http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/369/42327/print.html
und hier noch Hintergrundinfos zu van Gogh:

Van Gogh konnte sehr gut Vorurteile durchbrechen und war gegen jede Art von Fundamentalismus. Er agierte gegen Juden, Calvinisten, Katholiken und Muslime gleichermaßen provokativ. Ein juristischer Streit mit dem erfolgreichen Romanautor Leon de Winter zog sich neun Jahre hin. Van Gogh hatte de Winter beschuldigt, den Verkauf seiner Bücher durch die Instrumentalisierung seiner jüdischen Identität und der Shoa zu fördern. Auch prangerte er den Missbrauch des Namens Anne Frank für internationale Interessen an.

Vor allem aber hatte van Gogh immer und immer wieder den politisch korrekten Umgang der Arbeiterpartei, die er mit der holländischen Nazi-Partei verglichen hatte, mit dem Islam angeprangert. Die Sozialdemokraten waren es seiner Meinung nach, die ein illusionäres Modell der multikulturellen Gesellschaft propagierten, die Zwischenfälle zwischen Holländern und Immigranten immer wieder abwiegelten und bagatellisierten. Toleranz, so van Gogh, könne man nur innerhalb bestimmter Grenzen ausüben: Wenn ich jemanden schon einlade, so erwarte ich als Gastgeber auch, dass der Gast die Hausregeln akzeptiert und mich nicht bestiehlt oder zusammenschlägt.