6. Warum darf eine muslimische Frau keinen Nicht-Muslim heiraten?
Wenn man nun Gründe für das Verbot einer Mischehe aufführt, bei der der Mann nicht
Muslim, die Frau aber Muslim ist, muß man zunächst damit beginnen, daß Gott es so im
Koran vorschreibt: (2:221) "... und heiratet nicht mitgötterergebene Männer, bis sie
glauben ..." Dies bezieht sich auf Mitgötterergebene Männer, also nicht auf Juden oder
Christen. (60:10) (über die gläubigen Frauen) "... und habt ihr sie jedoch als Gläubige
erkannt, dann laßt sie nicht zu den Ungläubigen zurürckkehren. Sie sind ihnen nicht
erlaubt, noch sind jene für sie erlaubt..." Da es im Koran keine Ausnahme für Christen
oder Juden gibt, gilt das Heiratsverbot. . Er hat uns erschaffen und weiß natürlich, was
das beste für uns ist. Wer an Allah glaubt, versucht sich an seine Gebote zu halten. Eine
muslimische Frau darf keinen Nichtmuslim heiraten. Die einzige Möglichkeit, daß die Ehe
dennoch zustande kommt, ist die, daß der Nichtmuslim zum Islam konvertiert. Dies sollte
aber nicht formal nur der Ehe wegen geschehen. Ein wichtiger Grunde ist die freie
Ausübung der Religion. Während der Islam den muslimischen Ehemännern einer
Mischehe vorschreibt, ihren christlichen oder jüdischen Ehefrauen die Ausübung ihrer
Religion möglich zu machen, kann der Islam den chrislichen Männern einer derartigen
(hypotetischen) Mischehe logischerweise derartiges nicht vorschreiben. Somit ist die
Religionsausübung der Ehefrau nicht garantiert.