Hallo Zarzis,
warum soll mich deine Frage veraergern? Fuer Leute, die die Tunesier und deren Verhaeltnis zu Cafés nicht gut kennen, ist es eine berechtigte Frage.
Man kann jedoch nicht so pauschalisieren. Nicht jeder, der im Café sitzt, egal zu welcher Tageszeit, ist ein Arbeitsloser oder weiss mit seiner Zeit nicht anzufangen.
Jedes Café hat ausserdem mehr oder weniger sein spezifisches Publikum. Es ist der Ort par exellence in Tunesien, wo man sich verabreden kann auch arbeitsmaessig. Der Bauunternehmer trifft dort in den fruehen Morgenstunden seine Belegschaft um mit ihnen die Arbeitsplaene und -einteilung zu besprechen. Angestellte, Lehrer, Studenten treffen sich auch dort vor allem in den Mittagsstunden fuer einen Tee nach dem Essen und am Nachmittag oder Abend fuer Geselligkeit. Es ist aber jetzt schwierig, alle Beweggruende aufzuzaehlen, natuerlich gibt es auch darunter Arbeitslose, die aber auf X oder Y lauern um deren Anliegen vorzutragen, oder einfach die Zeit totschlagen.
@Dorice
es ist mir jedoch nicht klar, was das mit Analphabetismus zu tun hat. (Uebrigens Merci wird ohne e geschrieben). Wie hast du bloss festgestellt dass so viele Analphabeten gibt, mit blossem Auge? Also wenn die Statistik nicht mehr hilft, dann haben wir mit Paula eine sichere Quelle, worauf wir uns bei unserer Bewertung stuetzen koennen. Das mus man eben wissen. Churchill hat es ihm gefluestert, das ist was anderes, das macht die Sache noch glaubhafter.
Wovon leben die Arbeitslosen, aus der Sicht einer Europaeerin, die die starken familiaeren Bindungen nur noch aus den Romanen kennt ist die Frage lebenswichtig. In unserer Gesellschaft regieren andere Lebensformen und es gibt fast keiner, der links liegen gelassen wird. Es gibt ausserdem vom Staat Sozialhilfe.
Dein Kategorisches "Nein" Paula zeigt wieder mal deutlich die grosse Ahnung die du von Tunesien hast.
Deine Antwort war nebenbei gemerkt viel kuerzer als dein Werbeplakat, das du uns schon eine ganze Weile vor der Nase haelst und von dem ich mittlerweile Hirnsausen kriege. Aber entschaedigend ist die Gewissheit, dass die paar Ohren, die sich an diesem Abend in die Folterkammer begeben werden, ihre Besitzer zum Teufel wuenschen werden.