Hallo Woman,
das kann ich nur bestätigen.
Ich frgae mich nur, in wieweit das auch die Schattenseite des Tourismus ist.
Ich finde es enorm, was sich in den letzten Jahrzehnten, nicht zuletzt durch Bourgiba, in Tunesien getan hat, Alphabetisierung und so; Studienplatz für viele. Ich habe aber einige Studenten kennengelernt, die nach dem Studium nur noch im Tourismus unterkamen. Sie waren froh überhaupt irgendetwas zu arbeiten. Die Großfamilie eines Freundes z. B. weiß gar nicht, was ihr Sohn/Bruder eigentlich wirklich im Hotel macht, dass er mit Alkohol und "nackten" Frauen in Verbindung kommt.
Mit der Zeit ist dieser Freund immer depressiver geworden, trinkt Alkohol, obwohl er es eigentlich haßt. Seine berufliche Zukunft ist nach der Hotelarbeit ungewiß. Er ist körperlich total ausgepowert, macht aber täglich Keep-Smiling zu den Touris, um überhaupt zu überleben.
Meine Überlegung:
Touristen im Tunesien helfen wirtschaftlich dem Land, aber verändern es auch so, dass Bedürfnisse geweckt werden, die für viele Tunesier unerfüllbar sind. Oft bleibt nur der Frust oder die Flucht.

Abendliche Grüße, leila saida, von Claudi.