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Aufenthalt eines Deutschen in Monastir
#150720
22/01/2005 13:12
22/01/2005 13:12
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Joined: Nov 2004
Beiträge: 129 monastir/Essen
Maged
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Zwei Tage vor Abflug kam ich nach dem Mittagessen auf die Idee, auch noch Monastir zu besuchen. Wieder vor dem Hotel zum Taxistand, fleissig gehandelt und bei 4 tunesische Dinar einig geworden. Mit einem weit über 20 Jahre alten Renault erreichten wir in 15 Minuten die 50.000 Einwohner zählende Stadt Monastir, welche auch Geburtsort des ehemaligen, tunesischen Staatspräsidenten Habib Bourguiba ist. Aufgrund dessen floss wohl recht viel Geld zur Restaurierung der Stadt, was man deutlich erkennt, ganz anders als die von mir vorher besuchten Städte. Auch machte die Stadt einen sehr sauberen, alles andere als chaotischen Eindruck auf mich (mit Palmen gesäumte Straßen,.....). Schon von weitem zu sehen ist das Wehrkloster (Ribat), das Wahrzeichen der Stadt. Mein erster Weg führte in die Medina, welche wie alle anderen auch, nur ein wenig kleiner ist. Die in Monastir ist aber aufgrund der Nähe zu den Hotels, ausgesprochen auf Tourismus ausgerichtet. Ich schlenderte hindurch und kaufte eines der dort in vielen Geschäften angebotenen Imitate von Markenkleidung, ein Sweatshirt von Chiemsee für 12 Dinar, nach 20 Minuten anstrengendem Handeln. Mein nächstes Ziel lag außerhalb der Medina, die eingangs beschriebene Wehranlage. Wie schon jene in Sousse, besitzt diese auch einen Turm, welchen man über eine enge Wendeltreppe besteigen kann und einen grandiosen überblick über Altstadt, Hafen und Meer bietet. Über Sichtkontakt war diese mit jener in Sousse verbunden, was das damalige Frühwarnsystem vor Feinden war. Das Wehrkloster (Ribat) diente bei Produktion des Monty Python Films „Das Leben des Bryan“ als Kulisse, was mir aber, obwohl ich den Film schon öfters gesehen habe, nicht wirklich auffiel. Neben dem Ribat befindet sich die aus dem 9. Jahrhundert stammende, riesige Bourguiba Moschee, mit einem angrenzenden Mausoleum. Der Moschee stattete ich nur von außen einen Besuch ab, wobei der große Vorplatz beeindruckend war. Das Mausoleum, gebaut zu Ehren des im Jahr 2.000 verstorbenen, ehemaligen Staatspräsidenten, gab es zur Zeit meines Besuchs noch nicht. Als letzten Akt besuchte ich die Uferpromenade, welche mit akkurat angepflanzten Palmen, Cafes und Restaurants Gelegenheit zum Flanieren gibt.Nach insgesamt drei Stunden Aufenthalt, machte ich mich wieder auf den Rückweg zum Hotel. Zusammenfassend gesagt, kann man in Monastir mal am Abend bummeln gehen, aber im Grunde hat die Stadt wenig arabisches Flair zu bieten. Sie ist voll und ganz auf den Tourismus fixiert, was einem auf Schritt und Tritt begegnet. "Das ist eine Wiedergabe der Meinung eines Deutschen über Monastir" was habt ihr dazu zu ergänzen oder zu kommentieren? ![[Winken]](images/icons/wink.gif)
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Re: Aufenthalt eines Deutschen in Monastir
#150721
22/01/2005 13:18
22/01/2005 13:18
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Joined: Nov 2004
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Maged
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Informationsblatt von Monastir: Nur zwei Schritte von Europa entfernt, im Herzen des Mittelmeeres, gibt es eine Gegend, wo die Luft so angenehm mild, der Himmel und das Meer strahlend blau und die Menschen von einer so spontanen Freudigkeit sind, dass man nie mehr von hier weg möchte: Monastir - schon der Name animiert zu einem Besuch und lädt dazu ein, diese Stadt und ihre Umgebung zu entdecken. Von Rous Penna zu Monastir: Das antike Rouspenna (Umänderung des punischen - Rous Penna), einst Stützpunkt des Afrikafeldzugs von Julius Cäsar, wurde durch drei Festungen verteidigt von denen noch heute Spuren zu erkennen sind. Monastir gewann an Bedeutung durch die Errichtung des Ribat im 8. Jahrhundert unter der Herrschaft der Aghkabiden von Kairouan. Dieser diente einerseits als Kloster und Ort der Meditation, zum anderen jedoch hatte er militärische Bedeutung und sollte das Land und die Küste vor Eindringlingen schützen. Im 11. Jahrhundert erlebte Monastir sein goldenes Zeitalter nach dem Niedergang der Hauptstadt Kairouan unter der Herrschaft der Fatimiden zugunsten des nahegelegenen Mahdia und galt von da an als Heiligtum, zu dem Tausende von Pilgern strömten
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Re: Aufenthalt eines Deutschen in Monastir
#150722
22/01/2005 13:24
22/01/2005 13:24
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Joined: Nov 2004
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Maged
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Partnerschaft mit Münster:Partnerstadt Monastir Monastir ist ein bekanntes und beliebtes Urlaubsziel. Und das nicht nur, weil das kleine Städtchen ein ideales Klima, erstklassige Hotels, einen Yachthafen, weiße Strände und das klare, türkisfarbene Wasser des Mittelmeers bietet. Es ist vor allem die herzliche Gastfreundschaft seiner Einwohner, die einlädt, ihre fremde Kultur näher kennen zu lernen. Tunesiens ehemaliger Präsident Habib Bourguiba, der in Monastir geboren wurde, bezeichnete sein Land gern als "Schnittpunkt und Kreuzfeuer der Zivilisationen". In Monastir wird das besonders deutlich: Die Randlage auf dem afrikanischen Kontinent und die Nähe zu Europa ließen die Stadt zu einem Schmelztiegel mitteleuropäischer und islamischer Kultur werden.
