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Gründe für Fremdenfeindlichkeit in Tunesien
#147212
15/04/2001 23:03
15/04/2001 23:03
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Joined: May 2001
Beiträge: 4,814 Stuttgart
Karim
OP
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Von kulturellen Unterschieden abgesehen, auch was die berühmte Kleiderordnung angeht, dürfen wir nicht vergessen, dass nicht alle Tunesier am Tourismus partizipieren. Die Preise werden durch den Tourismus immer höher. Die Leute, die im Tourismus arbeiten und zu ihrem Einkommen Trinkgelder bekommen, können das bezahlen, die anderen sind verschuldet. bsp. ein Lamm, durchnittl. Grösse kostet heute etwa 150 Dinar. In Deutschland fkaufe ich es um 200.- beim Bauern. Ein Kilo Lammfleisch beim Metzger 9 Dinar. Bei einem Familieneinkommen von z bsp. 250 Dina für eine 4 Köpfige Familie kann sich jeder ausrechnen, was das bei uns vergleichsweise kosten würde. Warum sollte ein Landwirt sein Schaf einem Nachbarn für einen fairen Preis verkaufen, wenn er im Hotel das doppelte dafür bekommt. ein anderes Beispiel. wenn du streit bis hin zur Prügelei mit einem Tunesier hast und gehst zur Polizei, wirst du als Tourist immer recht bekommen. Der Tourist geht über alles Recht. In einigen Gegenden im Süden werden Motorradfahrer schon mit Steinen beworfen. warum? Früher waren gerade diese dort sehr beleibt, weil sie kontaktfreudig mit den Einheimischen waren. Nun gibt es Reiseunternehmer die in Bussen Motorradfahrer samt Rädern nach Südtunesien verfrachten und dort Privatralleys veranstalten, die zum Teil wie die irren durch die Dörfer brausen. Also kein Wunder. Die Regierung ist ein anderes Problem. Sie hat wegen ihrer Priorität auf den Tourismus sämtliche sozialen Probleme liegen lassen. Schau dir mal die witwenrenten dort an. Eine Unverschämtheit. Ben Ali wird im tunesischen Fernsehen, das von der Regierung gesteuert wird (kanal 7) von morgens bis abends gelobt. Den ganzen Tag eine einzige Werbeveranstaltung. Er sollte mal raus aus seinem Palast und sich um die Armen kümmern. Desto grösser der Abstand wird um so grösser werden die sozialen Spannungen werden, die von viel Polizei unterdrückt werden, noch. Jeder der in den Touristengebieten war, weis, dass an jeder Ampel ein Polizist steht. Diese aukommenden sozialen Spannungen sind ein Grund für mehr aufkommende Fremdenfeindlichkeit in Tunesien.
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Re: Gründe für Fremdenfeindlichkeit in Tunesien
#147217
16/04/2001 12:25
16/04/2001 12:25
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Anonym
Nicht registriert
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Anonym
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Karim - der Grosszügige (oder wie?) So, jetzt muss ich doch mal zu Jörg (habe ich glaube ich irgendwo so gelesen)/Karim was loswerden. Je mehr von Deinen Beiträgen ich lese, desto eher habe ich das Gefühl, das Du ohne jegliche Toleranz zum Land nach Tunesien fliegst. Nicht nur Deine Frau und ihre Familie sind Tunesien, sondern auch die anderen Menschen die dort leben. Und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, was Du dort als Horrortrip bezeichnest. Wo in Tunesien lebt die Familie Deiner Frau? Mich würde wirklich mal interessieren, wo sich diese ganzen fremdenfeindlichen Menschen denn alle befinden. Wenn ich die Familie meines Mannes besuche habe ich bisher noch keinerlei Probleme gehabt. Im Gegenteil, die Leute haben sich an mich gewöhnt, die die mich kennen grüssen mich freundlich, die anderen gucken vielleicht neugierig, aber niemals ablehnend. Liegt es nun daran, das ich eine Frau bin und das es einem moslemischen Mann ja nicht verboten ist eine Christin zu heiraten? Aber steht es Dir denn auf der Stirn geschrieben, das Du kein Moslem bist? Eure Ehe ist vielleicht in Tunesien rechtlich nicht