hmmm. Also, da Tunesien nicht das einzige arabische Land ist, in dem ich sehr freundlich und herzlich aufgenommen wurde, gehe ich mal davon aus, dass es ein bisschen auch davon abhängt, wie man in den Wald hineinruft.
Ich versuche stets, nach den dortigen Regeln zu spielen, sei es bei der Kleidung, beim Essen und bei gewissen Verhaltensweisen. Ich bemühe mich, die "Andersartigkeit" meiner Gastgeber zu akzeptieren und - wo nötig - auch zu assimilieren. Das heisst für mich konkret (und "umso islamischer" das Land, umso "strenger") passende Kleidung, direkten Blickkontakt mit Männern vermeiden, eine gewisse Zurückhaltung bei "verbalen" Kontakten - da lass ich dann auch den mitreisenden Männern mal den Vortritt, beim Essen auf die Gepflogenheiten achten (z.B. nicht mit der "unreinen" Hand zu essen etc.). Ich bin resp. wir sind damit bisher gut gefahren, ich wurde noch nie irgendwo "dumm angemacht" und bisher haben sich eigentlich auch Alle immer gefreut, wenn wir wiederkamen. Sicher, Araber sind in der Regel "Rassisten", besonders die Saudis (
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), aber jedes Land mit einem gewissen Nationalstolz (und den erlauben sich ausser Deutschland eigentilch alle Länder, die ich bisher so kennengelernt habe) erscheint wohl schnell "rassistisch" - vielleicht auch nur eine Fehlinterprätation unsererseits?
Naja, was ich eigentlich meine ist: Respekt erzeugt Respekt, Achtung erzwingt Achtung. Vergesse ich beides meinen Gastgebern gegenüber, muss ich mich nicht wundern. Allerdings - Ausnahmen gibt es immer und überall.