewegung des 18.Oktober in Tunesien ?
Hamadi Jebali, ehemaliger Herausgeber der Tunesischen Zeitschrift al-Fajr, befindet sich seit dem 5. November 2005 mit mehrere andre Häftlinge aus Protest über seine Haftbedingungen im Mahdia- Gefängnis im Hungerstreik Die Behörden verbesserten seine Haftbedingungen jedoch in keiner Weise. Sein Leben ist möglicherweise in Gefahr, wenn er nicht unverzüglich die angemessene medizinische Versorgung erhält. <o:p></o:p>
Der politische Gefangene Hr. Hamadi Jebali leidet an verschiedene Krankheiten. Aufgrund mehrerer Hungerstreiks, in die er aus Protest gegen seine schlechten Haftbedingungen und seine Misshandlungen in der Haft getreten.
Unser geht an alle nationalen und internationalen Organisationen, Menschenrechtler und Juristen, sich solidarisch durch zusetzen um das Leben von Hr. Jebali Hamadi zuretten
PS: Um sich in die Solidaritätsliste einzutragen, bitte folgende
Solidaritätskomitee Aktion 18 Oktober Deutschland
Nachricht: 3
Datum: Thu, 24 Nov 2005 15:07:06 +0100
Von:
www.diskussionsforen.net/cgi-bin/tunesienforum Betreff: Auszug aus dem Tunesienforum
Und wegen dieser ganzen Farce hatten unsere Kinder vom 15.-18.11.2005 keinen Unterricht in der Schule......lächerlich.
Da frag ich mich, wie die Schüler ihr Programm schaffen sollen, wenn nach dem 1.Okt.2005 (offizieller Unterrichtsbeginn war der 15.Sept.05)mit dem Unterricht erst mal so richtig begonnen wurde. Die Zeit vom 15.Sept. bis 1.Okt.05 wurde vertan mit fehlenden Lehrern oder auch noch keine Lust bei den Lehrkräften, die übrigens in der Zwischenzeit auch 2 Tage gesteikt hatten. Dann hatten wir noch vom 1.-8.11.05 Ferien L'aid, 7.Nov. etc., somit kommen wir auf ein paar Wochen Schule fürs erste Trimester, da ja am 19.12. schon wieder Ferien sind.
Das ist die Erklärung dafür, das Tunesien bei PISA an letzter Stelle stand.
Liebe Grüsse
Annegret II.
Erstelltt am 18.11.2005
Source:
http://www.diskussionsforen.net/cgi-bin/tunesienforum/ultimatebb.cgi?ubb==get_topic;f=;t=[Diese Nachricht enthielt Anlagen]