anerkannt, aber wissen das denn alle Leute dort? Bei uns wissen ja auch nicht alle, das wir verheiratet sind. Wenn Du auch recht hast, das hier einige über ihrer grossen Liebe und der Romantik alles nur noch durch die rosarote Brille sehen, so habe ich bei Dir den Eindruck, das du absolut nichts positives an diesem Land erkennen kannst. Vielleicht ist es deswegen für Dich ein Horrortrip, weil Du von vornherein nur schlechtes sehen willst und man Dir das schon ansieht. Vielleicht reagieren die Menschen auf Dich deshalb anders als Du es gerne hättest. Wie gehst Du denn auf die Menschen dort zu, die nicht zu der Familie bzw. den Freunden Deiner Frau gehören? Hast Du versucht Dich in irgendeiner Art und Weise dort anzupassen, oder hast Du Dich nur über alles informiert (aus meiner Sicht recht einseitig)? Du hattest ja nun zu fast jedem der Beiträge hier etwas zu sagen, aber kam da einmal etwas "tunesienfreundliches" rüber? Du hast in einigen Sachen vielleicht nicht unrecht, aber die Art, wie du sie hier anführst erscheint mir nur besserwisserisch und negativ. Im übrigen heisst unser Sohn auch Karim. Die Übersetzung bzw. Bedeutung des Namens, nämlich "grosszügig" habe ich für mich einfach ein bisschen ausgeweitet; dahingehend auch Toleranz auszuüben und Sachen die für uns Deutsche eher fremd sind auch mal einfach so zu akzeptieren wie sie eben sind. Denn egal wie lange wir verheiratet sind mit einem Tunesier bzw. einer Tunesierin, egal wie weit wir akzeptiert sind in Tunesien, wir werden in diesem Land immer nur Gast bleiben. Und wie gastfreundlich uns begegnet wird, liegt wohl hauptsächlich an uns.
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Re: Gründe für Fremdenfeindlichkeit in Tunesien
#147218
16/04/2001 12:27
16/04/2001 12:27
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Anonym
Nicht registriert
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Anonym
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Hallo, die ganze Preisgestaltung ist und bleibt für mich ein Rätsel. Da hier ja viele Experten sind, könnte mir vielleicht mal irgendeiner erklären, wie das genau funktioniert? Ich finde nämlich, daß es in Tunesien extrem teuer ist. Teuer für die Tunesier, die 300 bis 400 Dinar im Monat verdienen. Ich kann nicht verstehen, wie ein man sich bei dem Gehalt ein Haus leisten kann, das mindestens 50.000 Dinar kostet. Wie man eine Familie mit 2 Kindern überhaupt durchbringen kann? Wenn ich mir die Familie meines Mannes ansehe, dann funktioniert das ganze System nur durch "Zuwendungen" von den beiden Söhnen, die im Ausland arbeiten. Bei den Verwandten und Nachbarn ist es ähnlich. Wie läuft das bei Euch? Nun zu Karim. Karim, Du bist seit kurzer Zeit in diesem Forum und berichtest viel über Probleme, die Du als Deutscher hast, weil Du mit einer Tunesierin verheiratet bist. Ich kenne 2 Deutsche, die auch mit Tunesierinnen verheiratet sind. Diese haben eigentlich gar keine Probleme. Mir ist schon klar, daß es nach islamischen Gesetzen nicht in Ordnung ist. Alkoholgenuß ist auch nach islamischen Regeln nicht ok, oder? Ich habe Tunesien in der Hinsicht immer als sehr liberal erlebt. Ist das bei Dir anders? Die Frage ist nicht provokativ, sondern wirklich ehrlich gemeint. In welchem Teil Tunesiens bist Du immer? Vielleicht liegt es daran, daß wir verschiedene Teile Tunesiens kennen. Viele Grüße Anna
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Re: Gründe für Fremdenfeindlichkeit in Tunesien
#147219
16/04/2001 16:02
16/04/2001 16:02
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Joined: May 2001
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Karim
OP
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OP
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Stuttgart
