Betteln der Kinder - Konsequenz des Massentourismus?
Hallo, einige Erfahrungen aus Reisen in
Tunesien ,Libyen und dem Jemen....
Arabisch-islamische Kultur erzieht die Menschen zu einem gewissen Stolz, auch wenn man nichts hat, ist man auf das Wenige stolz was man hat und will nicht den Anschein erwecken auf Allmosen angewiesen zu sein...
Kleine Geschenke im Tausch gegen erwiesene Gastfreundschaft werden natürlich immer gerne angenommen und als gleichwertige Gegenleistung verstanden, so erlebt in LIB und im JEM. Kinder lehnen in der Regel dort grundlos gegebene Geschenke aus Stolz ab...
Anders in TUN: Der Massentourismus hat die Wertmasstaebe aller Menschen verrueckt, ein Dinar, für uns nichts, ist für einen jungen Mann in Südtunesien schon eine Schachtel KRISTALL Zigaretten und eine Tasse Kaffee...
Die Massentouristen haben dort vor allem in den wirklich strukturschwachen Regionen die Menschen zu einer Handlungsweise erzogen, die mehr an die Fütterung wilder Raubtiere erinnert.
Der Reisefûher "Tunesien verstehen" aus dem Jahr 1996 warnte durch einen Artikel des tunesischen Tourismusministeriums davor bettelnden Kindern etwas zu geben...
Recht hat er...
Tatsache ist, und das darf man nicht unterschätzen, das das immer besser werdende tunesische Schul- und Ausbildungssystem durch Eltern unterlaufen wird, die ihre Kinder zum Betteln schicken, diese nehmen nicht am auch für häufig nach Tunesien Reisende deutlich erkennbaren Aufschwung des Landes teil und landen vielleicht, weil sie ja zumindestens etwas Deutsch können ( 20% aller TUN Touristen sind Deutsche, also die Masse der Klientel) als Wirtschaftsassylanten bei uns...
... Wie soll ich mich aber verhalten?
Wir machen das bei unseren Tunesientripps
so:
1. Wohlstand nicht herauskehren....
2. Bettelnde Kinder deutlich und bestimmt
zurückweisen, dazu hilft ein bisschen Arabisch...
3. Mit Halbwüchsigen auch schon mal diskuttieren
Thema: Stolz, Schule, Zukunft
Viele Gruesse
Felix Scorpiontrophyteam aus Tunis
Link: www.scorpiontrophy.de
Felix