Nun, ich kenne diverse (männliche) Leute, die in der Tourismusbranche arbeiten und würde auch sagen, daß es bei der Mehrzahl wohl eher nicht um die große Liebe geht (worum, kann ich wegen der Zensierungsfunktion des Forums leider nicht näher beschreiben, doch die Schilderungen unter Männern nach der Abreise der Geliebten sind schon aufschlußreich <g>...), doch ich habe auch Männer/Jungs getroffen, bei denen ich durchaus den Eindruck habe, sie könnten es ernst meinen bzw. schauen nicht in erster Linie aufs Geld oder Visum, und auch Männer, die schon seit Jahren verheiratet sind und mit der deutschen/englischen Frau in Tunesien leben.

Ich stelle mal eine provokative These auf, die besagt, daß, je weiter ein Mann entfernt ist vom "typischen tunesischen Leben", um so eher wird eine Partnerschaft mit ihm positiv ausgehen, und je mehr er in die tunesische Gesellschaft integriert ist, umso weniger wird es klappen.

Zudem ist es doch so, wie schon hier geschrieben, daß Ehen oder auch nr Freundchaften in Deutschland auch nicht auf ewige Zeit angelegt sind, sondern nach ein paar Jahren der Wunsch nach Veränderung oder einem Neubeginn des persönlichen Lebensabschnittes aufkommt. Wenn dies in einer binationalen Ehe geschieht, heißt es schnell, daß der ausländische Part es von vornherein darauf abgesehen hätte, doch es verhält sich wohl eher so, daß nach einer längeren Zusammen-Zeit einfach eine Abwechslung gesucht wird, oder ein Neustart in der Heimat, bei der im konkreten Falle eine (Ver)Paarung mit einem tunesischen Partner natürlich naheliegt (und womöglich umgekehrt dasselbe, denn davon hört man eigentlich weniger - Frauen, die den tunesischen Partner verlassen, dies geschieht wohl geräuschloser oder wird in anderen Foren diskutiert).

Ich denke, wenn eine Frau (oder ein Mädchen) Augen UND Ohren offenhalten, insbesondere ihre Geldbörse fest geschlossen halten und sich nicht übermäßiger Dienstbarkeit (ich helfe Dir, ich helfe Deiner Familie, ich ändere dies an mir und tue das für Dich, etc. usw. usf. pp. - würde man das in Deutschland auch tun?) befleißigen, bringen Sie auch die gehörige Distanz für eine unvoreingenommene Beurteilung der Sachlage (hier: den Partner und Stand der Beziehung) auf - und diese Beurteilung sollte sich nach denselben Maßstäben richten, nach denen man auch Beziehungen im eigenen Lande beurteilt.