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@ Anna. 50000TD sind schon eine Mengwe für ein Haus. Es geht auch erheblich billiger. Kommt wie bei uns darauf an wo, welche Ausstattung und sow.Mit Deiner Einschätzung, dass Tunesien recht teuer ist, liegst Du vollkommen richtig. Vor allem in den letzten ca 10 Jahren sind die Preise stark gestiegen. Es wird für Famiellien, die nicht im Tourismus arbeiten, immer schwerer.300-400 Dinar verdient auch nicht jeder. Ein Zimmemädchen im Hotel verdient ca 150TND. ohne Trinkgeld ist sie aufgeschmissen. Wenn sie Pech hat, hat ihr Mann kein Einkommen und dies ist das Familieneinkommen.Da kannst Du <Dir selbst vorstellen, wie schwer das ist. Irgendwo hier im Forum hbae ich gelesen, dass man sich für " nur" 60 Dinar krankenversichern kann. Ziehe den Betrag einmal ab von diesem Einkommen, dann weist Du warum viele nur minimal abgesichert sind. Wenn Du nach Tunesien kommst, geniesse es, aber es ist auch schön, dass Du die Augen nicht verschliesst.
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Re: Gründe für Fremdenfeindlichkeit in Tunesien
#147221
16/04/2001 16:28
16/04/2001 16:28
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Joined: May 2001
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Karim
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@ommLaila. Als ich dieses Forum fand, habe ich mich sehr gefreut. Bei näherem Hinsehen habe ich allerdings festgestellt, dass viele dieses Land nur von der Strandseite her kennen. Das vermittelt ein völlig falsches Bild von Tunesien. Da musste ich ein paar Dinge richtigstellen, die sehr durch die rosarote Brille gesehen werden.Um es klarzustellen.Ich liebe dieses Land und seine Leute. Ich liebe meine Familie, Schwiegermutter , Schwägerinnen, Schwager usw.Ich habe viele Freunde in Tunesien. Viele davon teilen meine kritische Einschätzung und nicht die heile Welt , die durch die von Ben Ali gesteuerten Medien zu verbreiten versuchen. Schau Dir den Kanal 7 mal bewusst an im Fernsehen. Noch mehr Tourismus in Tunesien zerstört das Land und die Kultur. Schau Dir Mahdia heute mal an, vielleicht hast Du es vor 5 Jahren gesehen.Oder das romantische Port El Kantaui. Was hat das mit Tunesien zu tun. Etwa die Bierhalle mit Münchner Löwenbräu. Kinder , die nicht zur Schule gehen, um auf der Strasse zu betteln, oder sich Touristen anbieten. Das alles sind Produkte des Tourismus, nicht der Tunesischen Kultur.Ich kenne auch das Hinterland, wo noch mit alten Männern bei einer Schischa im Cafe oder vor dem Haus sitzt und über die Welt sinniert. Oder der Mutter zuschaut, wie sie in einem Holzofen im Freien mit Fuer aus Olivenholz Tabuna backt, Dir als Gast das erste heisse Stück reicht mit Olivenöl, köstlich. Bist Du mal durchs Hochland gefahren. Stundenlang ohne ein Auto zu sehen. Dann plötzlich ein alter Mann auf einem Esel vor Dir. Du denkst, du wärst mit deinem Auto in andere Zeit gefahren. Das ist Tunesien. Das meiste , das hier beschrieben wird ,zerstört es.Unterstelle mir bitte nicht mehr ich würde dieses Land nicht lieben. In der Umgebung, in der man mich und meine Frau kennt, erlebe ich keine Fremdenfeindlichkeit. Das ist ein Dorf , jeder kennt den Anderen. In der Stadt, wie Sousse oder Monastir läuft das anders. Da rufen die Leute hinterher. "Seht die Nutte mit dem Juden" u.ä. Das passiert in der Umgebung , in der ich bekannt bin nicht. Ich habe keine Vorurteile, aber ich bin auch nicht blind. Noch ein kleine Anmerkung zum Schluss. Der grösste Teil der Jungs, die am Strand charmant die Mädchen ansprechen suchen hier nicht nach der grossen Liebe. Sie wollen nach Europa. Und das ist ihre einzige Chanace.Ich kann sie verstehen. Einer frau würden sie das nicht erzählen, mir sagen sie das. Ich habe für die Jungs schon viele Liebesbriefe in deren Auftrag in Deutsch und Englisch geschrieben. Manchmal 3-4 für einen, mit dem selben Wortlaut. Das schliesst nicht aus, dass in dem einen oder anderen Fall wirlich Liebe die Ursache ist.
