Hallo zusammen,
ich bin mit meinem tunesischen Mann nun 3 1/2 Jahre verheiratet. Ich habe ihn hier in Deutschland kennengelernt.
Als wir uns kennengelernt haben hat er Alkohol getrunken und nicht gebetet. Das einzige was er gemacht hat war Ramadan. Er hat mir auch erzählt, dass er in Tunesien eine Zeit lang Alkohol getrunken und nicht gebetet hat.
Seit Januar dieses Jahres trinkt er nun keinen Alkohol mehr. Urplötzlich hat er auch angefangen zu beten. Da mich das so geschockt hat, hat er damit wieder aufgehört. Ich habe mir Gedanken gemacht und mir überlegt, dass ich ihm sage, er soll beten. Ich weiß, das hört sich so Egoistisch an, was ich aber gar nicht bin. Dachte bis jetzt auch ich sei tolerant gegenüber seiner Religion.
Seit gestern betet er jetzt endgültig wieder. Aber irgendwie macht mir das Angst. Kann aber konkret nicht sagen warum.
Mein Mann ist ein ganz lieb und fürsorglich. Aber in den letzten Monaten ist er sehr oft mit seinen arabischen Freunden Kaffee trinken gegangen und oft sehr spät nachts heimgekommen. Ich dachte das liegt daran, dass er Heimweh hat. Wir waren bis Samstag bei seinen Eltern in Tunesien. Von dem her müsste das mit dem Heimweh erst mal nicht mehr so schlimm sein.
Er hört auch seit einiger Zeit CD's die mit dem Koran zu tun haben und schaut religiöse Sender an. Im Internet ist er immer auf so einer Seite von einem Arabischen Professor (Amr Khaled). Kann mir jemand sagen wer das ist und was er sagt? Mein Arabisch ist leider noch nicht so toll um etwas zu verstehen. Muss ich mir Sorgen machen?
Irgendwie kommt mir mein Mann auf einmal so fremd vor. Ich kann nicht sagen warum. Habe gestern nacht auch nicht geschlafen und seit 2 Tagen ziemlich heftige Kopfschmerzen.
Vielleicht ist mein Problem auch lächerlich, wollte aber einfach mit jemandem reden.
Vielen lieben Dank. [winken3]