In Monastir verbinden sich Tradition und modernes Leben auf bemerkenswerte Weise miteinander. So ist traditionelles Handwerk, zum Beispiel bei der Herstellung von Textilien, ebenso zu finden wie moderne Dienstleistungen. Zum Stadtbild gehören neue Wohnsiedlungen und moderne Gebäude wie das Kongresszentrum, die Universität, verschiedene medizinische Fakultäten und der internationale Flughafen. Doch genauso findet der Gast in der Medina mit ihren verwinkelten Straßen, niedrigen Durchgängen und kleinen Gässchen die alte arabische Stadt. Auf sorgfältige Restaurierung der historischen Baustruktur wird hier großer Wert gelegt. So ist im Ribat - Wehrkloster und Keimzelle Monastirs - heute ein Museum für islamische Kunst untergebracht.
unter diesem Link können Sie nähere Infos über Monastir erhalten:http://www.muenster.de/stadt/partnerstaedte/monastir2.html Von Partnerstadt zu Partnerstadt: So unterschiedlich das westfälische Münster und das nordafrikanische Monastir auch sind, in der Historie zeigen sich auffällige Parallelen: Beide Städte sind fast zur selben Zeit im 8. Jahrhundert entstanden, und beide tragen auch fast denselben Namen. "Monastir" leitet sich genauso wie "Münster" von dem lateinischen Wort für Kloster "monasterium" ab. Der Grund ist naheliegend: Beide Städte gehen auf Kloster zurück – Münster auf ein christliches und Monastir auf ein islamisches. Heute haben die beiden Städte ihren Gästen ganz Unterschiedliches zu bieten: In Münster genießen Tagestouristen das historische Stadtbild, wird Naherholung am Aasee, am Dortmund-Ems-Kanal oder an den Flüssen Werse und Ems geboten, gerade Radurlauber schätzen die flache grüne Parklandschaft um Münster mit ihren Wasserschlössern. Monastir hingegen präsentiert sich als sonnenreicher Badeort im äußersten Süden des Golf von Hammamet. Die Gäste können zwischen Segeln und Golf, Nachtleben und Ausflügen ins Hinterland wählen, wo Moscheen und Museen, Fischerhäfen und ein Kolosseum zu sehen sind.
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Re: Aufenthalt eines Deutschen in Monastir
#150725
23/01/2005 11:23
23/01/2005 11:23
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Joined: Nov 2003
Beiträge: 1,748 München / Tunesien
OM EYA
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Zitat: Ist es nicht untersagt, dass man mosl. Gräber umbetet oder entsorgt ?
Annegret: Generell: eigentlich schon, außer es gibt keine andere Möglichkeit dieses "andere" ding irgendwo anders zu bauen. Vorher müsste man aber dann auch eigentlich erst sicher "forschen" ob es noch Menschenrest gibt.. wenn es dort ganz alte Gräber sind, wo fast nichts mahr übrig ist, wird es sicher leichter diese "schwere" Entscheidung zu treffen. Aber: Zitat: Auf diesem Platz ist heute der grosse breite Aufgang zum Mausoleum.
für so ein Zweck sehe ich das ehrlich gesagt nicht ein. Das ist einfach absurd für mich. Sowas kann ich nicht verstehen, und wenn einer meiner Familie genau an diesen Teil des Friedhofs begrabt wurde (egal wie lang schon her) würde ich dass erst recht GANR NICHT verstehen. Solche Entscheidungen nehmen aber meist keine große Rüchsicht auf Religion, Tradition oder Menschengefühle.. Was sich wirtschaftlich lohnt, wird einfach getan. So sieht es heute zum Teil aus.
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