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Re: Gründe für Fremdenfeindlichkeit in Tunesien
#147222
16/04/2001 16:38
16/04/2001 16:38
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Joined: May 2001
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Karim
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Stuttgart
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@anna hi schön das Du noch hier bist. Na ja, warum habe ich die Frage nicht richtig beantwortet. Mir ist da auch einiges schleierhaft. 1 Kilo Fleisch, Lamm 9 Dinar, 1 Baguette 250 Millime, . Stelle man sich eine Familie mit 5-7 Leuten vor. Viele auf dem Dorf sind bei sämtlichen Läden verschuldet, bei Nachbarn ,Verwandten. Manchmal habe ich das Gefühl jeder hat bei jedem Schulden.Da werden immer nur Löcher gestopft,wenn das Gehalt kommt. Na ja. Bei vielen Familien gibt es nicht jede Woche Fleisch. Da gibt es dann halt Kusksi mit Gemüse oder Nudeln gerade Sovil Fleisch, dass man eine Sosse machen kann. Wir bezahlen immer die dringensten Schulden,wenn wir dort sind, und kommen in dieser Zeit für das Essen auf. Wie viele Andere das machen ist mir ehrlich gesagt manchmal auch ein Rätsel.
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Re: Gründe für Fremdenfeindlichkeit in Tunesien
#147224
17/04/2001 00:07
17/04/2001 00:07
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Joined: May 2001
Beiträge: 979 Tunesien
steif
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Beiträge: 979
Tunesien
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Willst du etwa behaupten, lieber Herr Karim, dass man in der Tourismusbranche besser als anderswo verdient?Wenn man deine Beitraege so liest, dann schaut man nach oben und sagt :Gott lass bitte ein bisschen Hirn vom Himmel regnen.Wenn man deinen Aussagen Glauben schenkt, dann leben alle Tunesier unter dem Existenzminimum. Dass du auch gelegentlich den Weihnachtsmann spielst ist dir hoch anzurechnen, Leute wie dich braucht das Land. Deine Frage will ich doch gern beantworten, ich bin Tunesier und Lehrer von Beruf, ich verdiene 750 TD im Monat, meine Frau ist Bankfilialleiterin und verdient im Durchschnitt 800 TD im Monat, wir stammen beide aus aermlichen Verhaeltnissen und kannten in unserer Kindheit kein eigenes Bett,geschweige denn ein eigenes Zimmer, wir hatten weder Kuehlschrank noch Herd, weder Radio noch Fernseher, gepinkelt haben wir im Freien. An Liebe und Geborgenheit hat es uns jedoch niemals gefehlt, wir wuchsen gluecklich auf. Ich habe 9 Geschwister, 6 Schwestern und 3 Brueder. Stell dir vor, wir sind alle ausser einer Schwester, die aus freien Stuecken kurz vor dem Abitur kapitulierte, berufstaetig und keine(r) wuerde deine "Loecherstopfen"-legende bestaetigen.Wir haben durch Fleiss und Arbeit erreicht, dass es uns heute im Allgemeinen sehr viel besser geht und du willst aus falscher Nostalgie uns ins Mittelalter zurueckwerfen, damit du ,wenn du uebers Hochland faehrst, kein Auto erblickst, nur ein alter Mann auf seinem Esel, Nee den Gefallen tun wir dir nicht. Kehr mal zu deinem alten Namen zurueck, ich bezweifle stark, dass du jemals ein Gramm Liebe uebrig hattest fuer Tunesien.
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Re: Gründe für Fremdenfeindlichkeit in Tunesien
#147227
17/04/2001 06:59
17/04/2001 06:59
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Anonym
Nicht registriert
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Anonym
Nicht registriert
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Hallo Karim, Du hast mir auf die Frage, wie tun. Familien es schaffen leider auch nur damit geantwortet, daß Du es eigentlich auch nicht weißt (Löcher werden mit neuen Löchern gestopft etc.). Das habe ich auch so erlebt und deshalb kapiere ich auch nicht, wie das alles funktioniert und die Preise immer weiter steigen... Vielleicht kannst Du, oder ein anderer, mir das ja mal richtig erklären. Ich kenne natürlich auch Familien, in denen es anders läuft, eben weil sie eine gute Ausbildung und einen guten Job - siehe steif - haben. Das sind aber nicht viele...ich kenne auch tun. Lehrer, denen es aber mit Sicherheit nicht so gut geht. Hallo steif, schön, daß Du Dich hier beteiligst! Vielleicht kannst Du es mir ja erklären. Du mußt doch auch zugeben, daß Du schon zu den Priviligierten gehörst, oder? Nicht alle, um nicht zu sagen die wenigsten Tunesier verdienen soviel wie Du und Deine Frau. Ihr habt es geschafft, daß Ihr durch eine gute Ausbildung und eine gute Anstellung zu dieser Position gekommen seid. Doch was ist mit all denen, die keine Anstellung haben, oder als Zimmermädchen etc. (nichts gegen Zimmermädchen) arbeiten? Ich würde mich sehr freuen, wenn mir endlich jemand darauf antwortet! Viele Grüße Anna
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Re: Gründe für Fremdenfeindlichkeit in Tunesien
#147232
17/04/2001 08:21
17/04/2001 08:21
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Karim
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OP
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Stuttgart
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6. Warum darf eine muslimische Frau keinen Nicht-Muslim heiraten? Wenn man nun Gründe für das Verbot einer Mischehe aufführt, bei der der Mann nicht Muslim, die Frau aber Muslim ist, muß man zunächst damit beginnen, daß Gott es so im Koran vorschreibt: (2:221) "... und heiratet nicht mitgötterergebene Männer, bis sie glauben ..." Dies bezieht sich auf Mitgötterergebene Männer, also nicht auf Juden oder Christen. (60:10) (über die gläubigen Frauen) "... und habt ihr sie jedoch als Gläubige erkannt, dann laßt sie nicht zu den Ungläubigen zurürckkehren. Sie sind ihnen nicht erlaubt, noch sind jene für sie erlaubt..." Da es im Koran keine Ausnahme für Christen oder Juden gibt, gilt das Heiratsverbot. . Er hat uns erschaffen und weiß natürlich, was das beste für uns ist. Wer an Allah glaubt, versucht sich an seine Gebote zu halten. Eine muslimische Frau darf keinen Nichtmuslim heiraten. Die einzige Möglichkeit, daß die Ehe dennoch zustande kommt, ist die, daß der Nichtmuslim zum Islam konvertiert. Dies sollte aber nicht formal nur der Ehe wegen geschehen. Ein wichtiger Grunde ist die freie Ausübung der Religion. Während der Islam den muslimischen Ehemännern einer Mischehe vorschreibt, ihren christlichen oder jüdischen Ehefrauen die Ausübung ihrer Religion möglich zu machen, kann der Islam den chrislichen Männern einer derartigen (hypotetischen) Mischehe logischerweise derartiges nicht vorschreiben. Somit ist die Religionsausübung der Ehefrau nicht garantiert.
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